Bunker

Golf-Lexikon

Bunker

Kurz erklärt

Ein Bunker ist ein bewusst angelegter, mit Sand gefüllter Bereich auf dem Golfplatz, meist eine Mulde. Er zählt als eigener Bereich der Golfregeln. Sie dürfen den Ball aus dem Bunker spielen, müssen aber einige Einschränkungen beachten, vor allem das Verbot, vor dem Schlag den Sand zu berühren. Es gibt Fairwaybunker, Grünbunker und Topfbunker.

Was ist ein Bunker im Golf?

Der Bunker ist eines der bekanntesten Hindernisse im Golf. Er ist ein speziell vorbereiteter Bereich mit Sand, oft eine Mulde, die von Rasen oder Erde umrandet ist. Er soll Ihre Spielstärke testen, denn ein Schlag aus dem Sand ist anders als ein Schlag von der Wiese.

Die Golfregeln 2023 behandeln den Bunker als einen der fünf Bereiche des Platzes (Regel 2.2). Ein Ball liegt im Bunker, sobald er den Sand innerhalb der Bunkergrenze berührt oder auf einer Stelle liegt, wo normalerweise Sand wäre. Bunker sind keine Penalty Area. Sie spielen den Ball ganz normal aus dem Sand.

Bunker haben zwei Aufgaben: Sie sind eine Gefahr und sie sind Teil der Strategie. Wer ihnen ausweicht, wählt oft einen weiteren Weg zum Grün. Wer sie gezielt nutzt, kann einen schwierigen Schlag lösen. Gerade Einsteiger fürchten sie, doch mit etwas Übung wird der Bunker zu einer normalen Spielsituation.

Arten von Bunkern: Fairwaybunker, Grünbunker und Topfbunker

Man unterscheidet Bunker nach ihrer Lage und Form. Die drei häufigsten Arten sind:

Davon zu unterscheiden ist der Grasbunker, eine Mulde ohne Sand. Nach den Golfregeln ist das kein Bunker, sondern normales Gelände, denn zum Bunker gehört der Sand. Eine ausführliche Übersicht aller Platzbereiche finden Sie auf der Themenseite zum Aufbau eines Golfplatzes.

Regeln im Bunker: Sand nicht berühren

Die wichtigsten Regeln stehen in Regel 12. Sie dürfen vor dem Schlag lose Naturstoffe wie Blätter oder Steine und bewegliche Hemmnisse wie Flaschen entfernen. Dabei darf sich auch der Sand bewegen, solange Sie ihn nicht absichtlich testen.

Verboten ist nach Regel 12.2b, den Sand mit Hand oder Schläger zu berühren, um die Beschaffenheit zu prüfen. Auch dürfen Sie den Sand unmittelbar vor oder hinter dem Ball nicht berühren, bei einem Probeschwung den Sand nicht streifen und beim Rückschwung nicht in den Sand schlagen. Erlaubt ist es dagegen, Ihren Stand einzugraben, Ihren Schläger abzustellen, den Sand zu glätten oder sich auf den Schläger zu stützen. Voraussetzung ist, dass Sie damit keinen Vorteil für den Schlag erlangen.

Verstoßen Sie gegen diese Regeln, gilt die Grundstrafe: zwei Strafschläge im Zählspiel oder Lochverlust im Lochspiel. Haben Sie Ihren Schläger nach dem Schlag im Frust in den Sand geschlagen, ist das erlaubt, solange er nicht den nächsten Schlag verbessert.

Unspielbarer Ball und Erleichterung im Bunker

Wenn der Ball im Bunker so liegt, dass Sie ihn nicht spielen können oder wollen, dürfen Sie ihn nach Regel 19.3 für unspielbar erklären. Das kostet normalerweise einen Strafschlag. Sie haben drei Möglichkeiten: Schlag und Distanz, also erneut von der Stelle des vorigen Schlags. Rückwärts auf der Linie vom Loch durch die Stelle des Balls, bleibt der Ball dabei im Bunker. Oder seitlich, wobei Sie innerhalb von zwei Schlägerlängen im Bunker droppen.

Als zusätzliche Möglichkeit gibt es eine Erleichterung außerhalb des Bunkers: Dabei gehen Sie hinter dem Bunker auf der Linie zurück. Das kostet insgesamt zwei Strafschläge. Es lohnt sich, wenn Sie im Bunker kaum Chancen auf einen guten Schlag haben.

Freie Erleichterung mit Droppen gibt es bei ungewöhnlichen Platzverhältnissen, etwa einer Tierbehausung oder Boden in Ausbesserung. Dann droppen Sie im Bunker ohne Strafe, oder Sie nehmen Erleichterung außerhalb gegen einen Strafschlag.

Beispiel aus der Praxis: Ein Par 4 mit Grünbunker

Ein Par-4-Loch hat 340 Meter. Ihr Abschlag landet nach 200 Metern auf dem Fairway, Schlag 1. Ihr zweiter Schlag bleibt kurz und rollt in den Grünbunker vor dem Grün, Schlag 2. Sie lösen den Ball mit einem Bunkerschlag so, dass er zwei Meter neben der Fahne landet, Schlag 3. Zwei Putts bringen Schlag 4 und 5. Ergebnis: ein Bogey.

Anderer Verlauf: Der Ball liegt nach Schlag 2 an der steilen Wand des Bunkers. Sie erklären ihn unspielbar und nehmen Erleichterung außerhalb mit zwei Strafschlägen. Damit sind Schlag 3 und 4 bereits aufgeschrieben, der nächste gespielte Schlag ist Ihr fünfter. Landet dieser Schlag auf dem Grün und brauchen Sie zwei Putts, notieren Sie 7, also ein Triple Bogey.

Würden Sie dagegen im Bunker bleiben und mit einem Strafschlag seitlich droppen, wäre der nächste Schlag Ihr vierter. Dann ist ein Ergebnis von 6 oder besser möglich. Die richtige Entscheidung hängt von der Lage des Balls und Ihrer Sicherheit ab.

Bunkerschlag und typische Fehler

Der Bunkerschlag funktioniert anders als ein normaler Schlag. Sie treffen nicht den Ball, sondern den Sand wenige Zentimeter hinter dem Ball. Der Sand trägt den Ball aus dem Bunker. Daher heißt dieser Schlag auch Explosionsschlag.

Typische Fehler sind ein zu zaghafter Schlag, der Ball bleibt im Bunker, oder ein Schlag, der den Ball selbst trifft und über das Grün hinausschießt. Wer regelmäßig übt, lernt schnell, die richtige Sandmenge zu wählen. Ein Trainer zeigt Ihnen die Technik und die passenden Wedges.

Etikette im Bunker und Abgrenzung zu anderen Zonen

Zur Etikette gehört, den Bunker nach dem Schlag zu hinterlassen, wie man ihn vorgefunden hat. Betreten Sie ihn an der niedrigsten Stelle, nicht über die steile Kante. Glätten Sie danach mit der Harke Ihre Fußspuren und den Abdruck des Balls. Legen Sie die Harke dorthin zurück, wo der Platz es vorsieht. Das ist je nach Platz außerhalb oder innerhalb des Bunkers. Ein glatter Sand ist für alle Mitspieler fair.

Abgrenzung: Ein Bunker ist kein Wasserhindernis. Für Wasser gilt die Penalty Area, mit Strafschlag bei Erleichterung. Ein Bunker ist auch kein Rough: Das Rough ist Gras, der Bunker ist Sand. Ein Grasbunker ist wiederum kein Bunker. Und eine Sandfläche ohne Bunkerstatus, etwa ein sandiger Weg, kann nach Platzregel anders behandelt werden.

Diese Unterschiede sind für die Regeln wichtig, weil jeder Bereich andere Pflichten und Optionen hat. Wenn Sie nicht sicher sind, hilft ein Blick auf die Platzregeln oder ein Hinweis der Spielleitung.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Bunkerschläge üben Sie am besten auf einem echten Platz. Der 9-Loch-Platz „Schwarz“ der Golf Lounge Resort Hamburg hat Par 33 mit Par-3- und Par-4-Bahnen, dazu Wasserhindernisse, Bunker und geschützte Grüns. Er ist mit DGV-Platzreife von April bis Dezember bespielbar. Pro Buchung sind bis zu vier Spieler möglich, Tee-Times buchen Sie online. So lernen Sie Sandspiel, Regeln und Etikette in einer überschaubaren Runde.

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Häufige Fragen

Was ist ein Bunker beim Golf?

Ein Bunker ist ein bewusst angelegter, mit Sand gefüllter Bereich auf dem Golfplatz, meist eine Mulde. Er ist ein eigener Bereich der Golfregeln und kein Wasserhindernis. Sie dürfen den Ball aus dem Bunker spielen, müssen aber vor dem Schlag die Sandberührung vermeiden. Es gibt Fairwaybunker, Grünbunker und Topfbunker.

Was ist der Unterschied zwischen Fairwaybunker und Grünbunker?

Ein Fairwaybunker liegt am Fairway und wird mit langen Schlägen erreicht. Dort gilt es, den Ball sauber zu treffen. Ein Grünbunker liegt direkt am Grün und erfordert einen kurzen, gefühlvollen Bunkerschlag, meist mit dem Sand Wedge. Beide folgen denselben Regeln, die Technik unterscheidet sich aber deutlich.

Was ist ein Topfbunker?

Ein Topfbunker, englisch Pot Bunker, ist ein kleiner, tiefer Bunker mit steilen Wänden, oft mit gestapelten Rasensoden. Man findet ihn vor allem auf Linksplätzen. Der Ball lässt sich dort manchmal nur seitlich oder zurückspielen, daher ist ein Topfbunker besonders gefürchtet. Erleichterung ist als unspielbarer Ball möglich.

Darf ich im Bunker den Sand berühren?

Vor dem Schlag nicht, um die Beschaffenheit zu testen, auch nicht hinter oder vor dem Ball und nicht beim Probeschwung oder Rückschwung. Erlaubt sind Eingraben der Füße, Glätten und Abstellen des Schlägers. Ein Verstoß kostet die Grundstrafe nach Regel 12.2b: zwei Strafschläge im Zählspiel oder Lochverlust im Lochspiel.

Was mache ich, wenn der Ball im Bunker unspielbar liegt?

Sie können den Ball nach Regel 19.3 mit einem Strafschlag für unspielbar erklären und im Bunker erneut spielen, seitlich oder rückwärts auf der Linie droppen. Alternativ gehen Sie mit zwei Strafschlägen auf der Linie hinter dem Bunker zurück. Prüfen Sie vorher, ob ein normaler Schlag möglich ist.

Stand: Oktober 2026

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