Golf-Lexikon
Aufbau eines Golfplatzes
Kurz erklärt
Ein Golfplatz besteht aus neun oder achtzehn Bahnen. Jede Bahn führt vom Abschlag über das Fairway zum Grün mit dem Loch und wird von Rough, Bunkern und manchmal Wasser begleitet. Diese Themenseite erklärt für Einsteiger alle Bestandteile, ordnet sie den fünf Bereichen der Golfregeln zu und verweist auf die ausführlichen Lexikon-Einträge zu jedem einzelnen Begriff. So sehen Sie Plan, Zonen und Begriffe einmal im Zusammenhang.
Der Golfplatz im Überblick
Ein Golfplatz ist in Bahnen gegliedert. Jede Bahn, auch Loch genannt, ist ein eigener Spielabschnitt mit Abschlag, Spielfläche und Grün. Üblich sind 18 Bahnen. Daneben gibt es 9-Loch-Plätze und Kurzplätze. Die Bahnen unterscheiden sich in Länge, Form und Schwierigkeit. Gemeinsam bilden sie die Runde, die Sie von Bahn 1 bis zur letzten Bahn spielen.
Die Golfregeln 2023 teilen den Platz in fünf Bereiche ein, die in Regel 2.2 beschrieben sind: das allgemeine Gelände, den Abschlagbereich, Penalty Areas, Bunker und das Grün. In der offiziellen deutschen Regelfassung heißt das allgemeine Gelände kurz „Gelände“. Zum allgemeinen Gelände gehören alle Flächen, die keiner der vier anderen Zonen zugeordnet sind, also Fairway, Rough und Bäume. Diese Einteilung ist wichtig, weil in jedem Bereich eigene Regeln für Erleichterung und Verhalten gelten.
Außerhalb des Spielfelds liegt das Aus. Es wird meist durch weiße Pfähle oder Linien markiert. Ein Ball im Aus darf nicht gespielt werden. Eine ausführliche Erklärung der Wertung finden Sie bei den Einträgen zum Aus und zu den Strafschlägen.
Aufbau einer Bahn: vom Abschlag zum Loch
Jede Bahn folgt demselben Grundmuster. Sie beginnen am Abschlag, einer gepflegten Fläche, auf der Sie den Ball auf ein Tee legen. Das Fairway ist die kurz gemähte Bahn, die zum Grün führt. Beiderseits liegt das Rough, höher gewachsenes Gras, in dem der Ball schwerer zu spielen ist. Vor dem Grün liegt oft ein kurzer Streifen, das Vorgrün, bevor die glatte Fläche des Grüns beginnt.
Das Grün ist der Bereich rund um das Loch. Das Gras ist dort sehr kurz geschnitten, damit der Ball rollen kann. Im Loch steckt die Fahne, damit Sie das Ziel schon von weitem sehen. Das Loch hat einen Durchmesser von 108 Millimetern und eine Mindesttiefe von rund zehn Zentimetern.
Der Weg einer typischen Par-4-Bahn: Abschlag mit dem Driver, zweiter Schlag mit einem Eisen aufs Grün, dann einlochen mit dem Putter. Dazwischen können Hindernisse liegen, die die Strategie beeinflussen. Auf manchen Bahnen führt das Fairway in einer Kurve zum Grün. Das nennt man Dogleg.
Hindernisse und Sonderzonen
Neben der Spielfläche gibt es Zonen, die den Spielverlauf beeinflussen. Dazu gehören Bunker, Penalty Areas und manchmal geschützte Biotope.
- Bunker: mit Sand gefüllte Mulden, die bewusst als Hindernis angelegt sind. Der Ball darf gespielt werden, aber mit Einschränkungen: Vor dem Schlag dürfen Sie den Sand nicht testen und nicht mit dem Schläger direkt vor oder hinter dem Ball berühren.
- Penalty Area: Wasser oder ein anderes Gebiet, das mit gelben oder roten Pfählen markiert ist. Wer Erleichterung nimmt, erhält einen Strafschlag. Der frühere Begriff dafür war Wasserhindernis.
- Biotop: ein Naturbereich auf dem Platz, der geschützt werden soll. Er ist meist markiert, und in den Platzregeln steht, wie Sie sich verhalten sollen.
- Aus: der Bereich außerhalb der Platzgrenze, weiß markiert.
Wichtig ist, dass Penalty Areas, Bunker und Aus unterschiedlich behandelt werden. Wer die Markierungen kennt, erkennt sofort, welche Regel anzuwenden ist.
Par, Länge und Bahntypen
Jede Bahn hat ein Par, die Zahl der Schläge, die ein sehr guter Spieler für die Bahn erwartungsgemäß braucht. Es gibt Par 3, Par 4 und Par 5. Das Par richtet sich vor allem nach der Länge. Kurze Bahnen sind Par 3, mittlere Par 4, lange Par 5. Häufig liegt das Gesamt-Par eines 18-Loch-Platzes bei 70 bis 72.
Beispiel: Ein 18-Loch-Platz mit vier Par-3-Bahnen, zehn Par-4-Bahnen und vier Par-5-Bahnen hat Par 72. Rechnung: 4 × 3 = 12, 10 × 4 = 40, 4 × 5 = 20. Zusammen sind das 72.
Die Bahnen werden zur Orientierung aufgeteilt. Die ersten neun Bahnen heißen Front Nine, die zweiten neun Back Nine. Jede Bahn hat eine Nummer und einen Handicap-Rang, der angibt, wie schwer sie im Vergleich zu den anderen ist. Beides steht auf der Scorekarte, die Sie beim Start erhalten.
Die wichtigsten Begriffe im Überblick
Die folgenden Begriffe begegnen Ihnen auf jedem Platz. Zu jedem finden Sie einen eigenen Lexikon-Eintrag.
- Abschlag: Startbereich jeder Bahn mit farbigen Markierungen für verschiedene Entfernungen.
- Fairway: kurz gemähte Hauptspielbahn.
- Rough: höheres Gras neben dem Fairway.
- Bunker: Sandhindernis.
- Penalty Area: Wasser oder markierter Bereich mit Strafschlag bei Erleichterung.
- Aus: Gebiet außerhalb der Platzgrenze.
- Grün: Fläche um das Loch, auf der geputtet wird.
- Loch: Ziel der Bahn mit Fahne.
- Dogleg: Bahn mit Knick.
- Biotop: geschützter Naturbereich.
Zusätzlich gibt es Übungsflächen wie Putting Green, Chipping Green und Driving Range. Sie gehören zur Anlage, aber nicht zur Runde. Für Einsteiger lohnt es sich, diese Begriffe einmal gelesen zu haben, bevor es auf den Platz geht.
Einstieg: So lesen Sie einen Platz
Ein Blick auf den Platzplan hilft beim Start. Er zeigt die Reihenfolge der Bahnen, die Länge und das Par. Viele Plätze haben außerdem ein Streckenbuch mit Entfernungen, in dem Hindernisse und Grünformen eingezeichnet sind.
- Orientieren Sie sich an den Abschlagmarkierungen. Für Einsteiger sind meist die vorderen Abschläge passend.
- Planen Sie jede Bahn rückwärts, vom Grün zum Abschlag. So erkennen Sie, wo Sie den Ball sicher ablegen möchten.
- Meiden Sie zunächst Bunker und Wasser. Ein sicherer Schlag auf das Fairway ist oft besser als der längste Schlag.
- Achten Sie auf die Platzordnung und auf Hinweise zu Biotopen und Pflegearbeiten.
- Üben Sie vorher auf Putting Green und Range, um ein Gefühl für Länge und Grüngeschwindigkeit zu bekommen.
Wer den Aufbau eines Platzes versteht, spielt schneller und trifft bessere Entscheidungen. Der Platz verliert damit das Fremde, und die Runde wird zum Vergnügen.
Ausprobieren in der Golf Lounge
In der Golf Lounge Resort Hamburg sehen Sie den Aufbau eines Platzes in drei Stufen. Der 9-Loch-Platz „Schwarz“ hat Par 33, Par-3- und Par-4-Bahnen, Wasserhindernisse, Bunker und geschützte Grüns und ist mit DGV-Platzreife bespielbar. Der 6-Loch-Kurzplatz „Rot“ kommt ohne Platzreife aus, und der 9-Loch Putt Course „Blau“ ist ein Minigolf-Spaß für alle Altersgruppen. Dazu gibt es eine Academy Area mit Abschlagmatten sowie eine Putt- und Chip-Area.
Häufige Fragen
Wie ist ein Golfplatz aufgebaut?
Ein Golfplatz besteht aus neun oder achtzehn Bahnen. Jede Bahn beginnt am Abschlag, führt über das Fairway zum Grün und endet im Loch. Daneben liegen Rough, Bunker und manchmal Wasser. Die Golfregeln teilen den Platz in fünf Bereiche ein: allgemeines Gelände, Abschlagbereich, Penalty Areas, Bunker und Grün.
Welche Bestandteile hat ein Golfplatz?
Die wichtigsten Bestandteile sind Abschlag, Fairway, Rough, Bunker, Penalty Area, Grün und Loch. Dazu kommen das Aus als Platzgrenze und oft Biotope als Naturschutzzonen. Außerhalb der Runde liegen Übungsflächen wie Putting Green, Chipping Green und Driving Range.
Was bedeutet Par bei einer Bahn?
Par ist die Zahl der Schläge, die ein sehr guter Spieler für die Bahn erwartungsgemäß braucht. Es gibt Par 3, Par 4 und Par 5, abhängig von der Länge. Das Gesamt-Par eines 18-Loch-Platzes liegt häufig bei 70 bis 72. Wer unter Par bleibt, spielt ein sehr gutes Ergebnis.
Wie groß ist ein Golfloch?
Das Loch hat einen Durchmesser von 108 Millimetern und eine Tiefe von mindestens rund zehn Zentimetern. Es sitzt auf dem Grün und trägt eine Fahne, damit Sie das Ziel schon von weitem sehen. Die Lage des Lochs wird auf vielen Plätzen regelmäßig verändert, damit das Grün gleichmäßig beansprucht wird.
Was ist der Unterschied zwischen Rough und Fairway?
Das Fairway ist die kurz gemähte Hauptspielbahn, auf der der Ball gut liegt und leicht zu schlagen ist. Das Rough ist höheres Gras neben dem Fairway. Dort liegt der Ball tiefer, und der Schläger hat mehr Widerstand. Beide gehören zum allgemeinen Gelände der Golfregeln.
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- Bunker Ein Bunker ist ein bewusst angelegter, mit Sand gefüllter Bereich auf dem Golfplatz, meist eine Mulde. Er zählt als eigener Bereich der Golfregeln. Sie dürfen …
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Stand: Oktober 2026