Gap Wedge (Approach Wedge)

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Gap Wedge (Approach Wedge)

Kurz erklärt

Ein Gap Wedge, auch Approach Wedge genannt, ist ein Wedge mit etwa 48 bis 54 Grad Loft. Er schließt die Lücke („gap“) zwischen Pitching Wedge und Sand Wedge. Mit ihm spielen Golfer Annäherungen auf das Grün aus mittlerer Kurzdistanz, meist zwischen etwa 60 und 100 Metern, sowie Chips und Pitches mit weniger Höhe als beim Sand Wedge.

Gap Wedge: Bedeutung und Loft

Das englische Wort „gap“ heißt Lücke. Ein Gap Wedge füllt also eine Lücke im Schlägersatz. Gemeint ist der Abstand in Loft und Schlagweite zwischen dem Pitching Wedge und dem Sand Wedge. Der Loft ist der Neigungswinkel der Schlagfläche. Je größer der Loft, desto höher fliegt der Ball und desto kürzer ist die Flugweite.

Für den Gap Wedge gibt es keinen festen Standard. Meist liegt der Loft zwischen 50 und 54 Grad, am häufigsten bei 50 bis 52 Grad. Bei Sätzen mit sehr starken Lofts beginnt der Gap Wedge auch schon bei 48 Grad. Die Zahl steht in der Regel auf der Sohle oder auf dem Schlägerkopf, bei Wedges zum Beispiel als „50“ oder „52“.

Wer den Begriff Approach Wedge liest, sucht meist dasselbe: einen Wedge für den Annäherungsschlag („approach“) aufs Grün.

Warum es den Gap Wedge gibt: die Lücke im Satz

Früher hatte ein Pitching Wedge etwa 47 bis 48 Grad Loft und ein Sand Wedge rund 56 Grad. Dazwischen lagen acht oder neun Grad. Das ist eine ordentliche Lücke, aber kein großes Problem, weil auch die Eisen in kleineren Schritten angeordnet waren.

In den vergangenen Jahren haben Hersteller den Loft der Eisen schrittweise verringert. Ein modernes Pitching Wedge hat heute oft nur 43 bis 46 Grad. Das Sand Wedge liegt dagegen weiterhin bei etwa 54 bis 56 Grad. Dadurch wächst die Lücke auf bis zu zehn Grad oder mehr. Als Faustregel kann zwischen den beiden Schlägern bei vollem Schwung ein Unterschied von 20 Metern und mehr entstehen.

Genau hier hilft der Gap Wedge. Er sorgt dafür, dass Sie für jede Entfernung auf den letzten 100 Metern vor dem Grün einen passenden Schläger haben, ohne den Schwung künstlich zu kürzen.

Gap Wedge, Approach Wedge, A-Wedge: dieselbe Sache?

Die Namen sind je nach Hersteller und Region unterschiedlich. Folgende Bezeichnungen meinen im Alltag denselben Schläger:

Wichtiger als der Name ist der Loft. Zwei Gap Wedges verschiedener Hersteller können 48 und 52 Grad haben. Und ein Approach Wedge aus einem Eisensatz hat meist denselben Aufbau wie die Eisen, ein einzeln gekaufter Wedge ist oft anders gebaut und steht eher für das Spiel um das Grün.

Die Abkürzung PW steht für Pitching Wedge, SW für Sand Wedge und LW für Lob Wedge. Der Gap Wedge liegt im Loft zwischen PW und SW. Steht nur „W“ auf dem Kopf, dann fehlt der Gradwert häufig, und Sie sollten den Loft nachmessen oder den Hersteller fragen.

Typische Schlagweite und Einsatz auf dem Platz

Die Schlagweite eines Gap Wedge hängt von Ihrem Schwung, vom Loft und vom Ball ab. Für viele Freizeitgolfer liegt die Weite bei vollem Schwung etwa zwischen 60 und 100 Metern, bei Frauen häufig etwas darunter. Das sind Richtwerte. Entscheidend ist, was Sie auf der Range messen.

Typische Einsatzfälle auf dem Platz:

Für den Bunker eignet sich meist das Sand Wedge besser, weil seine Sohle den Schläger im Sand gleiten lässt. Ein Gap Wedge hat meist weniger Bounce und gräbt sich tiefer ein.

Wedge-Abstufung planen: ein Rechenbeispiel

Viele Golfer stellen ihre Wedges in Fünf-Grad-Schritten ab. So bleibt der Abstand zwischen den Schlägern ähnlich. Ein Beispiel:

Als Faustregel verändern je vier bis sechs Grad Loft bei vollem Schwung die Weite um etwa zehn bis fünfzehn Meter. Mit dem Gap Wedge bei 50 Grad liegt Ihre Weite also ungefähr in der Mitte zwischen dem Pitching Wedge und dem Sand Wedge.

Denken Sie an die Regel: Sie dürfen höchstens 14 Schläger mitführen (Regel 4.1b der Golfregeln). Vier Wedges plus Putter, Driver, Holz, Hybrid und Eisen füllen die Tasche schnell. Wer einen Gap Wedge aufnimmt, muss meist einen anderen Schläger weglassen, oft ein langes Eisen oder ein Fairwayholz.

Bounce und Schliff beim Gap Wedge

Neben dem Loft hat ein Wedge den sogenannten Bounce. Das ist der Winkel, der die Hinterkante der Sohle tiefer legt als die Vorderkante. Er verhindert, dass sich der Schläger zu tief in Boden oder Sand gräbt.

Beim Gap Wedge sind mittlere Bounce-Werte üblich, häufig im Bereich von etwa acht bis zwölf Grad. Weicher, feuchter Boden und tiefes Gras verlangen mehr Bounce. Auf festem Boden und kurz geschnittenem Rasen reicht weniger. Wer vor allem steile Schwünge hat, profitiert eher von mehr Bounce. Wer flach schwingt, fährt oft mit weniger Bounce besser.

Zusätzlich haben viele Hersteller Sohlenschliffe im Programm. Sie verändern die Form der Sohle, sodass sich der Schläger bei offener oder geschlossener Schlagfläche anders verhält. Für den Einstieg reicht ein Standardschliff. Fragen Sie bei der Auswahl am besten einen Trainer oder einen Fitter, ob Ihr Schwung eher mehr oder weniger Bounce braucht.

Typische Fehler und Tipps mit dem Gap Wedge

Einige Fehler tauchen beim Gap Wedge immer wieder auf:

Ein Tipp zum Schluss: Notieren Sie Ihre Wedge-Weiten in einer kleinen Tabelle, zum Beispiel für 50, 75 und 100 Prozent des Schwungs. So haben Sie auf dem Platz sofort eine Antwort.

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Wie weit Ihr Gap Wedge wirklich fliegt, zeigen Messwerte. Die TrackMan Range der Golf Lounge Resort Hamburg hat 32 überdachte Abschlagplätze auf zwei Ebenen, an jedem Platz misst TrackMan unter anderem Carry, Total, Abflugwinkel und Ballgeschwindigkeit. So können Sie Ihre Wedge-Weiten ermitteln und in eine Tabelle übertragen. Die Range ist überdacht, beheizbar und ganzjährig nutzbar.

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Häufige Fragen

Was ist ein Gap Wedge?

Ein Gap Wedge ist ein Wedge mit meist 50 bis 54 Grad Loft, der die Lücke zwischen Pitching Wedge und Sand Wedge schließt. Er wird für Annäherungen aus etwa 60 bis 100 Metern, für Pitches und Chips genutzt. Den Namen „Gap“ verdankt er der Lücke in Loft und Schlagweite zwischen den beiden Nachbarschlägern.

Ist ein Approach Wedge dasselbe wie ein Gap Wedge?

Im Alltag ja. Approach Wedge, Gap Wedge, A-Wedge und Utility Wedge sind je nach Hersteller verschiedene Namen für einen Wedge zwischen Pitching und Sand Wedge. Bei der Auswahl zählt vor allem der Gradwert des Lofts. Er steht oft auf der Sohle, zum Beispiel als 50 oder 52.

Wie viel Loft hat ein Gap Wedge?

Meist liegt der Loft zwischen 50 und 54 Grad, am häufigsten bei 50 bis 52 Grad. Bei Eisensätzen mit stark gebauten Lofts kann ein Gap Wedge auch bei 48 Grad beginnen. Einen verbindlichen Standard gibt es nicht. Passend ist der Loft, der in der Mitte zwischen Ihrem Pitching Wedge und Ihrem Sand Wedge liegt.

Wie weit schlägt man mit einem Gap Wedge?

Für viele Freizeitgolfer liegt die Weite bei vollem Schwung etwa zwischen 60 und 100 Metern, bei Frauen häufig etwas darunter. Das sind Richtwerte. Wie weit Ihr Ball tatsächlich fliegt, hängt von Schwunggeschwindigkeit, Loft und Ball ab. Messen Sie die Carry-Weite am besten auf der Range, möglichst mit einem Launch Monitor.

Brauche ich einen Gap Wedge im Golfbag?

Wenn Ihr Pitching Wedge etwa 43 bis 46 Grad Loft hat und Ihr Sand Wedge bei 54 bis 56 Grad liegt, ist ein Gap Wedge meist sinnvoll, weil sonst eine große Lücke entsteht. Beachten Sie die Grenze von 14 Schlägern. Für Einsteiger mit kleinem Satz ist ein Gap Wedge nicht zwingend.

Stand: Oktober 2026

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