Golf-Lexikon
Up and Down
Kurz erklärt
Ein Up and Down ist im Golf ein Ergebnis, bei dem Sie aus einer Lage neben dem Grün mit nur zwei Schlägen einlochen: einem Schlag auf das Grün und einem Putt. Die Lage kann Rough, Vorgrün oder Bunker sein. Der Begriff beschreibt die Fähigkeit des kurzen Spiels, nach einem verfehlten Grün das Par zu retten.
Up and Down im Golf: Bedeutung einfach erklärt
Der Begriff besteht aus zwei Richtungen. Nach der gängigen Erklärung steht „Up“ für den Schlag, mit dem der Ball hoch oder flach auf das Grün kommt. „Down“ steht für den Putt, mit dem er ins Loch fällt. Zusammen sind es zwei Schläge, mehr nicht.
Ein Up and Down beginnt nach einem verfehlten Grün. Der Ball liegt neben dem Grün, zum Beispiel im Rough, auf dem Vorgrün, in einer Senke oder im Bunker. Sie spielen einen Chip, einen Pitch oder einen Bunkerschlag auf das Grün und lochen mit dem ersten Putt. Auch ein Putt vom Vorgrün kann der erste Schlag eines Up and Down sein, wenn der Ball danach mit einem weiteren Putt fällt.
Wenn Sie das Grün in Regulation verfehlt haben, ergibt ein Up and Down in der Regel ein Par. Der Grund: Zwei Schläge für den Weg zum Grün sind schon verbraucht, dazu kommen die zwei Schläge des Up and Down. Auf einem Par 4 sind das vier Schläge insgesamt. Deshalb wird das Up and Down auch als „Par retten“ beschrieben.
Beispiel aus der Praxis: Up and Down auf einem Par 4
Ein Par 4 mit 340 Metern Länge. Der Abschlag fliegt 210 Meter weit und liegt im Fairway. Bis zum Grün sind es noch 130 Meter. Ihr zweiter Schlag landet knapp rechts vom Grün im Rough, drei Meter von der Fahne entfernt. Kein Grün in Regulation.
Jetzt kommt das kurze Spiel: Sie wählen einen Pitching Wedge und spielen einen Chip auf das Grün. Der Ball landet einen Meter hinter dem Grünrand und rollt bis 80 Zentimeter ans Loch. Der Putt fällt. Sie haben vier Schläge gebraucht, genau das Par. Das ist ein gelungenes Up and Down.
Anderer Verlauf: Der Chip bleibt im dichten Rough hängen. Der zweite Chip landet auf dem Grün, zwei Putts folgen. Insgesamt sind es sechs Schläge, also ein Doppelbogey. In der Statistik steht für diese Bahn: Grün verfehlt, Up and Down nicht geschafft.
Dieses Beispiel zeigt: Ein Up and Down ist oft eine Frage der Lage und der Entscheidung. Wer aus dem Rough ein sicheres Ziel wählt, rettet häufiger Par.
Up and Down, Sand Save und Scrambling: der Unterschied
Die drei Begriffe gehören zusammen, meinen aber nicht dasselbe.
- Up and Down: Zwei Schläge von einer Lage neben dem Grün bis ins Loch. Es zählt der Weg, nicht das Par.
- Sand Save: Ein Up and Down aus einem Grünbunker. Es ist also ein Sonderfall.
- Scrambling: Die Quote aller Bahnen, auf denen Sie das Grün in Regulation verfehlt haben und trotzdem Par oder besser spielen. Dazu zählen auch Bahnen, auf denen ein langer Putt oder ein weiterer Schlag nötig war.
Der feine Unterschied liegt in der Bezugsgröße. Das Up and Down bezieht sich auf einen Ball neben dem Grün, Scrambling auf eine ganze Bahn. Liegt Ihr Ball nach drei Schlägen am Grünrand, können Sie mit Chip und Putt noch ein Up and Down schaffen. Die Bahn endet dann aber mit einem Bogey und zählt beim Scrambling nicht als Par-Rettung.
Viele Apps und Statistikseiten verwenden die Begriffe nicht einheitlich. Prüfen Sie daher, welche Definition Ihr Werkzeug nutzt, bevor Sie Werte vergleichen.
Wie hoch ist eine gute Up-and-Down-Quote?
Die Up-and-Down-Quote ist die Zahl der gelungenen Up and Downs geteilt durch die Zahl aller Versuche, mal hundert. Spielen Sie fünf Versuche und schaffen zwei, liegt die Quote bei 40 Prozent.
Für Profis der PGA Tour liegt die Scrambling-Quote nach den üblichen Statistiken in einer Größenordnung von knapp 60 Prozent. Selbst die besten Spieler der Welt scheitern also etwa vier von zehn Mal. Das liegt an den schwierigen Lagen, an Bunkern und an schnellen, abfallenden Grüns.
Für Amateure sind die Werte niedriger, und sie hängen stark vom Handicap und vom Platz ab. Wer seine Quote verbessern will, sollte zuerst dafür sorgen, dass der erste Schlag überhaupt auf dem Grün landet. Ein Ball auf dem Grün bedeutet meist höchstens ein Bogey, und das ist für viele Spieler schon ein gutes Ergebnis.
Interessant ist auch der Blick auf die Entfernung: Ein Up and Down aus fünf Metern gelingt häufiger als eines aus 30 Metern. Notieren Sie deshalb neben dem Ergebnis auch die Lage und die Entfernung.
Schlagwahl: Chip, Pitch, Bunkerschlag oder Putter
Welche Schlagart das Up and Down am sichersten macht, hängt von Lage und Entfernung ab. Eine einfache Regel hilft: so wenig Luft wie möglich, so viel Rollen wie möglich.
- Putter: Liegt der Ball auf dem Vorgrün und das Gras ist kurz, ist der Putter oft die sicherste Wahl. Der Ballkontakt ist einfach.
- Chip: Der Ball landet kurz hinter dem Grünrand und rollt zum Loch. Ein Eisen 8 oder 9, auch ein Pitching Wedge, ist dafür üblich.
- Pitch: Der Ball fliegt höher und landet weicher. Er wird gewählt, wenn ein Hindernis im Weg liegt oder wenig Grün zum Rollen bleibt.
- Bunkerschlag: Aus dem Grünbunker spielen Sie mit dem Sand Wedge. Details dazu finden Sie unter Sand Save.
- Flop Shot: Ein sehr hoher Schlag. Er ist riskant und lohnt sich nur bei wenig Platz zwischen Ball und Fahne.
Wählen Sie vor dem Schlag den Punkt, an dem der Ball landen soll. Dann schauen Sie, wie weit er rollt. Wer den Landepunkt kennt, wählt automatisch den passenden Schläger.
Typische Fehler beim Up and Down
Diese Fehler kosten die meisten Spieler Schläge:
- Zu hohes Risiko: Ein Flop Shot aus schlechter Lage klingt spektakulär, misslingt aber oft. Ein einfacher Chip spart in vielen Fällen einen Schlag.
- Der Blick geht zu früh auf das Ziel. Der Kopf hebt sich, der Schläger trifft den Ball schlecht oder zu früh den Boden.
- Zu wenig Tempo: Ein Chip, der kurz vor dem Grünrand bleibt, verschenkt einen Schlag. Schwingen Sie zügig durch.
- Schlechter Putt danach: Auch ein guter Chip endet oft ein bis zwei Meter vom Loch. Wer diese Putts nicht sicher spielt, verschenkt Pars.
- Falsches Ziel: Nicht jede Fahne ist angreifbar. Wenn die Fahne dicht am Rand steckt, ist die Grünmitte das bessere Ziel.
Ein Hinweis zur Etikette: Markieren Sie Ihren Ball auf dem Grün, bevor Sie ihn aufnehmen, und gleichen Sie Pitchmarken aus. Das gehört zu jedem Up and Down.
Übungen: So trainieren Sie das Up and Down
Das kurze Spiel lässt sich gut auf kleinem Raum üben. Drei Übungen haben sich bewährt:
- Neun-Ball-Spiel: Legen Sie neun Bälle an verschiedene Stellen rund um das Grün, zum Beispiel ins Rough, auf das Vorgrün und in den Bunker. Spielen Sie jeden Ball bis ins Loch. Zählen Sie, wie oft Sie in zwei Schlägen fertig sind. Wiederholen Sie die Übung und versuchen Sie, Ihre Zahl zu verbessern.
- Landepunkt-Training: Legen Sie ein Handtuch auf das Grün. Spielen Sie zehn Chips mit dem Ziel, den Ball auf das Handtuch zu spielen. Dieses Training verbessert Ihr Gefühl für die Rolldistanz.
- Putts aus zwei Metern: Üben Sie fünf Putts aus zwei Metern und zählen Sie die Treffer. Denn ein gutes Up and Down braucht einen sicheren zweiten Schlag.
Üben Sie mit Zielen und Zählen, nicht nur mit Wiederholungen. So sehen Sie Fortschritte und trainieren unter leichtem Druck, wie auf dem Platz. Ein Trainer kann Ihnen zeigen, welche Schlagart zu Ihrem Schwung passt.
Ausprobieren in der Golf Lounge
Das kurze Spiel lässt sich mit Anleitung deutlich schneller verbessern. In der Golf Lounge Resort Hamburg buchen Sie online eine Einzelstunde mit einem PGA Pro, 60 Minuten, täglich nach Terminvereinbarung. Neben ganzen Stunden gibt es kurze Impulseinheiten, zum Beispiel zu Kurzspiel oder Putten. Bei Bedarf wird Ihr Schwung mit TrackMan analysiert.
Häufige Fragen
Was bedeutet Up and Down beim Golf?
Ein Up and Down bedeutet, dass Sie aus einer Lage neben dem Grün mit zwei Schlägen einlochen: einem Chip, Pitch oder Bunkerschlag auf das Grün und einem Putt. Wenn Sie das Grün zuvor in Regulation verfehlt haben, ergibt das ein Par. Es ist ein Maß für Ihr kurzes Spiel.
Ist ein Up and Down dasselbe wie Scrambling?
Nein. Das Up and Down beschreibt zwei Schläge aus einer Lage neben dem Grün. Scrambling ist die Quote aller Bahnen, auf denen Sie das Grün in Regulation verfehlt haben und trotzdem Par oder besser spielen. Die Begriffe liegen eng beieinander, werden aber je nach Statistik unterschiedlich gezählt.
Wie berechnet man die Up-and-Down-Quote?
Sie teilen die Zahl der gelungenen Up and Downs durch die Zahl der Versuche und multiplizieren mit hundert. Zwei Erfolge bei fünf Versuchen sind 40 Prozent. Weil pro Runde nur wenige Versuche anfallen, wird die Zahl erst über mehrere Runden verlässlich.
Welcher Schlag ist beim Up and Down am sichersten?
Das hängt von Lage und Entfernung ab. Meist gilt: so wenig Luft wie möglich, so viel Rollen wie möglich. Liegt der Ball auf kurzem Gras am Grünrand, ist der Putter eine sichere Wahl. Aus dem Rough passt oft ein Chip mit einem mittleren Eisen. Der Pitch ist sinnvoll, wenn ein Hindernis im Weg liegt.
Wie kann ich mein Up and Down verbessern?
Üben Sie mit Zielen und zählen Sie Ihre Erfolge, zum Beispiel mit dem Neun-Ball-Spiel rund um das Grün. Trainieren Sie den Landepunkt und die Rolldistanz. Üben Sie außerdem Putts aus ein bis zwei Metern. Ein Trainer kann Ihnen helfen, die passende Schlagart zu finden.
Stand: Oktober 2026