Bunkerschlag

Golf-Lexikon

Bunkerschlag

Kurz erklärt

Ein Bunkerschlag ist ein Schlag aus einem Bunker, also einer mit Sand gefüllten Vertiefung, meist aus dem Grünbunker neben dem Grün. Sie treffen dabei nicht den Ball, sondern den Sand wenige Zentimeter dahinter. Der Sand schiebt den Ball nach oben und aus dem Bunker. Mit einem Sand Wedge und etwas Übung ist das gut erlernbar.

Bunkerschlag im Golf: Was passiert dabei?

Ein Bunker ist eine mit Sand gefüllte Mulde, die bewusst als Schwierigkeit angelegt ist. In den Golfregeln ist er einer der fünf festgelegten Bereiche des Platzes. Am häufigsten liegen Bunker direkt am Grün. Dort spielen Sie den klassischen Bunkerschlag, auch Explosionsschlag genannt. Der Name passt, weil der Sand beim Schlag wie bei einer kleinen Explosion nach oben spritzt.

Das Besondere: Ihr Schläger trifft zuerst den Sand hinter dem Ball. Der Schläger gleitet unter dem Ball durch und schiebt ein Kissen aus Sand mit nach vorn. Auf diesem Sandkissen fliegt der Ball aus dem Bunker. Weil Sand zwischen Schlagfläche und Ball liegt, bekommt der Ball meist weniger Rückwärtsdrall als bei einem sauberen Pitch. Er fliegt hoch, landet weich und rollt noch etwas aus.

Einsteiger fürchten den Bunker oft. Dabei ist der Bunkerschlag eine der Techniken, die sich nach klarem Muster erlernen lassen. Wer den Ablauf kennt und ein paar Mal geübt hat, kommt meist zuverlässig auf das Grün.

So spielen Sie den Bunkerschlag Schritt für Schritt

Die folgenden Schritte gelten für den Grünbunker, bei dem der Ball gut auf dem Sand liegt.

Der häufigste Gedanke ist, den Ball hochzuheben. Das ist nicht nötig. Der Loft des Schlägers und das Sandkissen erledigen das.

Warum klappt das? Sohle, Bounce und Sandkissen

Der Schlüssel zum Bunkerschlag ist die Sohle des Schlägers. Beim Sand Wedge liegt ihre Hinterkante tiefer als die Vorderkante. Den Winkel, der dabei entsteht, nennt man Bounce. Er sorgt dafür, dass der Schläger flach unter dem Ball hindurchgleitet, statt im Sand stecken zu bleiben.

Wenn Sie die Schlagfläche öffnen, dreht sich die Sohle nach unten. Der Bounce wird dadurch noch wirksamer. Deshalb gilt: Je weicher und lockerer der Sand, desto mehr dürfen Sie öffnen und desto sicherer gleitet der Schläger. Auf festem, nassem Sand arbeitet der Bounce dagegen weniger. Dort lohnt sich ein etwas engerer Eintritt mit weniger geöffneter Fläche.

Die Weite steuern Sie über die Länge des Schwungs, nicht über das Tempo. Ein Halbschwung bringt den Ball nur wenige Meter weit, ein voller Schwung deutlich weiter. Auch die Stelle, an der Sie in den Sand eintreten, wirkt: Ein Treffpunkt weiter hinter dem Ball ergibt mehr Sand und einen kürzeren Schlag, ein Treffpunkt näher am Ball einen etwas weiteren.

Beispiel aus der Praxis: Grünbunker bei einer Par-4-Bahn

Stellen Sie sich ein Par-4-Loch vor. Ihr zweiter Schlag landet im Bunker links vom Grün. Der Ball liegt gut auf dem Sand. Bis zur Fahne sind es zwölf Meter, die Bunkerkante ist etwa einen Meter hoch.

Sie nehmen das Sand Wedge, öffnen die Schlagfläche und graben die Füße ein. Der Ball liegt vorn im Stand. Sie zielen auf einen Punkt fünf Zentimeter hinter dem Ball und schwingen mit vollem Tempo bis ins hohe Finish. Der Schläger gleitet durch den Sand, eine kleine Wolke fliegt auf, der Ball kommt heraus und bleibt zwei Meter neben dem Loch liegen. Der Putt fällt, und Sie haben nach dem Bunkerschlag ein Par gerettet: vier Schläge auf einer Par-4-Bahn.

Golfer nennen dieses Ergebnis „Sand Save“. Gemeint ist, dass Sie aus einem Grünbunker mit dem Bunkerschlag und einem Putt einlochen, meist zum Par. Die Quote ist ein gutes Maß für die eigene Bunkertechnik.

Regeln im Bunker: Was ist erlaubt, was kostet Strafschläge?

Die Golfregeln 2023 (Regel 12) enthalten einige Besonderheiten für den Bunker. Wichtig ist, sie zu kennen, bevor Sie den Ball im Sand spielen.

Können Sie den Ball nicht spielen, haben Sie die Option „unspielbarer Ball“ (Regel 19). Im Bunker haben Sie dazu mehrere Möglichkeiten, die zum Teil einen Strafschlag und, mit Rückwärtsregel außerhalb des Bunkers, zwei Strafschläge kosten.

Abgrenzung: Grünbunker, Fairwaybunker und Spiegelei

Nicht jeder Bunkerschlag ist ein Explosionsschlag. Die Technik hängt von Lage und Entfernung ab.

In allen Fällen hilft ein fester Stand. Im Sand rutschen die Füße leicht, deshalb gehen Sie eher mit weniger Körperbewegung und mehr Ruhe in den Schwung.

Typische Fehler und Übungen für den Bunker

Die meisten Fehlschläge entstehen aus Angst, den Ball nicht herauszubekommen.

Drei Übungen helfen. Zeichnen Sie mit dem Schläger eine Linie in den Sand und eine zweite Linie fünf Zentimeter hinter den Ball. Schlagen Sie nur in die Linie, ohne Ball. Spielen Sie zehn Bälle mit gleicher Schwunglänge und notieren Sie, wie weit sie kommen. Wiederholen Sie das mit größerer Schwunglänge. So lernen Sie, wie weit Sie mit welchem Schwung kommen.

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Der 9-Loch-Platz „Schwarz“ der Golf Lounge hat Bunker und Wasserhindernisse. Er ist mit DGV-Platzreife spielbar und von April bis Dezember geöffnet. Wenn Sie vorher Ihre Technik im Sand verbessern möchten, buchen Sie bei den PGA-Trainern eine Einzelstunde von 60 Minuten oder eine kurze Impulseinheit zum Kurzspiel. Die Trainer analysieren auf Wunsch Ihren Schwung mit Video und TrackMan-Daten. Die Termine buchen Sie online.

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Häufige Fragen

Wie spielt man einen Bunkerschlag beim Golf?

Nehmen Sie das Sand Wedge, öffnen Sie die Schlagfläche und stehen Sie mit leicht eingegrabenen Füßen im offenen Stand. Der Ball liegt weit vorn im Stand. Schlagen Sie etwa fünf Zentimeter hinter dem Ball in den Sand und schwingen Sie voll bis ins hohe Finish durch. Der Sand trägt den Ball aus dem Bunker.

Welchen Schläger nimmt man für den Bunkerschlag?

Im Grünbunker nimmt man in der Regel das Sand Wedge. Es hat viel Loft und eine Sohle mit Bounce, die durch den Sand gleitet. Im Fairwaybunker mit weiter Distanz zum Grün wählen Sie einen Schläger mit weniger Loft und treffen den Ball zuerst. Das Lob Wedge ist für Einsteiger im Sand meist schwieriger.

Darf man im Bunker den Sand mit dem Schläger berühren?

Nicht vor dem Schlag. Verboten sind ein Probeschwung im Sand, das Aufsetzen des Schlägers direkt vor oder hinter dem Ball und das Berühren beim Rückschwung. Erlaubt ist, lose Naturstoffe zu entfernen. Der Verstoß kostet in der Regel zwei Strafschläge im Zählspiel oder Lochverlust im Lochspiel.

Was ist ein Sand Save?

Ein Sand Save heißt: Sie lochen aus einem Grünbunker mit einem Bunkerschlag und einem Putt ein, meist zum Par. Auf einer Par-4-Bahn heißt das: Bunkerschlag aufs Grün und dann ein Putt. Der Wert dient als Statistik für die Bunkertechnik. Auf der Tour ist er eine bekannte Kennzahl, Freizeitspieler nutzen ihn zur eigenen Kontrolle.

Was tun, wenn der Ball im Bunker unspielbar liegt?

Für einen Strafschlag haben Sie drei Wege: zurück an die Stelle des letzten Schlags (Schlag und Distanz) oder im Bunker droppen, entweder seitlich innerhalb von zwei Schlägerlängen oder auf der Linie nach hinten. Für insgesamt zwei Strafschläge dürfen Sie auch außerhalb des Bunkers auf der Linie nach hinten droppen. Lesen Sie die Optionen vor der Entscheidung in Ruhe nach.

Stand: Oktober 2026

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