Pitchgabel

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Pitchgabel

Kurz erklärt

Eine Pitchgabel ist ein kleines Werkzeug, mit dem Golfer Einschlagstellen ihres Balls auf dem Grün reparieren. Diese Vertiefungen heißen Pitchmarken. Die Zinken der Gabel schieben das Gras zur Mitte der Marke, danach wird die Stelle glattgedrückt. Das Ausbessern gehört zur Golf-Etikette und schützt das Grün.

Was ist eine Pitchgabel und wozu dient sie?

Wenn ein Ball aus der Luft auf das Grün trifft, drückt er den Rasen ein. Besonders bei hohen Schlägen mit einem Wedge oder Eisen auf einem weichen Grün entsteht eine kleine Vertiefung. Das ist die Pitchmarke, auf Englisch ball mark. Der Rasen drumherum wird nach außen geschoben und hebt sich leicht.

Die Pitchgabel ist das Werkzeug, um diese Stelle zu reparieren. Sie hat meist zwei Zinken, ähnlich einer kleinen Gabel, und passt in jede Hosentasche. Es gibt sie aus Metall oder Kunststoff, mit festem Griff oder zum Einklappen. Viele Modelle tragen ein Vereinslogo.

Ohne Reparatur bleibt die Marke lange sichtbar. Der Rasen wächst an der beschädigten Stelle schlecht nach, und der Putt gerät aus der Linie. Eine Pitchgabel gehört deshalb in jede Golftasche, auch für Spieler ohne Handicap.

Pitchmarke richtig reparieren: Schritt für Schritt

Das Reparieren dauert nur wenige Sekunden. Gehen Sie so vor:

Die Stelle sollte sich danach glatt anfühlen und möglichst auf gleicher Höhe wie das Grün liegen. Liegt Ihr eigener Ball nahe an der Marke, markieren Sie ihn zuerst und nehmen ihn auf, bevor Sie ausbessern.

Was sagen die Golfregeln dazu?

Die Regeln erlauben Reparaturen auf dem Grün ausdrücklich. Nach Regel 13.1c(2) dürfen Sie Schäden auf dem Grün ohne Strafe ausbessern. Dazu zählen Pitchmarken, Schuhschäden, Kratzer und Einkerbungen von Schlägern oder Fahnenstöcken, alte Lochstopfen sowie Tierspuren. Das gilt auch, wenn Ihr Ball selbst noch nicht auf dem Grün liegt.

Sie dürfen dafür Hand, Fuß, eine Pitchgabel, ein Tee, einen Schläger oder ähnliche normale Ausrüstung verwenden. Das Ziel ist, das Grün so nah wie möglich in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Sie dürfen dabei aber das Spiel nicht unangemessen verzögern.

Nicht erlaubt ist das Ausbessern natürlicher Unebenheiten, etwa Stellen, an denen das Gras durch Wachstum oder Wetter ungleich ist. Auch Aerifizierlöcher dürfen nicht repariert werden. Die Regel zielt auf Schäden, die jemand verursacht hat.

Etikette: Wer repariert welche Marke?

In der Golf-Etikette ist die Regel einfach: Jeder repariert seine eigene Pitchmarke. Geht Ihr Ball auf das Grün, prüfen Sie beim Betreten, wo er aufgekommen ist, und bessern die Stelle aus. Gute Golfer reparieren außerdem eine weitere Marke, die sie finden, auch wenn sie nicht von ihnen stammt.

Der richtige Zeitpunkt ist, bevor Sie die Fahne anfassen oder zum nächsten Abschlag gehen. Viele Spieler erledigen es, während Mitspieler putten oder sich auf ihren Schlag vorbereiten. Das kostet keine Spielzeit.

Wer Pitchmarken nicht repariert, schadet allen Spielern nach ihm. Greenkeeper berichten, dass nicht ausgebesserte Marken mehrere Wochen sichtbar bleiben können, während sorgfältig reparierte Stellen deutlich schneller zuwachsen. Auf Plätzen, die viel gespielt werden, summiert sich das schnell. Das Ausbessern gehört daher zu den Pflichten jedes Golfers und wird auch im Platzreifekurs vermittelt.

Praxisbeispiel: Annäherung auf ein Par-3-Loch

Sie spielen ein Par-3-Loch mit 135 Metern. Mit einem 8er-Eisen schlagen Sie den Ball hoch aufs Grün. Er kommt fünf Meter vor der Fahne auf, hinterlässt eine Marke von einigen Zentimetern Durchmesser und rollt noch zwei Meter weiter. Er bleibt drei Meter vom Loch liegen.

Beim Betreten des Grüns gehen Sie zu der Stelle, wo der Ball aufgekommen ist. Sie stecken die Pitchgabel am Rand ein, schieben den Rasen von allen Seiten zur Mitte und klopfen die Fläche mit dem Putter flach. Das dauert etwa 15 Sekunden.

Danach markieren Sie Ihren Ball und beobachten, wie die Mitspieler ihre Putts spielen. Ihr eigener Putt rollt über die glatte Stelle, die Sie repariert haben, und fällt. Das Ergebnis: ein Birdie. Hätten Sie die Marke nicht repariert, hätte sie für den nächsten Spieler genau in der Puttlinie gelegen.

Pitchgabel, Ballmarker und Divot Tool: der Unterschied

Drei Begriffe werden oft durcheinandergebracht:

Divots auf dem Fairway legen Sie dagegen zurück oder füllen die Stelle mit Sand, wenn der Platz das vorsieht. Das ist eine andere Aufgabe als das Reparieren von Pitchmarken. Für beide Aufgaben genügen einfache Werkzeuge, und es lohnt sich, sie im Bag zu haben.

Ein Ballmarker ersetzt die Pitchgabel nicht. Beide Gegenstände gehören zur Grundausstattung für das Grün.

Typische Fehler und Tipps

Folgende Fehler sehen Greenkeeper besonders oft:

Ein Tipp zum Schluss: Wer hohe Annäherungen spielt, verursacht häufiger größere Marken. Je weicher das Grün, desto tiefer die Vertiefung. Planen Sie nach Regen etwas mehr Zeit für das Ausbessern ein.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Die Pitchgabel brauchen Sie auf dem 9-Loch-Platz „Schwarz“ der Golf Lounge Resort Hamburg. Der Platz hat Par 33 und ist mit DGV-Platzreife bespielbar. Zum Gelände gehören Wasserhindernisse, Bunker und geschützte Grüns. Pro Tee-Time sind bis zu vier Spieler möglich, gebucht wird online. Von April bis Dezember ist der Platz geöffnet. Wer noch keine Platzreife hat, lernt Regeln, Etikette und Sicherheit auf dem Platz im Platzreifekurs und spielt zunächst auf dem 6-Loch-Kurzplatz.

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Häufige Fragen

Was ist eine Pitchgabel beim Golf?

Eine Pitchgabel ist ein kleines Werkzeug mit zwei Zinken, mit dem Golfer die Einschlagstellen ihres Balls auf dem Grün reparieren. Diese Vertiefungen heißen Pitchmarken. Das Ausbessern schützt die Grünfläche und gehört zur Golf-Etikette. Jeder Spieler sollte eine Pitchgabel im Bag oder in der Hosentasche haben.

Wie benutzt man eine Pitchgabel richtig?

Stecken Sie die Zinken am Rand der Pitchmarke in den erhobenen Rasen und schieben Sie ihn sanft zur Mitte. Wiederholen Sie das rundherum, bis die Vertiefung geschlossen ist. Klopfen Sie die Stelle danach mit der Sohle des Putters flach. Hebeln Sie nicht nach oben, denn das zerstört die Wurzeln.

Muss ich Pitchmarken reparieren?

Nach der Golf-Etikette sollten Sie Ihre eigene Pitchmarke immer ausbessern, am besten sofort nach dem Betreten des Grüns. Die Golfregeln selbst schreiben das Ausbessern nicht vor, doch schadet eine unreparierte Marke dem Grün und den Mitspielern. Gute Spieler bessern zusätzlich eine weitere Marke aus.

Darf ich Pitchmarken auf dem Grün nach den Regeln reparieren?

Ja. Regel 13.1c(2) erlaubt es Ihnen, Schäden auf dem Grün ohne Strafe auszubessern, etwa Pitchmarken, Schuhschäden und Kratzer. Sie dürfen dafür Hand, Pitchgabel, Tee oder Schläger verwenden, solange Sie das Spiel nicht unangemessen verzögern. Natürliche Unebenheiten und Aerifizierlöcher dürfen Sie nicht reparieren.

Was ist der Unterschied zwischen Pitchgabel und Ballmarker?

Mit der Pitchgabel reparieren Sie Einschlagstellen auf dem Grün. Der Ballmarker ist eine kleine flache Scheibe oder Münze, mit der Sie die Lage Ihres Balls kennzeichnen, bevor Sie ihn aufnehmen. Manche Pitchgabeln haben einen magnetischen Ballmarker eingebaut, sodass Sie beide Gegenstände in einem dabeihaben.

Stand: Oktober 2026

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