Flop Shot (Lob)

Golf-Lexikon

Flop Shot (Lob)

Kurz erklärt

Ein Flop Shot ist ein kurzer Annäherungsschlag, der sehr hoch fliegt und fast senkrecht auf dem Grün landet. Gespielt wird er meist mit einem Lob Wedge und geöffneter Schlagfläche. Der Ball bleibt nach der Landung schnell liegen und rollt kaum aus. Das hilft, wenn die Fahne dicht hinter einem Hindernis steckt.

Was ist ein Flop Shot beim Golf?

Der Flop Shot gehört zum kurzen Spiel. Er ist ein Schlag mit sehr steiler Flugkurve: Der Ball steigt hoch in die Luft und fällt nahezu senkrecht herunter. Weil er so steil landet, rollt er nach dem Aufprall nur wenige Meter oder bleibt fast liegen.

Im Deutschen hören Sie auch das Wort „Lob“ oder „Lob Shot“. Beide Begriffe meinen im Alltag meist dasselbe. Streng genommen ist ein Lob jeder hohe, weiche Schlag, während der Flop Shot die besonders extreme Version ist: Die Schlagfläche wird weit geöffnet, und der Schwung ist groß, obwohl der Ball nur eine kurze Strecke fliegt. Der Schläger der Wahl ist das Lob Wedge, das meist etwa 58 bis 64 Grad Loft hat. Damit hebt der Ball sehr leicht ab. Als einer der bekanntesten Meister dieses Schlags gilt der Amerikaner Phil Mickelson, der ihn bei Turnieren immer wieder aus schwierigen Lagen gespielt hat.

Wann setzen Sie den Flop Shot ein?

Der Flop Shot ist ein Spezialschlag für bestimmte Situationen. Typisch sind diese:

Wann Sie ihn besser nicht spielen: Bei einem sehr engen, harten Lie, also wenn der Ball fast direkt auf festem Boden liegt, ist das Risiko hoch. Hier trifft der Schläger den Ball leicht am unteren Rand, und der Ball schießt über das Grün hinaus. Auch wenn genug Platz zum Rollen da ist, ist ein flacher Schlag meist sicherer. Dazu zählen Chip und Bump-and-Run. Viele gute Spieler sagen: Der einfachste Schlag ist der beste, und der Flop Shot ist selten der einfachste.

Technik und Setup: So spielen Sie den Flop Shot

Entscheidend ist ein gutes Setup. Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

Im Schwung gleitet der Schläger unter dem Ball durch das Gras. Der Schläger setzt in der Regel kurz hinter dem Ball auf. Die Höhe kommt vom Loft, die Länge von der Schwungweite. Kraft ist dafür nicht nötig. Wichtig ist, dass Sie bis zu einem hohen Finish durchschwingen. Wer abbremst, trifft den Boden zu früh, und der Ball springt nur ein kleines Stück nach vorn.

Beispiel aus der Praxis: Flop über den Bunker

Stellen Sie sich ein Par-4-Loch vor. Mit Abschlag und zweitem Schlag liegt Ihr Ball zwölf Meter vor dem Grün auf weichem Gras. Zwischen Ball und Fahne liegt ein Bunker, die Fahne steckt nur fünf Meter hinter dessen Kante. Ein flacher Chip würde im Bunker landen oder über das Grün laufen.

Sie wählen das Lob Wedge, öffnen die Schlagfläche und schwingen mit voller, ruhiger Bewegung durch. Der Ball steigt steil auf, überfliegt den Bunker und landet weich auf dem Grün. Er rollt nur noch etwa einen Meter und bleibt anderthalb Meter neben der Fahne liegen. Sie lochen den Putt.

Das sind vier Schläge auf einem Par 4, also Par. In der Fachsprache heißt das „Up and down“: Sie haben den Ball vom Rand aus mit einem Schlag aufs Grün und einem Putt eingelocht. Ohne den Flop Shot hätte das Ergebnis ein Bogey sein können.

Bounce, Lie und Schläger: Worauf es ankommt

Zwei Eigenschaften des Wedges bestimmen, wie gut der Flop Shot gelingt. Das ist zum einen der Loft, zum anderen der Bounce. Der Bounce ist die gewölbte Sohle des Schlägers, die verhindert, dass die Kante in den Boden schneidet. Wenn Sie die Schlagfläche öffnen, wird der wirksame Bounce größer. Das hilft auf weichem Gras und im Sand, kann aber auf hartem Boden dazu führen, dass der Schläger vom Boden abprallt.

Deshalb lohnt sich ein Blick auf das Lie, also die Lage des Balls. Auf weichem, dichtem Gras gleitet ein Wedge mit mehr Bounce gut unter den Ball. Bei knappem Gras oder festem Boden ist ein Wedge mit wenig Bounce vorteilhaft. Auch ein Sand Wedge mit etwa 56 Grad Loft funktioniert für einen Flop Shot, wenn der Ball gut liegt. Der Ball fliegt dann etwas niedriger, der Schlag fällt dafür vielen Spielern leichter.

Typische Fehler beim Flop Shot

Der Flop Shot verzeiht wenig. Diese Fehler passieren am häufigsten:

Schon ein kleiner Fehler im Treffpunkt entscheidet darüber, ob der Ball weich landet oder weit über das Grün schießt.

Flop Shot üben: Einfache Übungen

Üben Sie den Flop Shot nicht auf der Matte, sondern auf Rasen, wo ein Wedge gut gleiten kann. Auf einer harten Unterlage prallt der Schläger leicht ab, und der Schlag wird unnötig riskant. Diese Übungen helfen:

Geduld ist wichtig. Erst viele Wiederholungen machen den Flop Shot verlässlich. Ein Trainer kann Setup und Treffpunkt in einer Einzelstunde prüfen.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Das kurze Spiel lässt sich in der Golf Lounge Resort Hamburg gezielt trainieren. Zum Üben gibt es laut Platzübersicht eine Putt- und Chip-Area auf der Anlage. Wer den Flop Shot sauber aufbauen möchte, bucht eine Einzelstunde von 60 Minuten mit einem PGA Pro oder eine kurze Impulseinheit, die sich zum Beispiel auf das Kurzspiel konzentriert. Termine gibt es täglich nach Vereinbarung, gebucht wird online.

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Häufige Fragen

Was ist ein Flop Shot beim Golf?

Ein Flop Shot ist ein kurzer, sehr hoher Annäherungsschlag, bei dem der Ball steil aufsteigt und fast senkrecht auf dem Grün landet. Er wird meist mit einem Lob Wedge und geöffneter Schlagfläche gespielt. Der Ball rollt kaum aus und bleibt schnell liegen. Das ist hilfreich, wenn die Fahne dicht hinter einem Hindernis steckt.

Was ist der Unterschied zwischen Lob und Flop Shot?

Ein Lob ist jeder hohe, weiche Schlag mit viel Loft. Der Flop Shot ist die extreme Variante mit weit geöffneter Schlagfläche und großem Schwung auf kurze Distanz. Im Alltag werden beide Wörter oft gleich benutzt. Die Technik ähnelt sich, der Flop Shot ist aber riskanter und braucht ein gutes Lie.

Mit welchem Schläger spielt man einen Flop Shot?

Am häufigsten kommt das Lob Wedge zum Einsatz, das meist etwa 58 bis 64 Grad Loft hat. Auch ein Sand Wedge mit rund 56 Grad ist möglich, besonders für Einsteiger. Wichtig ist, dass der Ball gut liegt und der Schläger zum Untergrund passt, also genug Bounce für weiches Gras oder wenig Bounce für festen Boden.

Wann sollte man keinen Flop Shot spielen?

Verzichten Sie auf den Flop Shot bei einem sehr engen, harten Lie und wenn genug Platz zum Ausrollen vorhanden ist. In diesen Fällen sind Chip oder Bump-and-Run sicherer. Auch wenn Sie den Schlag selten üben, ist das Risiko eines Fehlschlags zu groß. Wählen Sie dann den einfachsten Weg zur Fahne.

Wie lerne ich den Flop Shot?

Lernen Sie ihn auf Rasen mit einem Sand Wedge und wechseln Sie erst danach zum Lob Wedge. Öffnen Sie die Schlagfläche, bevor Sie greifen, und schwingen Sie mit gleichmäßigem Tempo bis zu einem hohen Finish. Mit einem Handtuch als Ziel messen Sie Ihre Fortschritte. Ein Trainer prüft Setup und Treffpunkt am schnellsten.

Stand: Oktober 2026

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