Fairwayholz

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Fairwayholz

Kurz erklärt

Ein Fairwayholz ist ein Golfschläger mit großem, flachem Kopf für weite Schläge vom Fairway oder vom Abschlag. Es hat mehr Loft und einen kürzeren Schaft als der Driver. Die bekanntesten Modelle sind Holz 3 mit typischerweise etwa 15 Grad Loft und Holz 5 mit etwa 18 Grad. Trotz des Namens bestehen die Köpfe heute aus Metall.

Was ist ein Fairwayholz?

Das Fairwayholz gehört zur Gruppe der Hölzer, zu der auch der Driver zählt. Es ist für lange Schläge gedacht, wenn der Ball schon auf dem Fairway liegt und noch eine große Strecke bis zum Grün bleibt. Daher kommt der Name.

Im Vergleich zum Driver ist der Kopf eines Fairwayholzes kleiner und flacher. Ein Driver darf nach den Ausrüstungsregeln bis zu 460 Kubikzentimeter Kopfvolumen haben, Fairwayhölzer sind deutlich kompakter. Die flache Bauform hilft, den Ball direkt vom Boden zu treffen. Der Schwerpunkt liegt tief, damit der Ball trotz geringem Loft gut in die Luft steigt.

Auch der Schaft ist kürzer als beim Driver. Bei Holz 3 liegt er typischerweise bei etwa 43 Zoll, also rund 109 Zentimetern. Das macht den Schläger etwas leichter kontrollierbar, kostet aber ein wenig Weite.

Holz 3, Holz 5, Holz 7: Loft und Unterschiede

Fairwayhölzer tragen Nummern. Wie bei Eisen gilt: Je höher die Zahl, desto mehr Loft und desto kürzer der Schaft. Die Werte unterscheiden sich je nach Hersteller, deshalb hier nur typische Spannen:

Manche Hersteller bieten auch Holz 4 oder Holz 9 an. Viele Fairwayhölzer haben zudem eine verstellbare Hosel. Damit lässt sich der Loft um ein bis zwei Grad verändern. Für Einsteiger ist Holz 5 oft die bessere Wahl als Holz 3, weil der zusätzliche Loft den Ball leichter in die Luft bringt.

Wann setzt man ein Fairwayholz ein?

Das Fairwayholz ist ein vielseitiger Schläger für lange Distanzen. Typische Situationen:

Weniger geeignet ist das Fairwayholz bei tiefem Rough, schlechter Lage oder aus dem Bunker. Hier gleitet ein Hybrid oder ein Eisen meist besser durch Gras und Sand.

Wie weit ein Fairwayholz fliegt, hängt stark vom Spieler ab. Als grobe Orientierung erreichen viele Freizeitgolfer mit Holz 3 etwa 150 bis 200 Meter Gesamtlänge. Langsamere Schwünge kommen auf weniger, schnelle Spieler deutlich weiter.

Praxisbeispiel: Fairwayholz auf einem Par-5-Loch

Sie spielen ein Par-5-Loch mit 450 Metern. Ihr Drive landet nach 190 Metern mitten auf dem Fairway. Bis zum Grün bleiben 260 Meter. Das schafft kaum ein Freizeitgolfer mit einem Schlag.

Sie nehmen Holz 5. Ihr Ball fliegt und rollt etwa 160 Meter und bleibt auf dem Fairway liegen. Jetzt sind es noch 100 Meter bis zur Fahne. Mit einem Pitching Wedge oder einem 9-Eisen spielen Sie den dritten Schlag aufs Grün. Zwei Putts später haben Sie fünf Schläge gebraucht, also Par.

Das Beispiel zeigt die Stärke des Fairwayholzes. Es überbrückt große Distanzen sicher und bringt Sie in eine gute Position für den nächsten Schlag. Ein Holz 3 hätte vielleicht 20 Meter mehr gebracht, aber auch mehr Risiko. Bei langen Bahnen ist ein sicherer zweiter Schlag oft wertvoller als die maximale Weite.

Fairwayholz richtig schlagen: Technik-Tipps

Viele Einsteiger finden das Fairwayholz schwierig, weil der Ball am Boden liegt und der Schläger lang ist. Diese Punkte helfen:

Auf einer Range mit Messgerät sehen Sie schnell, ob Ihr Treffpunkt und Ihr Abflugwinkel passen.

Fairwayholz, Driver oder Hybrid: die Abgrenzung

Fairwayholz, Driver und Hybrid liegen in der Schlagweite nah beieinander. Sie haben aber unterschiedliche Stärken.

Der Driver hat den wenigsten Loft, typischerweise etwa 8 bis 12 Grad, und den längsten Schaft. Er ist fast nur für den Abschlag gemacht, wo der Ball auf einem Tee liegt.

Das Fairwayholz schließt sich nach oben an. Es ist kompakter und funktioniert vom Tee und vom Boden. Es bringt viel Weite bei einem eher flachen Ballflug mit Roll.

Der Hybrid, auch Rescue genannt, hat einen noch kleineren Kopf und meist einen kürzeren Schaft. Er ersetzt oft lange Eisen und kommt besser mit dem Rough zurecht. Der Ball steigt steiler und landet weicher.

Viele Spieler kombinieren im Bag einen Driver, ein oder zwei Fairwayhölzer und einen oder zwei Hybride. Wichtig ist, dass die Schlagweiten der Schläger sinnvolle Abstände haben.

Herkunft: warum es Holz heißt

Der Name stammt aus der Zeit, als die Köpfe dieser Schläger wirklich aus Holz gefertigt wurden. Lange Zeit war das harte Holz des Persimmon-Baums, einer Kaki-Art, besonders beliebt. Es ist dicht und widerstandsfähig.

Ab den 1980er-Jahren setzten sich Köpfe aus Metall durch, zunächst aus Edelstahl, später aus Titan und Verbundmaterialien. Metallköpfe lassen sich hohl bauen. So kann das Gewicht gezielt verteilt werden, was Fehlschläge verzeihender macht.

Der Begriff Holz ist trotzdem geblieben. Im Englischen sagt man weiterhin wood, also 3-wood oder 5-wood. Gelegentlich hört man auch fairway metal. In Deutschland sind Fairwayholz, Holz 3 und Holz 5 die üblichen Bezeichnungen.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Wie weit fliegt Ihr Fairwayholz wirklich? Auf der TrackMan Range der Golf Lounge sehen Sie es nach jedem Schlag. Die überdachte Range hat 32 Abschlagplätze auf zwei Ebenen, und an jedem Platz misst TrackMan den Ballflug. Angezeigt werden unter anderem Carry, Gesamtlänge, Abflugwinkel und Ballgeschwindigkeit, auf Wunsch auch in der TrackMan Range App auf dem Smartphone. So erkennen Sie, ob die Abstände zu Driver und Hybrid passen. An jeder Matte liegen drei Eisen bereit. Details zur weiteren Ausstattung nennt das Team bei der Buchung.

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Häufige Fragen

Wie viel Loft hat ein Holz 3?

Ein Holz 3 hat typischerweise etwa 15 bis 16 Grad Loft. Der genaue Wert hängt vom Hersteller und Modell ab. Bei verstellbaren Schlägern lässt er sich oft um ein bis zwei Grad verändern. Holz 5 liegt meist bei etwa 18 bis 19 Grad, Holz 7 bei etwa 21 bis 22 Grad.

Holz 3 oder Holz 5: was ist besser für Anfänger?

Für viele Einsteiger ist Holz 5 die bessere Wahl. Es hat mehr Loft und einen etwas kürzeren Schaft. Dadurch steigt der Ball leichter auf, auch wenn er direkt vom Fairway gespielt wird. Holz 3 bringt etwas mehr Weite, verlangt aber einen sauberen Treffer und eine höhere Schwunggeschwindigkeit.

Wie weit schlägt man ein Fairwayholz?

Das hängt stark von Ihrer Schwunggeschwindigkeit und Ihrem Treffpunkt ab. Als grobe Orientierung kommen viele Freizeitgolfer mit Holz 3 auf etwa 150 bis 200 Meter Gesamtlänge, mit Holz 5 etwas weniger. Ihre eigenen Werte messen Sie am besten auf einer Range mit Launch Monitor.

Was ist der Unterschied zwischen Fairwayholz und Hybrid?

Ein Fairwayholz hat einen größeren, flacheren Kopf und einen längeren Schaft. Es eignet sich für weite Schläge vom Fairway und vom Abschlag. Ein Hybrid ist kompakter, kürzer und kommt besser mit Rough und schwierigen Lagen zurecht. Der Ball steigt mit dem Hybrid meist steiler und landet weicher.

Stand: Oktober 2026

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