Golf-Lexikon
Fairway
Kurz erklärt
Das Fairway ist die kurz gemähte Fläche einer Spielbahn zwischen Abschlag und Grün. Wer den Ball vom Abschlag auf das Fairway spielt, hat für den nächsten Schlag meist eine gute Lage und freie Sicht zur Fahne. Links und rechts davon wächst höheres Gras, das Rough.
Fairway Bedeutung: Was ist das Fairway beim Golf?
Jede Spielbahn eines Golfplatzes besteht aus mehreren Zonen: dem Abschlag, dem Fairway, dem Rough und dem Grün. Dazu kommen je nach Platz Bunker, Wasser und andere Hindernisse. Das Fairway ist der Weg, den der Platzarchitekt für einen guten Spieler vorgesehen hat. Auf Par-4- und Par-5-Löchern ist es das Ziel des Abschlags und oft auch des zweiten Schlags.
Das Gras auf dem Fairway ist deutlich kürzer als im Rough und länger als auf dem Grün. Der Ball liegt dort sauber auf, sodass Sie ihn mit Eisen, Hybrid oder Fairwayholz gut treffen können. Im Rough dagegen schiebt sich Gras zwischen Schlagfläche und Ball. Der Schlag wird dann schwerer zu kontrollieren.
Das Wort stammt aus dem Englischen. In der Seefahrt bezeichnete „fairway“ ursprünglich eine gut befahrbare Fahrrinne. Im Golf beschreibt es heute die freie, gut bespielbare Bahn zum Grün. Ein eigenes deutsches Wort hat sich nicht durchgesetzt.
Wie ein Fairway aufgebaut ist
Kein Fairway gleicht dem anderen. Breite, Verlauf und Gestaltung hängen vom Platzdesign ab. Eine feste Mindestbreite gibt es nicht. Typische Merkmale sind:
- Landezone: der Bereich, in dem die meisten Abschläge landen. Hier ist das Fairway oft breiter oder wird durch Bunker eingeengt.
- Semirough: ein schmaler Streifen etwas längeren Grases zwischen Fairway und Rough auf vielen Plätzen.
- Dogleg: Das Fairway knickt nach links oder rechts ab, wie das Hinterbein eines Hundes.
- Fairwaybunker: Sandhindernisse am Rand oder mitten im Fairway, die ungenaue Schläge bestrafen.
- Querende Hindernisse: Bäche oder Teiche, die das Fairway unterbrechen.
Das typische Streifenmuster entsteht beim Mähen, weil die Grashalme je nach Mährichtung das Licht unterschiedlich spiegeln. Kurz vor dem Grün geht das Fairway in das Vorgrün über, das noch etwas kürzer gemäht ist.
Das Fairway in den Golfregeln
In den offiziellen Golfregeln 2023 ist „Fairway“ kein eigener Begriff. Das Fairway gehört, wie das Rough, zum allgemeinen Gelände. Für Ihren Ball gilt dort die Grundregel: Spielen Sie den Ball, wie er liegt.
Wichtig ist aber die Definition der „kurz gemähten Fläche“. Darunter fallen alle Bereiche, die auf Fairwayhöhe oder kürzer gemäht sind, auch Wege durch das Rough. Einige Regeln und Platzregeln beziehen sich darauf, zum Beispiel die Platzregel zum Besserlegen. Hat die Spielleitung sie in Kraft gesetzt, etwa im Winter, dürfen Sie den Ball auf kurz gemähten Flächen im allgemeinen Gelände aufnehmen, reinigen und innerhalb einer festgelegten Fläche neu hinlegen.
Steckt Ihr Ball in seinem eigenen Einschlagloch im allgemeinen Gelände fest, dürfen Sie nach Regel 16.3 straflos Erleichterung nehmen. Ausnahmen gelten für Sand.
Fairways Hit: die Statistik für genaue Abschläge
Viele Golfer führen neben ihrem Score auch Statistiken. Eine der bekanntesten heißt Fairways Hit, auf Deutsch getroffene Fairways. Gezählt wird auf allen Par-4- und Par-5-Löchern, ob der Abschlag auf dem Fairway liegen bleibt. Par-3-Löcher zählen nicht, weil dort direkt auf das Grün gespielt wird.
Ein Beispiel: Auf einem 18-Loch-Platz mit vier Par-3-Löchern gibt es 14 Fairways. Treffen Sie davon sieben, liegt Ihre Quote bei 50 Prozent.
Die Statistik hilft beim Training. Verfehlen Sie die meisten Fairways auf derselben Seite, deutet das auf einen wiederkehrenden Ballflug hin, etwa einen Slice oder Hook. Treffen Sie viele Fairways, aber wenige Grüns, liegt die Baustelle eher beim zweiten Schlag. Zusammen mit Greens in Regulation zeigt Fairways Hit, wo Sie die meisten Schläge verlieren.
Beispiel aus der Praxis: Fairway oder Rough?
Stellen Sie sich ein Par-4-Loch mit 330 Metern vor. Ihr Abschlag fliegt 190 Meter weit und landet in der Mitte des Fairways. Bis zur Fahne bleiben 140 Meter. Der Ball liegt sauber auf dem kurzen Gras, Sie spielen ein 7er-Eisen auf das Grün und brauchen zwei Putts. Ergebnis: vier Schläge, also Par.
Jetzt dieselbe Bahn mit einem Abschlag, der zehn Meter weiter rechts im Rough landet. Der Ball sitzt tief im Gras, ein Baum blockiert die direkte Linie. Statt auf das Grün zu zielen, spielen Sie den Ball zurück auf das Fairway. Mit einem dritten Schlag auf das Grün und zwei Putts stehen fünf Schläge auf der Karte, ein Bogey.
Beide Abschläge waren gleich lang. Den Unterschied von einem Schlag machte allein die Genauigkeit. Deshalb ist ein getroffenes Fairway oft wertvoller als ein paar Meter mehr.
Tipps: So treffen Sie öfter das Fairway
Wer häufiger auf dem Fairway liegt, spielt entspannter und spart Schläge. Diese Tipps helfen:
- Konkretes Ziel wählen: Zielen Sie auf einen bestimmten Punkt, zum Beispiel einen Baum hinter dem Fairway, statt nur auf die Bahn.
- Seite nutzen: Fliegt Ihr Ball meist nach rechts, teen Sie auf der rechten Seite des Abschlags auf und zielen leicht links. So steht Ihnen mehr Fairway zur Verfügung.
- Schläger anpassen: Auf engen Bahnen bringt ein Fairwayholz, Hybrid oder langes Eisen oft mehr als der Driver.
- Routine einhalten: Eine gleichbleibende Pre-Shot-Routine macht den Schwung ruhiger.
- Tempo statt Kraft: Ein gleichmäßiger Schwung trifft die Mitte der Schlagfläche öfter.
Hinterlassen Sie auf dem Fairway ein Divot, legen Sie das Rasenstück zurück oder füllen Sie die Stelle mit dem bereitgestellten Sand-Saat-Gemisch.
Abgrenzung: Fairway, Rough, Vorgrün und Fairwayholz
Rund um das Fairway gibt es einige Begriffe, die leicht verwechselt werden.
- Rough: das höhere Gras neben dem Fairway. Je weiter vom Fairway entfernt, desto höher ist es meist.
- Vorgrün: der schmale, sehr kurz gemähte Ring direkt um das Grün. Er ist kürzer als das Fairway, aber länger als das Grün.
- Spielbahn: die gesamte Bahn vom Abschlag bis zum Grün, inklusive Fairway, Rough und Hindernissen.
- Fairwayholz: ein Schläger, kein Teil des Platzes. Der Name kommt daher, dass man mit ihm lange Schläge vom Fairway spielt.
In Platzbeschreibungen und Bahnplänen werden oft auch „linke“ und „rechte Fairwayseite“ genannt. Damit ist gemeint, von welcher Seite der nächste Schlag den besseren Winkel zum Grün bietet.
Ausprobieren in der Golf Lounge
Echte Fairways spielen Sie in der Golf Lounge auf dem 9-Loch-Platz „Schwarz“ direkt an der Elbe. Der Platz hat Par 33 mit sechs Par-4- und drei Par-3-Bahnen, dazu Wasserhindernisse, Bunker und geschützte Grüns. Die längste Bahn ist Bahn 2 mit rund 300 Metern. Für den 9-Loch-Platz brauchen Sie die DGV-Platzreife. Gespielt wird von April bis Dezember, und pro Tee-Time können bis zu vier Spieler starten. Ihre Abschläge für mehr getroffene Fairways üben Sie vorher auf der TrackMan-Range mit 32 Abschlagplätzen auf zwei Ebenen.
Häufige Fragen
Was ist ein Fairway beim Golf?
Das Fairway ist die kurz gemähte Bahn zwischen Abschlag und Grün. Dort liegt der Ball sauber auf dem Rasen, sodass der nächste Schlag leichter gelingt als aus dem höheren Rough daneben. Auf Par-4- und Par-5-Löchern ist das Fairway das Ziel des Abschlags. Auf Par-3-Löchern spielt man meist direkt auf das Grün.
Was bedeutet Fairway auf Deutsch?
Fairway ist ein englischer Begriff und wird im Deutschen unverändert verwendet. Ursprünglich bezeichnete er in der Seefahrt eine gut befahrbare Fahrrinne. Im Golf ist damit die kurz gemähte, gut bespielbare Fläche einer Spielbahn gemeint. Ein gängiges deutsches Ersatzwort gibt es nicht, „Spielbahn“ meint die ganze Bahn inklusive Rough.
Wie breit ist ein Fairway?
Eine feste Breite schreibt keine Regel vor. Sie hängt vom Platzdesign, der Länge der Bahn und der gewünschten Schwierigkeit ab. In der Landezone der Abschläge ist das Fairway oft breiter, an strategischen Stellen wird es durch Bunker oder Wasser schmaler. Auf Turnierplätzen werden Fairways für Profis teils bewusst eng gemäht.
Was ist der Unterschied zwischen Fairway und Rough?
Das Fairway ist kurz gemäht, das Rough daneben deutlich höher. Aus dem Rough ist der Ball schwerer zu kontrollieren, weil sich Gras zwischen Schläger und Ball legt. Regeltechnisch gehören beide zum allgemeinen Gelände. Nur kurz gemähte Flächen wie das Fairway profitieren aber von bestimmten Platzregeln wie dem Besserlegen.
Was ist ein Fairwayholz?
Ein Fairwayholz ist ein Schläger mit großem, flachem Kopf, gebaut für lange Schläge vom Fairway oder vom Abschlag. Gängig sind Holz 3 und Holz 5. Es hat mehr Loft als der Driver und ist leichter vom Boden zu spielen. Der Name verweist auf den Platzbereich, von dem aus man es meist spielt.
Stand: Oktober 2026