Stimpmeter (Grüngeschwindigkeit)

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Stimpmeter (Grüngeschwindigkeit)

Kurz erklärt

Das Stimpmeter ist ein Messgerät, das die Geschwindigkeit eines Grüns bestimmt. Eine geneigte Rinne lässt einen Ball immer mit gleichem Tempo abrollen. Die Strecke, die er auf ebenem Grün rollt, ergibt den Stimp-Wert in Fuß. Ein Wert von 10 bedeutet etwa drei Meter Rollweg. Je höher die Zahl, desto schneller das Grün.

Stimpmeter: Bedeutung einfach erklärt

Jedes Grün rollt anders. Auf manchen Grüns läuft der Ball lange und gleichmäßig, auf anderen bremst der Rasen ihn schnell. Damit Golfer und Greenkeeper darüber nicht nur gefühlsmäßig sprechen, gibt es das Stimpmeter. Es misst die Grüngeschwindigkeit als Zahl.

Das Gerät ist eine schmale Schiene mit einer Rille, in der ein Golfball liegt. Wird die Schiene angehoben, rollt der Ball aus einer Kerbe herunter, immer mit demselben Tempo. Danach rollt er über das Grün und bleibt irgendwann liegen. Die Strecke bis dorthin, in Fuß gemessen, ist der Stimp-Wert. Ein Fuß entspricht etwa 30,5 Zentimetern.

So bedeutet ein Stimp von 10, dass der Ball etwa 10 Fuß rollt, also rund 3 Meter. Ein Wert von 8 steht für ein langsames Grün, ein Wert von 12 für ein schnelles. Im Alltag sagen Golfer deshalb auch „Das Grün stimpt 10“. Das Wort Stimp ist die Kurzform des Gerätenamens.

Geschichte: Wer hat das Stimpmeter erfunden?

Das Stimpmeter geht auf Edward S. Stimpson zurück, einen Amateurgolfer aus Massachusetts. Der Überlieferung nach sah er 1935 bei den US Open in Oakmont, wie ein Putt wegen sehr schneller Grüns weit über das Ziel hinaus rollte. Er wollte die Geschwindigkeit messbar machen und baute dafür ein Gerät mit einer Rille, die den Ball immer gleich ablaufen ließ. Frühe Versionen bestanden aus Holz.

Lange blieb das Gerät eine Idee für Eingeweihte. 1976 überarbeitete der amerikanische Golfverband USGA die Konstruktion und baute das Gerät aus Aluminium. Im selben Jahr kam es bei der US Open erstmals bei einer nationalen Meisterschaft zum Einsatz. Danach verbreitete es sich unter Greenkeepern und wurde zum Standard.

Heute ist das Stimpmeter in der Golfwelt weit verbreitet. Greenkeeper nutzen es, um die Pflege zu steuern, und Turnierveranstalter, um Grüns vergleichbar zu halten. Die genauen Maße des Geräts legt die USGA fest.

So funktioniert die Messung

Das heutige Stimpmeter ist eine rund 91 Zentimeter lange Aluminiumschiene mit einer V-förmigen Rille. Am einen Ende hat sie eine Kerbe, aus der der Ball startet. Die Kerbe liegt etwa 76 Zentimeter vom schmalen Ende entfernt. Die Schiene wird so angehoben, dass sie etwa 20 Grad geneigt ist. Dann rollt der Ball los.

Das Verfahren läuft in mehreren Schritten ab.

Das Stimpmeter misst nur auf ebener Fläche. Die Hänge eines Grüns erfasst es nicht. Die Messung ist deshalb ein Anhaltspunkt für das Tempo, kein Ersatz für das Gefühl des Spielers.

Typische Stimp-Werte: langsam, mittel, schnell

Die Zahl allein sagt wenig, wenn man sie nicht einordnen kann. Als grobe Orientierung gilt:

Die Werte sind Richtgrößen. Jeder Platz entscheidet selbst, wie schnell seine Grüns sein sollen. Schnelle Grüns sind schwieriger zu spielen und brauchen mehr Pflege. Für Freizeitspieler sind langsamere Grüns oft angenehmer, weil Putts leichter zu dosieren sind und das Spiel flüssiger bleibt.

Welchen Wert ein Grün hat, ändert sich auch von Tag zu Tag. Ein Grün kann morgens bei Tau langsamer sein als nachmittags und nach Regen langsamer als nach einer trockenen Woche. Deshalb zeigt das Stimpmeter immer nur den Zustand zum Zeitpunkt der Messung.

Was die Grüngeschwindigkeit beeinflusst

Mehrere Faktoren bestimmen, wie schnell ein Grün rollt.

Greenkeeper steuern diese Faktoren, um das Tempo gleichmäßig zu halten. Fachleute achten auch darauf, dass die Grüns eines Platzes ähnlich schnell sind. Sonst müsste ein Spieler bei jedem Grün neu umdenken.

Beispiel aus der Praxis: derselbe Putt auf zwei Grüns

Nehmen wir einen Putt von drei Metern auf ebenem Grün. Auf einem Grün mit Stimp 8 schlagen Sie den Ball mit einer bestimmten Stärke, und er rollt drei Meter. Mit genau diesem Schlag rollt der Ball auf einem Grün mit Stimp 11 deutlich weiter, etwa vier Meter. Der Rollweg wächst ungefähr im gleichen Verhältnis wie der Stimp-Wert. Das Ergebnis: Auf dem schnelleren Grün wäre der Putt zu lang.

Umgekehrt gilt das Gleiche. Wer von einem schnellen Grün auf ein langsames wechselt und denselben Schlag spielt, bleibt zu kurz. Bei der Anpassung hilft eine einfache Regel: auf schnellen Grüns kürzer ausholen und sanfter schlagen, auf langsamen Grüns länger ausholen und fester treffen.

Bei Gefälle verstärkt sich der Effekt. Ein Putt bergab auf einem schnellen Grün gilt als besonders schwer, weil der Ball kaum zu stoppen ist. Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel. Sie zeigen, warum Spieler vor der Runde auf dem Übungsgrün das Tempo prüfen.

So stellen Sie sich ein: Spielen Sie vor der Runde einige lange und kurze Putts auf dem Übungsgrün. Üben Sie zuerst die Länge, dann die Richtung, denn das Tempo entscheidet bei den meisten Putts mehr als die Linie. Beobachten Sie auf dem ersten Grün, wie weit Ihre Putts rollen. Wer regelmäßig auf einem Grün spielt, entwickelt ein sicheres Gefühl für dessen Stimp. Die Zahl hilft beim Vergleichen, gelernt wird mit dem Schläger in der Hand.

Abgrenzung: Stimpmeter, Grün und Putting Green

Das Stimpmeter ist ein Messgerät, kein Spielelement und kein Begriff aus den Golfregeln. Die Regeln legen keine bestimmte Grüngeschwindigkeit fest. Wie schnell ein Grün ist, entscheidet der Platz.

Das Grün selbst ist die Fläche, auf der das Loch liegt. Der Stimp-Wert beschreibt seine Eigenschaft, nicht seine Größe oder Form. Die Hänge und Kuppen eines Grüns heißen Konturen. Die Kurve, die ein Putt dadurch nimmt, nennen Golfer Break. Ein Grün kann also schnell und flach sein oder langsam und stark geneigt.

Das Putting Green im Sinne der Übungsfläche ist dagegen die Anlage zum Üben, meist nahe am Clubhaus. Ihr Tempo entspricht häufig dem der Grüns auf dem Platz, aber nicht immer. Fragen Sie im Zweifel nach, ob das Übungsgrün ähnlich schnell ist. Auch Puttingmatten für zuhause rollen unterschiedlich schnell. Hersteller geben dafür oft einen Stimp-Wert an.

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Häufige Fragen

Was ist ein Stimpmeter?

Ein Stimpmeter ist ein Messgerät für die Geschwindigkeit von Grüns. Eine geneigte Rinne lässt einen Ball immer mit gleichem Tempo losrollen. Die Strecke, die der Ball auf ebenem Grün rollt, ergibt den Stimp-Wert in Fuß. Je weiter der Ball rollt, desto schneller ist das Grün. Greenkeeper nutzen das Gerät zur Pflege.

Was bedeutet ein Stimp von 10?

Ein Stimp von 10 bedeutet, dass der Ball nach dem Ablauf vom Stimpmeter auf ebenem Grün etwa 10 Fuß rollt, das sind rund 3 Meter. Als grobe Orientierung gelten Werte um 8 als langsam, um 10 als mittel und ab 12 als schnell.

Wie schnell sind Grüns auf Golfplätzen?

Viele Freizeitgolfer spielen auf Grüns mit Stimp-Werten zwischen etwa 8 und 10. Bei Profiturnieren sind die Grüns häufig schneller, oft bei 12 oder darüber. Jeder Platz entscheidet selbst über das Tempo, und es ändert sich auch mit Wetter und Pflege.

Wer hat das Stimpmeter erfunden?

Das Stimpmeter geht auf Edward S. Stimpson zurück. Der Überlieferung nach entwickelte er es nach den US Open 1935 in Oakmont. Die USGA überarbeitete das Gerät 1976 und setzte es im selben Jahr bei der US Open ein. Danach wurde es zum Standard. Heute nutzen es Greenkeeper weltweit.

Wovon hängt die Geschwindigkeit eines Grüns ab?

Wichtig sind vor allem Schnitthöhe, Mähhäufigkeit, Walzen, Feuchtigkeit, Grasart und Wetter. Je kürzer und trockener das Gras und je glatter die Oberfläche, desto schneller rollt der Ball. Greenkeeper steuern diese Faktoren, um das Tempo gleichmäßig zu halten. Auch Tageszeit und Wind spielen eine Rolle.

Stand: Oktober 2026

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