Golf-Lexikon
Eisen
Kurz erklärt
Eisen sind Golfschläger mit Metallkopf und geneigter Schlagfläche für Schläge aus dem Fairway, dem Rough und zum Grün. Sie sind nummeriert, meist von 3 bis 9. Je höher die Nummer, desto kürzer der Schläger, desto größer der Loft und desto kürzer die Flugstrecke. Das Eisen 7 gilt als Standardschläger.
Eisen im Golf: Bedeutung und Nummern
Eisen sind die vielseitigste Schlägergruppe im Bag. Mit ihnen spielen Golfer Schläge vom Fairway, aus dem leichten Rough, vom kurzen Abschlag auf Par-3-Bahnen und Annäherungen aufs Grün. Der Name stammt aus der Zeit, als die Köpfe aus Eisen geschmiedet wurden. Heute bestehen sie meist aus Stahl.
Eisen sind nummeriert, üblich sind die Nummern 3 bis 9. Dazu kommen die Wedges, etwa das Pitching Wedge, das oft zum Eisensatz gehört. Grundsätzlich gilt: Je höher die Nummer, desto kürzer ist der Schaft, desto größer ist der Loft, also die Neigung der Schlagfläche, und desto höher und kürzer fliegt der Ball.
Golfer teilen Eisen oft in drei Gruppen ein:
- Lange Eisen (3 und 4): schwer zu spielen, wenig Loft, werden heute oft durch Hybride ersetzt
- Mittlere Eisen (5, 6 und 7): der Kern des Satzes
- Kurze Eisen (8, 9 und Pitching Wedge): hoher Ballflug, gute Kontrolle
Die Grenzen sind fließend und hängen von Hersteller und Satz ab.
Loft, Länge und Weite: so unterscheiden sich die Eisen
Zwei Zahlen bestimmen, wie ein Eisen fliegt: der Loft und die Länge.
Loft: Zwischen benachbarten Eisen liegen meist etwa drei bis fünf Grad. Früher lag der Loft eines Eisens 7 oft bei etwa 34 bis 36 Grad. Viele moderne Sätze haben stärkere Lofts, bei manchen Modellen liegt das Eisen 7 um 28 bis 31 Grad. Das Eisen fliegt dadurch weiter, trägt aber trotzdem die Nummer 7. Vergleichen Sie deshalb Sätze nicht nur nach der Nummer.
Länge: Zwischen zwei Eisen liegt meist etwa ein halber Zoll, also gut ein Zentimeter. Das Eisen 7 ist bei Männern häufig um 37 Zoll lang, etwa 94 Zentimeter.
Weite: Jedes Eisen hat eine eigene Distanz. Als Richtwert tragen Spieler der PGA Tour den Ball mit dem Eisen 7 laut veröffentlichten TrackMan-Durchschnitten rund 155 bis 160 Meter weit. Bei Hobbygolfern ist die Weite deutlich geringer. Als Faustregel liegen zwischen zwei Eisen etwa 10 bis 15 Meter. Ihre eigenen Werte messen Sie am besten mit einem Launch Monitor und halten sie in einer Schlagweiten-Tabelle fest.
Das Eisen 7: der Standardschläger
Das Eisen 7 liegt in der Mitte des Satzes. Es ist ein guter Kompromiss aus Länge, Loft und Kontrolle. Deshalb beginnen viele Trainer den Unterricht mit dem Eisen 7, und viele Golfer vergleichen ihre Weiten mit diesem Schläger.
Das Eisen 7 eignet sich für:
- Schläge vom Fairway aus mittlerer Entfernung
- Par-3-Bahnen von kurzer bis mittlerer Länge
- Übungen auf der Range, um Technik und Rhythmus zu schulen
Wer neu beginnt, lernt am Eisen 7, den Ball sauber zu treffen, bevor er sich an die langen Schläger wagt. Der Schaft ist kurz genug, um den Treffpunkt zu halten, und der Loft hilft dem Ball in die Luft.
Auch für Messungen ist das Eisen 7 beliebt. Zum Beispiel vergleichen Hersteller und Auswertungen ihre Werte oft mit diesem Schläger. Wenn Sie wissen, wie weit Ihr Eisen 7 fliegt, können Sie die Weiten der anderen Eisen grob ableiten.
Praxisbeispiel: Annäherung mit dem passenden Eisen
Stellen Sie sich ein Par-4-Loch mit 340 Metern Länge vor. Ihr Abschlag fliegt 190 Meter weit und liegt mitten auf dem Fairway. Bis zur Fahne sind es noch 150 Meter. Das Grün ist groß, vor dem Grün liegt ein Bunker bei 125 Metern.
Sie kennen Ihre Weiten. Ihr Eisen 6 trägt den Ball im Schnitt 135 Meter, Ihr Eisen 5 etwa 145 Meter. Für 150 Meter ist das Eisen 5 knapp, aber der Ball rollt noch ein Stück aus. Sie wählen das Eisen 5 und zielen auf die Mitte des Grüns. Der Ball landet vor der Fahne und rollt bis auf zehn Meter an das Loch.
Hätten Sie das Eisen 7 gewählt, wäre der Ball vermutlich im Bunker gelandet. Das Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, die eigenen Weiten zu kennen. Dann entscheiden Sie die Schlägerwahl nach den Hindernissen und nicht nach dem Gefühl. Ein Par ist hier leicht möglich: Zwei Putts aus zehn Metern ergeben vier Schläge.
Einen Eisensatz zusammenstellen: Wie viele Eisen brauchen Sie?
Im Bag dürfen höchstens 14 Schläger liegen (Regel 4.1b). Ein häufiger Aufbau sieht so aus:
- Driver und Fairwayholz 3
- ein oder zwei Hybride
- Eisen 5 bis 9 und Pitching Wedge
- Gap Wedge, Sand Wedge und Lob Wedge
- Putter
Das sind 13 bis 14 Schläger. Viele Hobbygolfer verzichten auf die Eisen 3 und 4 und spielen stattdessen Hybride, weil diese leichter zu treffen sind. Auch ein Eisen 5 wird oft durch ein Hybrid ersetzt.
Einsteiger starten oft mit einem Halbsatz oder Einsteigerset. Ein Halbsatz enthält meist nur jedes zweite Eisen, etwa 5, 7, 9 und Pitching Wedge. Das genügt, um zu lernen. Später lässt sich der Satz ergänzen.
Beim Zusammenstellen achten Sie auf gleichmäßige Abstände in der Weite. Wenn zwei Schläger fast gleich weit fliegen, belegt einer einen Platz im Bag, ohne etwas zu bringen. Mehr dazu finden Sie bei der Schlagweiten-Tabelle.
Typische Fehler mit den Eisen
Bei Eisenschlägen passieren immer wieder dieselben Fehler.
- Fette Schläge: Der Schläger trifft den Boden vor dem Ball. Häufige Ursachen sind, dass das Gewicht zu lange auf dem hinteren Fuß bleibt oder die Handgelenke im Abschwung zu früh aufklappen. Der Ball fliegt kurz.
- Getoppte Bälle: Der Schläger trifft den Ball am oberen Rand. Ursache ist oft ein Aufrichten des Körpers im Schwung.
- Ball zu weit vorn oder hinten: Bei den kurzen und mittleren Eisen liegt der Ball etwa in der Mitte des Stands. Bei längeren Eisen rückt er etwas nach vorn.
- Schlag von unten nach oben: Beim Eisen trifft der Schläger den Ball im leichten Abwärtsschwung. Das Divot entsteht erst nach dem Ball.
- Immer dasselbe Eisen: Wer nur das Eisen 7 übt, ist bei den langen und kurzen Schlägern unsicher.
Ein Trainer erkennt solche Fehler meist nach wenigen Schlägen.
Tipps: So spielen Sie Eisen sicherer
Mit einigen Grundlagen werden Ihre Eisenschläge stabiler.
- Treffen Sie den Ball zuerst: Der Schläger berührt zuerst den Ball und danach den Boden. Das Divot liegt vor dem Ball in Zielrichtung.
- Halten Sie ein ruhiges Tempo: Rhythmus ist wichtiger als Kraft.
- Achten Sie auf die Ballposition: Mittlere Eisen etwa in der Mitte des Stands, längere etwas weiter vorn.
- Wählen Sie den Schläger nach Ihren Weiten: Messen Sie Ihre Carry-Weiten und notieren Sie sie.
- Üben Sie mit Ziel: Suchen Sie sich für jeden Schlag ein Ziel auf der Range.
- Prüfen Sie den Schaft: Flex und Länge sollten zu Ihnen passen.
Wenn Sie neue Eisen kaufen, vergleichen Sie Loft, Länge und Schaft. Ein Fitting hilft, den passenden Satz zu finden. Und lassen Sie sich von einem Trainer zeigen, wie Sie die Eisen sauber treffen.
Ausprobieren in der Golf Lounge
Auf der TrackMan Range der Golf Lounge liegen an jeder Matte drei Eisen bereit, passend für Rechts- oder Linkshänder. Es gibt 32 überdachte Abschlagplätze auf zwei Ebenen, an jedem Platz misst TrackMan unter anderem Carry und Total Meters, Abflugwinkel und Ballgeschwindigkeit. Die Range ist beheizbar und ganzjährig nutzbar. So ermitteln Sie Ihre Weiten mit den Eisen und halten sie in einer eigenen Tabelle fest.
Häufige Fragen
Was sind Eisen beim Golf?
Eisen sind Golfschläger mit Metallkopf und geneigter Schlagfläche für Schläge vom Fairway, aus dem Rough und zum Grün. Sie sind meist von 3 bis 9 nummeriert. Je höher die Nummer, desto kürzer der Schläger, desto größer der Loft und desto kürzer fliegt der Ball. Das Eisen 7 gilt als Standardschläger.
Wie weit schlägt man mit dem Eisen 7?
Das hängt vom Spieler ab. Als Richtwert tragen Spieler der PGA Tour den Ball mit dem Eisen 7 laut TrackMan-Durchschnitten rund 155 bis 160 Meter. Hobbygolfer schlagen deutlich kürzer. Zudem haben moderne Sätze oft stärkere Lofts als ältere. Am besten messen Sie Ihre eigene Weite mit einem Launch Monitor und notieren den Durchschnitt.
Welche Eisen brauche ich als Einsteiger?
Für den Anfang genügt ein Halbsatz, etwa Eisen 5, 7, 9 und Pitching Wedge. Die langen Eisen 3 und 4 sind schwer zu treffen, viele Spieler nutzen stattdessen ein Hybrid. Später lässt sich der Satz ergänzen. Wichtig sind gleichmäßige Weitenabstände und ein Schaft, der zu Ihrem Tempo passt.
Wie viele Eisen gehören in ein Golfbag?
Im Bag dürfen höchstens 14 Schläger liegen. Ein häufiger Aufbau besteht aus Driver, Fairwayholz, ein bis zwei Hybriden, den Eisen 5 bis 9, Pitching Wedge, zwei bis drei Wedges und einem Putter. Wie viele Eisen Sie tatsächlich mitnehmen, hängt von Ihrem Spiel ab.
Was ist der Unterschied zwischen Eisen und Hybrid?
Ein Hybrid verbindet Eigenschaften von Holz und Eisen. Er hat einen breiteren, tieferen Kopf und lässt sich oft leichter treffen als ein langes Eisen. Viele Golfer ersetzen deshalb die Eisen 3 und 4 durch Hybride. Eisen bleiben bei kürzeren Distanzen und für präzise Annäherungen die erste Wahl.
Stand: Oktober 2026