Par 3, Par 4, Par 5

Golf-Lexikon

Par 3, Par 4, Par 5

Kurz erklärt

Par 3, Par 4 und Par 5 nennen die Schlagzahl, die ein sehr guter Spieler für eine Bahn braucht. Auf einem Par 3 sind es drei Schläge, auf einem Par 4 vier und auf einem Par 5 fünf. Dabei zählen immer zwei Putts auf dem Grün mit. Die Zahl hängt vor allem von der Länge der Bahn ab.

Par 3, Par 4 und Par 5: Was die Zahl bedeutet

Jede Bahn auf dem Golfplatz hat ein Par. Das ist die Richtschlagzahl für einen sehr guten Spieler. Sie ist so gewählt, dass zwei Putts auf dem Grün eingerechnet sind. Die übrigen Schläge sind die, die ein guter Spieler braucht, um den Ball aufs Grün zu bringen.

Daraus ergibt sich die Faustregel:

Golfer sprechen auch von „Grün in Regulation“, wenn der Ball mit zwei Schlägen weniger als Par auf dem Grün liegt. Wer das schafft, hat zwei Putts für sein Par. Wer mehr Schläge braucht, muss mit einem guten kurzen Spiel retten.

Die Zahl nach dem Wort „Par“ verrät außerdem etwas über den Charakter der Bahn. Ein Par 3 ist kurz und verlangt vor allem einen genauen Abschlag. Ein Par 5 ist lang und verlangt Planung.

Wie lang sind Par-3-, Par-4- und Par-5-Bahnen?

Das Par richtet sich vor allem nach der Länge einer Bahn. Der Anhang F der Regeln des World Handicap Systems von R&A und USGA nennt dafür Richtwerte. Für Herren gelten ungefähr diese Längen:

Für Damen sind die Richtwerte kürzer: Par 3 bis etwa 200 Meter, Par 4 etwa 180 bis 380 Meter, Par 5 etwa 340 bis 550 Meter. Ab etwa 610 Metern bei Herren und 520 Metern bei Damen kommt ein Par 6 in Betracht.

Die Bereiche überschneiden sich, weil nicht nur die gemessene Länge zählt. Wichtig ist die effektive Spiellänge. Geht eine Bahn bergauf, hat sie ein Dogleg oder viele Hindernisse, spielt sie länger, als sie auf dem Papier ist. Liegt eine Länge in zwei Bereichen, kann das Par je nach Schwierigkeit zugeteilt werden. In der Praxis sind die meisten Par-3-Bahnen deutlich kürzer als 200 Meter.

Par 3: Der Schlag aufs Grün

Das Par 3 ist die kürzeste Bahn. Als grobe Orientierung sind viele Par-3-Bahnen zwischen 100 und 180 Metern lang. Ein Fehler vom Abschlag lässt sich kaum ausgleichen, weil der Abschlag zugleich der Schlag aufs Grün ist. Wer das Grün trifft, hat gute Chancen auf Par oder sogar Birdie.

Wichtig auf einem Par 3:

Bei einem Par 3 ist auch ein Hole in One möglich. Das ist ein Eagle, also zwei unter Par. Auf kurzen Anlagen, den sogenannten Kurzplätzen, bestehen viele oder sogar alle Bahnen aus Par 3. Sie eignen sich gut, um das kurze Spiel zu üben.

Par 4: Die Standardbahn

Das Par 4 ist die häufigste Bahn. Auf vielen 18-Loch-Plätzen sind rund zehn der 18 Bahnen Par 4. Der erste Schlag, der Abschlag, soll den Ball sicher aufs Fairway bringen. Der zweite Schlag, die Annäherung, geht dann aufs Grün.

Bei Länge und Schwierigkeit gibt es große Unterschiede. Kurze Par-4-Bahnen mit etwa 250 Metern spielen geübte Golfer oft mit einem Eisen vom Abschlag und einem kurzen Wedge. Lange Par-4-Bahnen mit mehr als 400 Metern verlangen zwei sehr gute Schläge und dann noch zwei Putts.

Typische Fehler sind ein zu langer Abschlag in das Rough oder in ein Hindernis. Für Einsteiger gilt als hilfreiche Regel: Wählen Sie vom Abschlag den Schläger, mit dem Sie das Fairway am sichersten treffen. Ein Ball im Aus oder im Wasser kostet einen Strafschlag. Ein Bogey auf einem Par 4 ist für viele Freizeitgolfer ein gutes Ergebnis.

Par 5: Die Dreischlag-Bahn

Das Par 5 ist die längste Bahn. Der Ball soll mit drei Schlägen aufs Grün kommen, dann folgen zwei Putts. Gute Spieler erreichen das Grün auf kürzeren Par-5-Bahnen manchmal schon mit dem zweiten Schlag. Dann reichen zwei Putts für ein Birdie, und mit einem Putt gibt es einen Eagle.

Für die meisten Spieler ist die Bahn ein Spiel mit drei Schlägen. Ein häufiger Plan:

Einen bewusst kürzer gespielten Schlag nennt man „Layup“. Der zweite Schlag wird dabei auf eine Distanz gespielt, aus der Ihnen der dritte Schlag gut gelingt. Auf einem Par 5 sind Birdie-Chancen für Freizeitgolfer oft am besten, weil ein einzelner Fehler noch ausgeglichen werden kann. Ein Par 5 mit zwei Strafschlägen wird aber schnell zum Doppelbogey.

Beispiel aus der Praxis: Par 72 auf 18 Löchern

Das Platz-Par ist die Summe aller Bahnen. Ein häufiger Aufbau eines 18-Loch-Platzes lautet: vier Par 3, zehn Par 4 und vier Par 5. Daraus ergibt sich Par 72, denn 4 mal 3 plus 10 mal 4 plus 4 mal 5 sind 12 plus 40 plus 20. Verbreitet sind auch Par 70 und Par 71, je nachdem, wie viele Par-3- und Par-5-Bahnen ein Platz hat.

Auch kleinere Plätze werden so gerechnet. Der 9-Loch-Platz „Schwarz“ der Golf Lounge hat Par 33. Er besteht aus sechs Par-4- und drei Par-3-Bahnen, denn 6 mal 4 plus 3 mal 3 sind 24 plus 9. Eine Par-5-Bahn gibt es dort nicht.

Ein Spieler, der auf diesem Platz jede Bahn mit dem Par spielt, braucht 33 Schläge. Spielt er drei Birdies und sonst Par, sind es 30 Schläge. Spielt er auf jeder Bahn ein Bogey, kommt er auf 42 Schläge. Die Rechnung ist immer dieselbe: Par der Bahn plus oder minus das Ergebnis.

Tipps und typische Irrtümer

Rund um Par 3, Par 4 und Par 5 begegnen Einsteigern einige Missverständnisse.

Als Faustregel für die Planung gilt: Überlegen Sie vor dem Abschlag, wie viele Schläge Sie bis zum Grün haben, und spielen Sie zurück von der Fahne. So treffen Sie bessere Entscheidungen.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Einen Platz mit Par-3- und Par-4-Bahnen können Sie in der Golf Lounge selbst erleben. Der 9-Loch-Platz „Schwarz“ hat Par 33 mit sechs Par-4- und drei Par-3-Bahnen, dazu Wasserhindernisse und Bunker. Nach der Platzübersicht reichen die Bahnen von knapp 80 bis rund 300 Metern. Mit DGV-Platzreife sind bis zu vier Spieler pro Tee-Time möglich, der Platz ist von April bis Dezember bespielbar.

9-Loch-Platz ansehen

Häufige Fragen

Was bedeutet Par 3 beim Golf?

Par 3 bedeutet, dass ein sehr guter Spieler für die Bahn drei Schläge braucht: einen Schlag bis aufs Grün und zwei Putts. Par-3-Bahnen sind die kürzesten Bahnen eines Platzes. Für ein Birdie genügen zwei Schläge, ein Hole in One ist ein Eagle. Als grobe Orientierung sind viele Par-3-Bahnen zwischen 100 und 180 Metern lang.

Was bedeutet Par 4 beim Golf?

Par 4 ist die Standardbahn. Ein sehr guter Spieler braucht vier Schläge: zwei Schläge bis aufs Grün und zwei Putts. Für ein Birdie sind drei Schläge nötig, für ein Bogey fünf. Nach den Richtwerten sind Par-4-Bahnen bei Herren etwa 220 bis 450 Meter lang, bei Damen etwa 180 bis 380 Meter.

Was bedeutet Par 5 beim Golf?

Par 5 bedeutet fünf Schläge: drei Schläge bis aufs Grün und zwei Putts. Es ist die längste Bahn, bei Herren etwa 410 bis 650 Meter und bei Damen etwa 340 bis 550 Meter. Gute Spieler erreichen das Grün manchmal mit dem zweiten Schlag. Ein Birdie braucht vier Schläge, ein Eagle drei.

Wie wird das Par einer Bahn festgelegt?

Die Richtwerte der Regeln des Handicap-Systems beruhen vor allem auf der Länge der Bahn. Berücksichtigt wird die effektive Spiellänge, also auch Steigung, Dogleg und Hindernisse. Die Bereiche überschneiden sich, deshalb ist eine Bahn zwischen zwei Längen je nach Schwierigkeit Par 4 oder Par 5. Festgelegt wird das Par vom Golfclub bzw. der zuständigen Stelle.

Wie viele Par-3-, Par-4- und Par-5-Bahnen hat ein Golfplatz?

Ein verbreiteter Aufbau auf 18 Löchern sind vier Par 3, zehn Par 4 und vier Par 5, zusammen Par 72. Es gibt aber auch Plätze mit Par 70 oder 71 und mit anderer Verteilung. Kleine Anlagen haben oft nur Par-3- und Par-4-Bahnen. Das Platz-Par ist die Summe aller Bahnen.

Stand: Oktober 2026

Zurück zum Golf-Lexikon