Grün (Green)

Golf-Lexikon

Grün (Green)

Kurz erklärt

Das Grün, englisch Green, ist die besonders kurz gemähte und gepflegte Fläche rund um das Loch. Hier spielen Sie die letzten Schläge einer Bahn, das Putten. In den englischen Golfregeln heißt sie Putting Green. Auf dem Grün gelten einige Sonderregeln, zum Beispiel dürfen Sie den Ball markieren, aufnehmen und reinigen.

Grün im Golf: Bedeutung einfach erklärt

Jede Bahn endet auf einem Grün. Es ist die Fläche, auf der das Loch mit der Fahne liegt. Das Gras ist hier so kurz geschnitten, dass der Ball gleichmäßig rollt, ohne zu springen. Deshalb benutzen Golfer auf dem Grün in aller Regel den Putter. Vorgeschrieben ist das nicht.

Die Golfregeln definieren das Putting Green als die Fläche der gespielten Bahn, die besonders für das Putten vorbereitet ist, oder die der Platzbetreiber als Grün festgelegt hat. Das gilt auch für ein vorübergehendes Grün, das manche Plätze im Winter einsetzen. Es gibt auf jeder Bahn nur ein Grün, nämlich das der Bahn, die Sie gerade spielen. Ein Grün einer anderen Bahn gilt dagegen als allgemeines Gelände. Liegt Ihr Ball dort, müssen Sie straflos Erleichterung nehmen und dürfen ihn nicht spielen, wie er liegt.

In der Alltagssprache sagen viele Golfer einfach „Green“. Gemeint ist immer dieselbe Fläche. Der Begriff „Putting Green“ steht im Deutschen außerdem für ein Übungsgrün neben dem Clubhaus. Dazu gibt es einen eigenen Eintrag.

Aufbau und Pflege des Grüns

Ein Grün ist die am aufwendigsten gepflegte Fläche des Platzes. Die Greenkeeper mähen es sehr kurz. Als grobe Orientierung gelten je nach Platz und Jahreszeit etwa drei bis vier Millimeter. Das Fairway wird deutlich höher geschnitten, als Orientierung auf etwa einen bis eineinhalb Zentimeter. Zusätzlich walzen, düngen und bewässern die Greenkeeper das Grün regelmäßig, damit die Fläche glatt und fest bleibt.

Grüns sind selten flach. Sie haben Hänge, Kuppen und Mulden. Diese Formen nennen Golfer Konturen. Sie lenken den Ball bei einem Putt zur Seite, den Fachbegriff dafür kennen Sie als Break. Die Größe und die Form der Grüns unterscheiden sich von Platz zu Platz stark.

Rund um das Grün liegt meist ein etwas höher gemähter Ring, das Vorgrün. Dahinter folgen Rough, Bunker oder Wasser. Bunker neben dem Grün schützen es und machen Annäherungsschläge anspruchsvoller. Die Fahne steht im Loch und markiert, wo das Loch heute gerade geschnitten ist.

Regeln auf dem Grün

Auf dem Grün gelten Sonderregeln, die Regel 13 der Golfregeln zusammenfasst. Sie machen das Putten fairer und das Spiel schneller.

Sonst gilt wie überall: Sie spielen den Ball, wie er liegt.

Green in Regulation: die wichtige Statistik

Golfer messen ihre Spielstärke unter anderem mit dem Begriff Green in Regulation, kurz GIR. Ein Grün gilt als in Regulation getroffen, wenn der Ball nach höchstens Par minus zwei Schlägen auf dem Grün liegt. Auf einem Par 4 sind das zwei Schläge, auf einem Par 3 ein Schlag und auf einem Par 5 drei Schläge.

Der Hintergrund: Das Par rechnet für das Putten zwei Schläge ein. Wer in Regulation aufs Grün kommt, hat also zwei Putts für ein Par zur Verfügung. Liegt der Ball dagegen erst später auf dem Grün, müssen Sie mit dem Kurzspiel retten.

Bei Spielern mit hohem Handicap landet der Ball selten in Regulation auf dem Grün. Für sie ist ein Par oft schon ein sehr gutes Ergebnis. Die GIR-Quote steigt mit der Spielstärke. Wer sie mitzählt, erkennt, wie gut seine Schläge ins Grün funktionieren. Die Statistik ist ein Hilfsmittel und sollte nicht über den Spaß am Spiel gestellt werden.

Beispiel aus der Praxis: Par 4 auf das Grün

Sie spielen ein Par-4-Loch mit 330 Metern. Der Abschlag landet auf dem Fairway, der zweite Schlag aus 120 Metern auf dem Grün, 8 Meter vom Loch entfernt. Das ist ein Grün in Regulation, denn Sie liegen nach zwei Schlägen auf dem Grün.

Nun putten Sie zweimal. Der erste Putt bleibt 60 Zentimeter vor dem Loch liegen, der zweite fällt. Sie haben vier Schläge gebraucht, also ein Par. Mit nur einem Putt wäre es ein Birdie gewesen. Mit drei Putts wäre es ein Bogey.

Ein anderer Verlauf: Der zweite Schlag landet im Bunker vor dem Grün. Sie spielen den Ball aus dem Sand aufs Grün, zwei Putts folgen. Sie haben fünf Schläge gebraucht, ein Bogey. In diesem Fall wurde das Grün nicht in Regulation getroffen.

Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel. Es zeigt, wie stark Ihr Ergebnis von den Schlägen auf und um das Grün abhängt.

Etikette auf dem Grün

Weil das Grün besonders empfindlich ist, gelten dort feste Umgangsformen.

Greenkeeper investieren viele Stunden in die Pflege der Grüns. Mit etwas Rücksicht helfen Sie, sie in gutem Zustand zu halten.

Abgrenzung: Grün, Vorgrün, Putting Green und Loch

Das Grün ist der besonders kurz gemähte Bereich auf der Bahn. Es endet dort, wo die kurze Mahd endet. Rundherum liegt das Vorgrün, das etwas länger geschnitten ist. Es gehört nicht zum Grün und zählt zum allgemeinen Gelände. Dort gelten die Sonderregeln des Grüns nicht. Sie dürfen den Ball zum Beispiel nicht markieren und reinigen. Sie spielen ihn, wie er liegt. Sie dürfen aber aus dem Vorgrün jeden Schläger einsetzen, auch den Putter.

Das Putting Green im Sinne der Übungsfläche ist dagegen eine Anlage zum Üben. Es hat meist mehrere Löcher und liegt nahe am Clubhaus. Das Chipping Green dient dem Üben kurzer Schläge rund ums Grün.

Das Loch ist nur die Öffnung auf dem Grün. Es hat 108 Millimeter Durchmesser. Die Fahne steht darin und markiert es. Das Grün ist also die Fläche, das Loch ist das Ziel auf dieser Fläche.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Wie Sie auf ein Grün spielen und dort putten, üben Sie am besten auf dem 9-Loch-Platz „Schwarz“ des Golf Lounge Resort Hamburg. Er hat Par 33, Par-3- und Par-4-Bahnen, dazu Wasserhindernisse, Bunker und geschützte Grüns. Mit Platzreife (DGV) ist er bespielbar und von April bis Dezember geöffnet. Pro Tee-Time sind bis zu vier Spieler möglich, Tee-Times buchen Sie online.

9-Loch-Platz ansehen

Häufige Fragen

Was ist ein Green beim Golf?

Das Green, auf Deutsch Grün, ist die besonders kurz gemähte Fläche am Ende jeder Bahn, auf der das Loch mit der Fahne liegt. Hier putten Sie den Ball ins Loch. Die Golfregeln nennen die Fläche Putting Green und regeln dort einige Besonderheiten, etwa das Markieren und Reinigen des Balls.

Was darf ich auf dem Grün, was sonst nicht erlaubt ist?

Auf dem Grün dürfen Sie den Ball markieren, aufnehmen und reinigen, Pitchmarken und andere Schäden reparieren und Sand sowie losen Boden entfernen. Außerdem dürfen Sie die Puttlinie berühren, wenn Sie sie nicht verbessern. Auch bei einem Treffer der Fahne gibt es keinen Strafschlag.

Was bedeutet Green in Regulation?

Green in Regulation, kurz GIR, heißt, dass der Ball nach höchstens Par minus zwei Schlägen auf dem Grün liegt. Auf einem Par 4 sind das zwei Schläge. Das Par plant für das Putten zwei Schläge ein, deshalb bietet ein GIR die Chance auf Par oder besser.

Wie kurz ist das Gras auf dem Grün?

Grüns werden besonders kurz gemäht, als grobe Orientierung je nach Platz und Jahreszeit auf etwa drei bis vier Millimeter. Das ist deutlich kürzer als auf dem Fairway. Dadurch rollt der Ball gleichmäßig. Die genaue Schnitthöhe legt jeder Platz selbst fest, und im Winter kann etwas höher gemäht werden.

Was ist der Unterschied zwischen Grün und Vorgrün?

Das Grün ist die besonders kurz gemähte Fläche mit dem Loch. Das Vorgrün ist ein etwas länger gemähter Ring darum herum. Es gehört zum allgemeinen Gelände. Dort gelten die Sonderregeln des Grüns nicht, Sie dürfen aber jeden Schläger verwenden, auch den Putter.

Stand: Oktober 2026

Zurück zum Golf-Lexikon