Kurzplatz (Par-3-Platz, Pitch & Putt)

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Kurzplatz (Par-3-Platz, Pitch & Putt)

Kurz erklärt

Ein Kurzplatz ist ein Golfplatz mit deutlich kürzeren Bahnen als ein klassischer 18-Loch-Platz. Dazu zählen reine Par-3-Plätze, Pitch-and-Putt-Anlagen mit sehr kurzen Löchern und Executive Courses mit überwiegend Par-3- und einigen Par-4-Bahnen. Eine Runde dauert weniger lang, und Einsteiger finden hier einen leichten Zugang zum Golf.

Was ist ein Kurzplatz beim Golf?

Ein klassischer Golfplatz hat 18 Löcher mit Par-3-, Par-4- und Par-5-Bahnen und ist oft mehrere Kilometer lang. Eine Runde dauert dort leicht vier Stunden oder mehr. Ein Kurzplatz verkürzt dieses Erlebnis. Die Bahnen sind kürzer, häufig gibt es weniger Löcher, und Sie brauchen nur einen Teil Ihrer Schläger.

Der Begriff Kurzplatz ist nicht streng festgelegt. Im Alltag fasst man darunter verschiedene Platztypen zusammen:

Allen gemeinsam ist der Fokus auf das kurze Spiel. Annäherung, Chip und Putt entscheiden hier über den Score. Genau diese Schläge machen auch auf langen Plätzen einen großen Teil aller Schläge aus.

Pitch and Putt: Golf auf kleinstem Raum

Pitch and Putt ist die kürzeste Form des Kurzplatzes. Der Name beschreibt das Spiel: Mit einem Pitch geht es auf das Grün, mit einem oder zwei Putts ins Loch. Pitch and Putt Golf ist zum Beispiel in Irland weit verbreitet und wird dort auch als eigene Sportart mit Wettkämpfen gespielt.

Die internationalen Pitch-and-Putt-Verbände haben dafür feste Vorgaben. Danach ist ein Loch höchstens 90 Meter lang, ein 18-Loch-Platz insgesamt höchstens 1.200 Meter. Erlaubt sind maximal drei Schläger, einer davon ein Putter.

Viele Anlagen außerhalb dieser Verbände nutzen den Begriff lockerer. Dort steht „Pitch and Putt“ allgemein für sehr kurze Löcher, auf denen Familien, Einsteiger und Freizeitspieler ohne großen Aufwand spielen können. Für einen ersten Eindruck vom Golf ist das ideal: Die Distanzen sind überschaubar, und schon nach wenigen Löchern stellen sich Erfolgserlebnisse ein.

Par-3-Platz und Executive Course

Ein Par-3-Platz besteht nur aus Par-3-Löchern. Die Bahnen sind meist länger als beim Pitch and Putt, sodass Sie neben Wedges auch mittlere und kurze Eisen brauchen. Vom Abschlag geht es direkt auf das Grün. Es gibt keinen langen Drive und kein Fairway im klassischen Sinn, aber oft Bunker, Wasser oder modellierte Grüns, die Präzision verlangen.

Der Executive Course ist ein Begriff aus dem englischsprachigen Raum. Er bezeichnet einen kompakten Platz mit überwiegend Par-3-Bahnen und einigen Par-4-Löchern, gelegentlich auch einem Par 5. Die Gesamt-Par-Zahl liegt dadurch deutlich unter der eines klassischen Platzes. Der Name wird meist damit erklärt, dass solche Plätze Berufstätigen eine vollständige Runde in kurzer Zeit ermöglichen sollten.

Executive Courses fühlen sich schon wie ein „richtiger“ Golfplatz an. Sie sind eine gute Zwischenstufe zwischen Kurzplatz und 9- oder 18-Loch-Platz.

Vorteile: Für wen eignet sich ein Kurzplatz?

Kurzplätze sind beliebt, weil sie Golf einfacher und schneller machen. Die wichtigsten Vorteile:

Auch erfahrene Golfer nutzen Kurzplätze gern, etwa zum Aufwärmen vor einer längeren Runde, für eine schnelle Runde am Abend oder um gezielt an Annäherungen zu arbeiten. Wer Probleme mit Schlägen unter 100 Metern hat, findet auf einem Kurzplatz das ideale Trainingsfeld unter echten Bedingungen.

Kurzplatz, Platzreife und Handicap

Ob Sie für einen Kurzplatz eine Platzreife brauchen, legt jede Golfanlage selbst fest. Viele Kurzplätze in Deutschland sind ausdrücklich ohne Platzreife bespielbar und richten sich an Neulinge. Grundkenntnisse der Etikette und der Sicherheit sind trotzdem wichtig, zum Beispiel erst abzuschlagen, wenn vorne niemand mehr in Reichweite ist.

Für das Handicap ist entscheidend, ob ein Platz offiziell bewertet ist. Vorgabewirksam spielen können Sie nur auf Plätzen mit Course Rating und Slope Rating. Seit 2024 liegt die Mindestlänge für bewertete Plätze in Deutschland bei 688 Metern je neun Löcher, vorher waren es 1.375 Meter. Deshalb können heute auch manche Kurzplätze ein Course Rating haben. Viele reine Par-3- und Pitch-and-Putt-Anlagen haben trotzdem keine solche Bewertung. Runden dort zählen dann nicht für Ihren Handicap-Index, sind aber ein hervorragendes Training.

Welche Regeln auf einem Kurzplatz gelten, zeigt meist ein Schild am ersten Abschlag oder die Scorekarte. Grundsätzlich gelten die normalen Golfregeln. Manche Anlagen ergänzen sie um eigene Platzregeln, etwa zur Begrenzung der Schlagzahl pro Loch.

Beispiel: eine Runde auf einem Par-3-Kurzplatz

Stellen Sie sich einen Kurzplatz mit sechs Par-3-Löchern zwischen 60 und 120 Metern vor. Das Gesamt-Par beträgt 18. Sie spielen mit Sand Wedge, Pitching Wedge, 7er-Eisen und Putter.

Auf Loch 1 mit 75 Metern landet Ihr Pitch auf dem Grün, Sie brauchen zwei Putts: Par. Auf Loch 2 mit 115 Metern verfehlen Sie das Grün mit dem 7er-Eisen knapp. Ein Chip und zwei Putts ergeben vier Schläge, also ein Bogey. Auf Loch 3 bleibt Ihr Abschlag einen Meter neben der Fahne liegen, und Sie lochen zum Birdie.

Nach sechs Löchern stehen vielleicht 22 Schläge auf der Karte, also vier über Par. Das Beispiel zeigt, wie stark der Score auf einem Kurzplatz von Annäherung, Chip und Putt abhängt. Eine Runde dieser Art dauert oft unter einer Stunde.

Tipps für die erste Runde auf dem Kurzplatz

Mit ein paar einfachen Tipps wird Ihre erste Runde entspannt:

Zählen Sie Ihre Schläge, aber setzen Sie sich nicht unter Druck. Auf dem Kurzplatz geht es vor allem um Spaß und darum, ein Gefühl für die Schläge rund ums Grün zu entwickeln.

Ausprobieren in der Golf Lounge

In der Golf Lounge Hamburg ist der 6-Loch-Kurzplatz „Rot“ der ideale Einstieg. Sie brauchen keine Platzreife, eine Runde dauert meist unter einer Stunde, und bis zu vier Spieler können gemeinsam buchen. Im Winter, von Januar bis März, wird der Kurzplatz zu einem 9-Loch-Winterkurs und ist dann täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang bespielbar. Die Plätze folgen einem Farbsystem: Der Putt Course „Blau“ eignet sich für alle Altersgruppen, der Kurzplatz „Rot“ für Einsteiger, und mit Platzreife geht es auf den 9-Loch-Platz „Schwarz“.

6-Loch-Kurzplatz ansehen

Häufige Fragen

Was ist Pitch and Putt?

Pitch and Putt ist eine sehr kurze Form des Golfs. Jedes Loch wird mit einem Pitch auf das Grün und ein bis zwei Putts gespielt. Nach den Vorgaben der internationalen Pitch-and-Putt-Verbände ist ein Loch höchstens 90 Meter lang, und erlaubt sind höchstens drei Schläger. Viele Anlagen verwenden den Begriff aber allgemein für sehr kurze Golfbahnen.

Was ist ein Executive Course?

Ein Executive Course ist ein kompakter Golfplatz mit überwiegend Par-3-Bahnen und einigen Par-4-Löchern, gelegentlich auch einem Par 5. Die Gesamt-Par-Zahl ist deutlich niedriger als auf einem klassischen 18-Loch-Platz. Der Begriff stammt aus dem englischsprachigen Raum und beschreibt Plätze, auf denen eine vollständige Runde in kurzer Zeit möglich ist.

Brauche ich für einen Kurzplatz die Platzreife?

Das entscheidet jede Golfanlage selbst. Viele Kurzplätze in Deutschland sind ohne Platzreife bespielbar und ausdrücklich für Einsteiger gedacht. Für klassische 9- und 18-Loch-Plätze wird die Platzreife dagegen meist verlangt. Informieren Sie sich vor der Buchung auf der Website oder an der Rezeption der jeweiligen Anlage.

Wie lange dauert eine Runde auf einem Kurzplatz?

Das hängt von der Zahl und Länge der Löcher sowie vom Spieltempo ab. Auf kleinen Pitch-and-Putt- oder 6-Loch-Plätzen dauert eine Runde oft unter einer Stunde. Ein Executive Course mit 9 oder 18 Löchern braucht entsprechend länger, bleibt aber deutlich kürzer als eine Runde auf einem klassischen 18-Loch-Platz.

Welche Schläger brauche ich auf dem Kurzplatz?

Meist genügen wenige Schläger. Für Pitch and Putt reichen ein Wedge und ein Putter. Auf Par-3-Plätzen mit längeren Bahnen kommen ein oder zwei kurze bis mittlere Eisen hinzu, etwa ein 7er- oder 9er-Eisen. Viele Kurzplätze bieten Leihschläger an, sodass Sie für die erste Runde keine eigene Ausrüstung brauchen.

Stand: Oktober 2026

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