Wedge (Hub)

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Wedge (Hub)

Kurz erklärt

Ein Wedge ist ein Golfschläger mit sehr viel Loft, also stark nach hinten geneigter Schlagfläche. Wedges schlagen den Ball hoch und kurz und stoppen ihn auf dem Grün. Sie nutzen sie für Annäherungen, Chips, Pitches und Schläge aus dem Bunker. Zu den Wedges zählen Pitching, Gap, Sand und Lob Wedge. Diese Themenseite erklärt die Arten, Loft, Bounce und Grind, die Abstände im Bag und gibt Tipps für den Einstieg ins kurze Spiel.

Was ist ein Wedge beim Golf?

Der Begriff Wedge stammt vom englischen Wort für Keil. Gemeint ist die keilförmige Bauart des Schlägerkopfs mit einer Schlagfläche, die weit nach hinten geneigt ist. Diese Neigung heißt Loft und wird in Grad angegeben. Je höher der Loft, desto höher fliegt der Ball und desto kürzer ist die Flugweite.

Wedges sind die Schläger für das kurze Spiel. Sie bringen den Ball aus Entfernungen von etwa 100 Metern und weniger aufs Grün und halten ihn dort. Auch Chips und Pitches rund ums Grün spielen Sie mit einem Wedge. Aus dem Bunker kommt der Ball ebenfalls mit einem Wedge heraus.

Weil ein Großteil der Schläge einer Runde in Grünnähe fällt, gehören Wedges nach dem Putter zu den Schlägern, die am häufigsten zum Einsatz kommen. Trotzdem üben viele Golfer lieber mit Driver und langen Eisen. Mit einem Wedge in der Hand entscheiden sich oft die Schläge, die über Par, Bogey oder Doppelbogey bestimmen.

Die vier Wedge-Arten im Überblick

Es gibt vier gebräuchliche Wedge-Typen. Die Lofts unterscheiden sich je nach Hersteller und Eisensatz, die folgenden Werte sind Richtwerte.

Die Namen folgen keiner festen Regel. Entscheidend sind die Gradzahlen, die auf der Sohle oder am Hals des Schlägers stehen. Ein Sand Wedge hat fast immer zwischen 54 und 58 Grad. Welcher Name auf dem Schläger steht, ist zweitrangig.

Loft, Bounce und Grind: die drei Stellschrauben

Wer einen Wedge kauft, trifft drei Entscheidungen.

Der Loft bestimmt, wie hoch und wie weit der Ball fliegt. Jedes Wedge deckt damit eine Spanne an Entfernungen ab. Mehr dazu unter Loft.

Der Bounce beschreibt den Winkel zwischen dem Boden und der Linie von der Vorderkante zum tiefsten Punkt der Sohle, gemessen bei senkrechtem Schaft. Er verhindert, dass der Schläger sich in den Boden gräbt. Als Orientierung: Ein hoher Bounce, häufig ab etwa zehn Grad, passt zu weichen Böden, zu Sand und zu steilen Schwüngen. Ein niedriger Bounce, häufig vier bis sechs Grad, passt zu festen Böden und zu flachen Schwüngen. Mehr dazu unter Bounce.

Der Grind ist die Form der Sohle. Hersteller schleifen Ferse, Spitze oder Hinterkante ab. So lässt sich die Schlagfläche bei offenen Schlägen leichter öffnen, ohne dass die Vorderkante vom Boden abhebt. Für Einsteiger ist ein universeller Grind meist die beste Wahl. Mehr dazu unter Grind.

Wedge-Abstände (Gapping): so schließen Sie die Lücken

Als Gapping bezeichnet man die Abstufung der Schlagweiten in Ihrem Bag. Ziel ist, dass jede Entfernung bis zum Grün mit einem Schläger spielbar ist, ohne dass die Schwunglänge stark schwanken muss.

Ein Beispiel: Ihr Pitching Wedge hat 46 Grad und fliegt bei vollem Schwung etwa 100 Meter. Ihr Sand Wedge hat 56 Grad und fliegt 75 Meter. Zehn Grad Unterschied bedeuten also 25 Meter Lücke. Mit einem Gap Wedge von 51 Grad kommen Sie vielleicht auf 88 Meter, und die Lücken schrumpfen auf zwölf und dreizehn Meter. Das sind Modellzahlen. Ihre echten Werte messen Sie am besten selbst.

Als Faustregel nennen Fitter häufig vier bis sechs Grad Loft zwischen zwei Wedges. Diese Spanne ergibt je nach Schwung oft rund zehn bis fünfzehn Meter Unterschied bei einem vollen Schlag.

Denken Sie an die Regel: Ein Spieler darf eine Runde mit höchstens 14 Schlägern beginnen und während der Runde nicht mehr als 14 dabeihaben (Regel 4.1b). Ein zusätzlicher Wedge heißt deshalb oft, dass ein anderer Schläger wegfällt.

Welcher Schlag mit welchem Wedge?

Die Wahl des Wedges hängt von Entfernung, Lage und Grün ab. Einige typische Fälle:

Eine einfache Regel für Einsteiger: Spielen Sie den Ball so flach wie möglich und so hoch wie nötig. Roll ist berechenbarer als Flug. Ein flacher Chip mit einem Pitching Wedge fällt meist besser als ein riskanter hoher Schlag mit dem Lob Wedge.

Einstieg und Tipps: wie viele Wedges brauche ich?

Einsteiger kommen meist mit zwei Wedges gut aus, dem Pitching Wedge im Eisensatz und einem Sand Wedge. Wer mehr spielt und die Lücken spürt, ergänzt ein Gap Wedge. Ein Lob Wedge lohnt sich erst, wenn Sie die anderen Schläge sicher beherrschen. Ein Schläger mit sehr viel Loft ist schwieriger zu treffen und verzeiht weniger.

Einige Hinweise, die in der Praxis helfen:

So bauen Sie Schritt für Schritt ein Wedge-System auf, das Sie auch unter Druck abrufen können.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Wie weit Ihre Wedges wirklich fliegen, sehen Sie an der TrackMan Range der Golf Lounge Resort Hamburg. Sie hat 32 überdachte Abschlagplätze auf zwei Ebenen, an jedem steht ein TrackMan. Gemessen werden unter anderem Carry, Total, Abflugwinkel und Ballgeschwindigkeit. So tragen Sie Ihre Schlagweiten für Pitching, Gap und Sand Wedge ein. Für das Üben rund ums Grün gibt es außerdem eine Putt- und Chip-Area.

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Häufige Fragen

Was ist ein Wedge beim Golf?

Ein Wedge ist ein Schläger mit sehr viel Loft, also stark geneigter Schlagfläche. Er schlägt den Ball hoch und kurz und stoppt ihn auf dem Grün. Wedges nutzt man für Annäherungen, Chips, Pitches und Bunkerschläge. Zu den Wedges zählen Pitching, Gap, Sand und Lob Wedge.

Welche Wedges gibt es und welchen Loft haben sie?

Üblich sind Pitching Wedge (etwa 43 bis 48 Grad), Gap Wedge (etwa 48 bis 52 Grad), Sand Wedge (etwa 54 bis 58 Grad) und Lob Wedge (etwa 58 bis 64 Grad). Die Werte sind Richtwerte und unterscheiden sich je nach Hersteller und Modell.

Wie viele Wedges brauche ich im Bag?

Einsteiger brauchen oft nur zwei, das Pitching Wedge und ein Sand Wedge. Wer die Lücken spürt, ergänzt ein Gap Wedge. Ein Lob Wedge ist optional. Zu beachten ist die Grenze von 14 Schlägern im Bag nach Regel 4.1b der Golfregeln.

Was ist der Unterschied zwischen Loft und Bounce beim Wedge?

Der Loft ist die Neigung der Schlagfläche und bestimmt Flughöhe und Weite. Der Bounce ist der Winkel der Sohle und bestimmt, wie leicht der Schläger durch Gras oder Sand gleitet. Beide Werte stehen meist am Schläger, zum Beispiel 56 Grad Loft und 10 Grad Bounce.

Womit trainiere ich Wedges am besten?

Mit festen Schwunglängen und klaren Zielen. Notieren Sie, wie weit der Ball bei Hüfthöhe, Brusthöhe und vollem Schwung fliegt. Ein Launch Monitor liefert Carry-Werte und hilft beim Gapping. Ein Trainer kann Treffpunkt und Technik prüfen. Üben Sie jede Stufe mit mindestens zehn Bällen, bevor Sie die Zahl notieren.

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Stand: Oktober 2026

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