Golf-Lexikon
Loch (Cup)
Kurz erklärt
Das Golfloch, auch Cup genannt, ist die runde Öffnung im Grün, in die der Ball gespielt wird. Es hat nach den Golfregeln einen Durchmesser von 108 Millimetern, das sind 4,25 Zoll, und ist mindestens 101,6 Millimeter tief. Ist der Ball im Loch, ist die Bahn beendet.
Golfloch: Durchmesser und Größe
Das Loch ist das Ziel jeder Bahn. Ein Golfloch hat nach den Golfregeln von R&A und USGA einen Durchmesser von 108 Millimetern. Das entspricht 4,25 Zoll, also 4¼ Zoll. Die Tiefe beträgt mindestens 101,6 Millimeter, das sind 4 Zoll.
Zum Vergleich: Ein Golfball hat nach den Regeln einen Durchmesser von mindestens 42,67 Millimetern, das sind 1,68 Zoll. Das Loch ist damit etwa zweieinhalb Mal so breit wie der Ball. Das klingt viel, aber auf einem großen Grün mit Hängen und schnellem Rasen ist es klein genug, um Putts regelmäßig zu verfehlen.
Wer fragt, wie groß ein Golfloch ist, will meist Durchmesser und Tiefe wissen. Die Maße gelten überall auf der Welt, auch bei Profiturnieren und auf dem Übungsgrün neben dem Clubhaus. Nur Minigolfanlagen und andere Spielformen nutzen häufig andere Maße.
Aufbau: Cup und Hülse im Grün
Das Loch ist nicht einfach ein Loch im Boden. Meist steckt darin eine Hülse, englisch Cup. Sie schützt den Rand vor Ausbrüchen und verhindert, dass Erde nachrutscht. Ohne Hülse würde das Loch bei Hunderten Putts schnell ausfransen.
Die Golfregeln schreiben für die Hülse zwei Dinge vor. Sie muss mindestens 25,4 Millimeter, also 1 Zoll, unter der Oberfläche des Grüns sitzen, sofern der Boden das zulässt. Der Außendurchmesser der Hülse darf 108 Millimeter nicht überschreiten. Der Rand der Hülse liegt also etwas unterhalb der Rasenfläche. Dadurch fällt ein langsamer Ball sauber hinein, statt am Rand hängenzubleiben.
Das Loch wird mit einem speziellen Lochschneider gesetzt. Greenkeeper nutzen das Werkzeug, um ein Loch an eine neue Stelle zu versetzen. Der alte Platz wird mit einem Rasenstück ausgefüllt.
Herkunft: Warum 4,25 Zoll?
Die Größe des Lochs hat eine überlieferte Geschichte. Vor der Einheitsregel von 1891 hatten Plätze unterschiedlich große Löcher. In Musselburgh in Schottland sollen sie bereits 4,25 Zoll gemessen haben.
Der Überlieferung nach lag das an einem Stück Drainagerohr in Musselburgh, das genau diesen Durchmesser hatte. Mit dem Rohr schnitt man Löcher aus dem Rasen. 1829 soll der Club bei einem Schmied ein Werkzeug zum Ausstechen der Löcher bestellt haben. Er bekam das Maß, das die Golfer vom Rohr gewohnt waren. Als der R&A 1891 die ersten einheitlichen Regeln für den Golfsport verfasste, setzte er den Durchmesser des Lochs auf 4,25 Zoll fest.
Das Maß hat also keinen sportlichen Grund. Es hatte sich einfach eingebürgert. Die Einzelheiten der Geschichte sind nicht in jedem Punkt sicher belegt. Sicher ist, dass die Zahl bis heute gilt und die metrische Fassung in den Regeln auf 108 Millimeter gerundet ist.
Wann ist der Ball eingelocht?
Der Ball ist eingelocht, wenn er nach einem Schlag im Loch ruht und der gesamte Ball unter dem Rand des Lochs liegt, also unter der Oberfläche des Grüns. Erst dann ist die Bahn beendet.
Zwei Sonderfälle sind für Einsteiger wichtig. Erstens: Lehnt der Ball an der Fahne im Loch, genügt es, wenn ein Teil des Balls im Loch unter der Oberfläche des Grüns liegt. Dann gilt er als eingelocht. Zweitens: Hängt der Ball am Rand, sodass ein Teil über dem Loch schwebt, haben Sie eine angemessene Zeit, um zum Loch zu gehen. Danach dürfen Sie noch zehn Sekunden warten. Fällt der Ball in dieser Zeit ins Loch, ist er eingelocht. Fällt er erst später, zählt er zwar als eingelocht, aber Sie erhalten einen Strafschlag.
Ein „Gimme“ ist ein kurzer Putt, den der Gegner dem Spieler schenkt. Im Lochspiel erlauben die Regeln das ausdrücklich: Der Gegner darf den nächsten Schlag schenken, der Ball gilt dann als eingelocht. Im Zählspiel gibt es das nicht. Dort müssen Sie jeden Ball einlochen, sonst droht die Disqualifikation.
Beispiel aus der Praxis: Putt auf das Loch
Stellen Sie sich einen Putt von zwei Metern vor. Das Loch ist 108 Millimeter breit. Ein Ball mit 42,67 Millimetern Durchmesser hat also auf jeder Seite gut 32 Millimeter Spiel. Das ist die Toleranz, wenn der Ball in der Mitte ankommt.
Wichtig ist die Geschwindigkeit. Ein langsamer Ball kann das Loch fast auf der ganzen Breite treffen und fällt auch dann, wenn er den Rand streift. Ein zu schneller Ball springt über das Loch oder wird am Rand wieder herausgetragen. Diesen Fehlschlag nennen Golfer Lip-out.
Viele Trainer empfehlen deshalb, so zu putten, dass der Ball bei einem Fehlschlag etwa 30 bis 50 Zentimeter hinter dem Loch ausrollt. Damit hat der Ball genug Tempo, um Unebenheiten auf der Linie zu überrollen, und bleibt doch langsam genug, um ins Loch zu fallen. Die Zahlen sind eine Faustregel. Wie schnell das Grün ist, spielt hier eine große Rolle. Üben Sie an der Länge, bevor Sie an der Richtung feilen.
Das Loch pflegen und die Lochposition
Greenkeeper versetzen das Loch regelmäßig. Warum, steht im Eintrag zur Fahne: Der Rasen soll gleichmäßig beansprucht werden. Die Hülse wird dabei herausgenommen und an anderer Stelle eingesetzt. Das alte Loch füllen die Greenkeeper mit einem Rasenstück, einem Plug.
Wurde der Rand des Lochs zum Beispiel durch die Fahne oder durch Ausrüstung beschädigt, dürfen Sie den Schaden nach den Golfregeln reparieren, bevor Sie spielen. Natürliche Abnutzung des Lochs fällt nicht darunter. Bleibt ein Ball nach dem Einlochen im Loch liegen, nehmen Sie ihn mit der Hand heraus. Wer die Fahne zieht, hält sie so, dass der Rand nicht beschädigt wird.
Auch für Mitspieler gilt: Nach dem Einlochen alle Bälle aus dem Loch nehmen, die Fahne wieder einstecken und das Grün zügig verlassen. Ein sauber erhaltenes Loch ist eine Frage der Rücksicht.
Abgrenzung: Loch, Bahn und Cup
Das Wort „Loch“ hat im Golf zwei Bedeutungen, die Einsteiger leicht verwechseln. Zum einen ist es die Öffnung im Grün, um die es auf dieser Seite geht. Zum anderen steht „Loch“ für die ganze Bahn. Wenn jemand sagt „Wir spielen 18 Loch“, meint er 18 Bahnen. Auch „Loch 7“ meint die siebte Bahn von Abschlag bis Grün. Dafür gibt es einen eigenen Eintrag zur Spielbahn.
Cup nennen Golfer die Hülse im Loch. Im Alltag verwenden viele das Wort aber auch für das ganze Loch. Im Englischen heißt es hole, und „to hole out“ bedeutet, den Ball einzulochen.
Vom Loch zu unterscheiden ist das Hole in One. Das ist ein Ergebnis und kein Teil des Lochs: Der Ball landet mit dem ersten Schlag vom Abschlag im Loch. Auch der Begriff Lochspiel, englisch Matchplay, hat mit dem Loch zu tun: Hier zählt, wer mehr Löcher gewinnt, nicht die Gesamtzahl der Schläge.
Ausprobieren in der Golf Lounge
Wie Sie den Ball sicher ins Loch bringen, können Sie auf dem 9-Loch-Platz „Schwarz“ des Golf Lounge Resort Hamburg erleben. Er hat Par 33, Par-3- und Par-4-Bahnen, dazu Wasserhindernisse, Bunker und geschützte Grüns. Mit Platzreife (DGV) ist der Platz bespielbar und von April bis Dezember geöffnet. Pro Tee-Time sind bis zu vier Spieler möglich, die Buchung läuft online.
Häufige Fragen
Wie groß ist ein Golfloch?
Ein Golfloch hat nach den Golfregeln einen Durchmesser von 108 Millimetern, das sind 4,25 Zoll. Es ist mindestens 101,6 Millimeter tief. Ein Golfball ist mit mindestens 42,67 Millimetern Durchmesser deutlich kleiner. Die Maße gelten für alle Golfplätze weltweit.
Wie tief ist ein Golfloch?
Ein Golfloch muss nach den Regeln mindestens 101,6 Millimeter tief sein, das sind 4 Zoll. Wird eine Hülse eingesetzt, muss sie mindestens 25,4 Millimeter unter der Oberfläche des Grüns sitzen, wenn der Boden das erlaubt. Ihr Außendurchmesser darf 108 Millimeter nicht überschreiten.
Warum ist ein Golfloch 4,25 Zoll breit?
Der Überlieferung nach geht das Maß auf ein Drainagerohr in Musselburgh in Schottland zurück, mit dem man Löcher schnitt. Als der R&A 1891 erste einheitliche Regeln aufstellte, wurde dieses gewohnte Maß festgeschrieben. Einen sportlichen Grund dafür gab es nicht, die Einzelheiten sind nicht in jedem Punkt belegt.
Wann ist der Ball eingelocht?
Der Ball ist eingelocht, wenn er nach einem Schlag im Loch ruht und der ganze Ball unter dem Rand des Lochs liegt. Lehnt er an der Fahne, genügt es, wenn ein Teil unter der Oberfläche des Grüns im Loch liegt. Hängt er am Rand, dürfen Sie nach einer angemessenen Zeit zum Hingehen noch zehn Sekunden warten.
Was heißt Loch beim Golf noch?
„Loch“ bedeutet die Öffnung im Grün und zugleich die ganze Bahn von Abschlag bis Grün. „18 Loch“ meint also 18 Bahnen. Für die Öffnung selbst sagen Golfer oft Cup, was eigentlich die Hülse im Loch bezeichnet. Im Englischen heißt die Bahn ebenfalls hole.
Stand: Oktober 2026