Golftee

Golf-Lexikon

Golftee

Kurz erklärt

Ein Golftee ist ein kleiner Stift aus Holz, Kunststoff oder Gummi, auf den Sie den Ball beim Abschlag legen. Er hebt den Ball ein Stück über den Boden und erleichtert den sauberen Treffer. Nach den Golfregeln darf ein Tee höchstens 4 Zoll (101,6 Millimeter) lang sein und darf Ihnen nicht bei der Ausrichtung oder beim Schlag helfen.

Golftee: Bedeutung und Aufgabe

Das Tee ist der kleine Stift, mit dem der Ball beim Abschlag etwas über dem Boden liegt. Im Deutschen sagen viele „der Tee“ oder „das Tee“, beides ist verbreitet. Die Aufgabe ist einfach: Der Ball sitzt frei und stabil, sodass Sie ihn sauber treffen können, ohne dass Gras oder Boden im Weg sind.

Das Wort Tee hat im Golf noch eine zweite Bedeutung. Es bezeichnet auch den Abschlagbereich, von dem aus jedes Loch beginnt. Daraus entstehen Begriffe wie Tee Time (die Startzeit) oder Teebox. Wer „tee golf“ sucht, meint also entweder den Stift oder den Platz, von dem aus der erste Schlag gespielt wird.

Benutzen dürfen Sie das Tee nur, wenn Sie aus dem Abschlagbereich spielen, in der Regel also beim ersten Schlag eines Lochs. Danach spielen Sie den Ball, wie er liegt. Im Fairway oder im Rough dürfen Sie keinen Tee verwenden, auf dem Übungsgelände dagegen schon.

Regeln: Länge, Abschlagbereich und Regel 6.2b

Die Golfregeln legen genau fest, wie ein Tee aussehen und wo der Ball aufgeteet werden darf.

Zum Aussehen: Ein Tee darf höchstens 4 Zoll (101,6 Millimeter) lang sein. Es darf nicht so gebaut sein, dass es die Spiellinie anzeigt, die Bewegung des Balls beeinflusst oder Ihnen sonst bei Schlag oder Spiel hilft.

Zum Ort: Nach Regel 6.2b muss der Ball beim Abschlag aus dem Abschlagbereich gespielt werden. Das ist ein Rechteck. Seine Vorderkante liegt auf der Verbindungslinie der beiden Abschlagmarkierungen, es ist zwei Schlägerlängen tief. Der Ball muss innerhalb dieses Bereichs liegen, Ihre Füße dürfen außerhalb stehen. Sie dürfen den Ball auf den Boden legen, auf ein Tee setzen oder auf Sand oder einen anderen Naturstoff, der auf dem Boden aufgehäuft ist.

Spielen Sie aus dem falschen Bereich ab, gibt es im Zählspiel zwei Strafschläge, und Sie müssen den Schlag aus dem richtigen Bereich wiederholen.

Die richtige Tee-Höhe: Driver, Holz und Eisen

Wie hoch das Tee steckt, verändert Abflugwinkel, Spin und Treffgefühl. Eine feste Zahl gibt es nicht, aber einige bewährte Regeln:

Steckt das Tee zu hoch, treffen Sie den Ball oberhalb der Mitte der Schlagfläche. Der Ball steigt dann steil auf und fliegt kurz, im Extremfall ist er ein „Himmelsball“. Steckt es zu niedrig, trifft der Driver zu stark von oben, der Ball fliegt flach und gerät schnell in den Boden.

Material und Länge: Holz, Kunststoff, Gummi

Es gibt Tees aus verschiedenen Materialien, die sich im Alltag unterschiedlich verhalten:

Üblich sind Längen von etwa 40 bis 85 Millimetern. Kurze Tees von etwa 40 bis 55 Millimetern sind für Eisen und Hybride gedacht, lange Tees von etwa 70 bis 85 Millimetern für den Driver. Die Maße unterscheiden sich je nach Hersteller und Form des Kopfs. Ein flacher, breiter Kopf bietet dem Ball eine stabilere Auflage. Ein schmaler Kopf verringert den Kontakt und damit Reibung.

Die Regeln gelten für alle Materialien: Mehr als 4 Zoll Länge sind nicht erlaubt.

Ball fällt vom Tee: Was jetzt gilt

Es kommt vor, dass der Ball beim Ansprechen vom Tee fällt, zum Beispiel durch einen Windstoß oder weil Sie ihn mit dem Schläger berühren. Die Regel 6.2b ist hier klar und für Einsteiger angenehm:

Diese Regel gilt nur im Abschlagbereich, solange der Ball dort noch nicht im Spiel ist. Außerhalb davon wird ein Ball, der sich bewegt, nach anderen Regeln behandelt.

Herkunft: Woher kommt das Golftee?

Früher legten Golfer den Ball auf ein kleines Häufchen Sand oder Erde, das sie selbst formten. An vielen Plätzen standen dafür Sandkästen neben dem Abschlag. Die Herkunft des Wortes Tee ist nicht eindeutig geklärt.

Das erste Patent auf ein Golftee erhielt der amerikanische Zahnarzt Dr. George Franklin Grant am 12. Dezember 1899. Sein Tee bestand aus einem Holzstift mit einem flexiblen Gummiaufsatz. Er brachte es nie in den Handel und gab die Prototypen an Familie und Freunde weiter.

Den Durchbruch brachte ein anderer Zahnarzt, William Lowell. Sein „Reddy Tee“ aus Holz mit rot lackierter Spitze entstand 1921 und wurde in den 1920er Jahren erfolgreich vermarktet. Danach setzten sich Tees aus Holz und später aus Kunststoff in der ganzen Golfwelt durch. Heute ist das Tee ein günstiges Verbrauchsmaterial, das in jede Golftasche gehört.

Typische Fehler und Tipps beim Tee

Beim Aufteen passieren oft die gleichen Fehler:

Als Faustregel gilt: Wenn Sie den Ball gut treffen, behalten Sie die Höhe bei. Ändern Sie immer nur eine Sache und prüfen Sie das Ergebnis über mehrere Schläge.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Die richtige Tee-Höhe lässt sich am besten auf der Range ausprobieren. Die TrackMan Range der Golf Lounge Resort Hamburg hat 32 überdachte Abschlagplätze auf zwei Ebenen. Bei der Mattenbuchung fährt der Tee zu Beginn automatisch hoch und nach genau 60 Minuten wieder herunter. An jeder Matte misst TrackMan unter anderem Abflugwinkel, Carry und Ballgeschwindigkeit, sodass Sie die Wirkung Ihrer Einstellung direkt sehen.

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Häufige Fragen

Was ist ein Tee beim Golf?

Ein Tee ist ein kleiner Stift aus Holz, Kunststoff oder Gummi, auf den der Ball beim Abschlag gelegt wird. Das Wort bezeichnet außerdem den Abschlagbereich, von dem jedes Loch beginnt. Ein Tee darf nur beim Spielen aus dem Abschlagbereich benutzt werden, danach wird der Ball gespielt, wie er liegt.

Wie hoch soll das Tee beim Driver stecken?

Als Faustregel steht beim Driver die Hälfte des Balls über der Oberkante des Schlägerkopfs. So trifft der Driver den Ball leicht im Aufwärtsschwung. Bei Eisen steckt der Ball fast auf dem Boden. Wie hoch es genau passt, hängt vom Schwung ab. Prüfen Sie die Wirkung mit Abflugwinkel und Carry.

Wie lang darf ein Golftee sein?

Nach den Golfregeln darf ein Tee höchstens 4 Zoll lang sein, das sind 101,6 Millimeter. Es darf nicht die Spiellinie anzeigen und den Ball nicht unzulässig beeinflussen. Gebräuchliche Tees sind meist zwischen 40 und 85 Millimeter lang, kürzere für Eisen, längere für den Driver.

Was gilt, wenn der Ball vom Tee fällt?

Fällt der Ball vom Tee, bevor Sie einen Schlag gemacht haben, dürfen Sie ihn ohne Strafe wieder aufteen, überall im Abschlagbereich. Schlagen Sie nach dem Ball, während er fällt oder nachdem er gefallen ist, zählt der Schlag, und es gibt keine Strafe. Ein Luftschlag wird also mitgezählt.

Darf man im Fairway ein Tee benutzen?

Nein. Ein Tee dürfen Sie nur beim Abschlag des Lochs aus dem Abschlagbereich benutzen. Auf dem Fairway, im Rough und auf dem Grün wird der Ball gespielt, wie er liegt. Auf der Driving Range und bei Übungsschlägen auf dem Übungsgelände dürfen Sie ein Tee jederzeit verwenden.

Stand: Oktober 2026

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