Greens in Regulation (GIR)

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Greens in Regulation (GIR)

Kurz erklärt

Greens in Regulation, kurz GIR, zeigt im Golf an, ob Sie ein Grün in der vorgesehenen Schlagzahl erreichen. Das gelingt, wenn der Ball nach zwei Schlägen weniger als Par auf dem Grün liegt: auf einem Par 3 nach dem ersten Schlag, auf einem Par 4 nach dem zweiten und auf einem Par 5 nach dem dritten.

Greens in Regulation (GIR): die Regel einfach erklärt

Jede Bahn hat ein Par. Das Par ist die Zahl der Schläge, die ein sehr guter Spieler für die Bahn einplant. Darin sind immer zwei Putts auf dem Grün enthalten. Zieht man diese zwei Putts ab, bleibt die Zahl der Schläge, die ein Spieler höchstens für den Weg zum Grün brauchen soll. Das ist die „Regulation“, also die vorgesehene Schlagzahl.

Die Rechnung lautet deshalb immer: Par minus zwei. Ein Grün gilt als „in Regulation getroffen“, wenn mindestens ein Teil des Balls die Puttfläche berührt, nachdem Sie diese Schlagzahl gespielt haben. Liegt der Ball früher auf dem Grün, zählt das auch. Liegt er später darauf, zählt das GIR nicht.

Im Deutschen sagen Golfer oft einfach „Grün getroffen“, im Englischen spricht man die Abkürzung GIR buchstabenweise aus. Auf Scorekarten und in Statistik-Apps wird pro Bahn nur ein Haken gesetzt: getroffen oder nicht getroffen. Am Ende der Runde ergibt sich daraus eine Zahl zwischen null und achtzehn.

Rechenbeispiele: GIR auf Par 3, Par 4 und Par 5

Ein paar Beispiele zeigen, wie die Zählung funktioniert:

Ein Gegenbeispiel: Auf einem Par 4 treffen Sie mit dem Abschlag das Fairway, der zweite Schlag landet im Grünbunker, der dritte Schlag aus dem Sand liegt auf dem Grün. Nach drei Schlägen ist das Grün erreicht, vorgesehen waren zwei. Kein GIR. Mit einem guten Putt kann trotzdem ein Par entstehen. In der Statistik zählt die Bahn dann als gelungenes Scrambling.

Interessant ist auch die Gegenrichtung: Ein Birdie muss nicht aus einem GIR entstehen. Es kann auch ein eingelochter Chip sein. Meistens liegt aber ein GIR dahinter.

Was zählt als Grün? Vorgrün, Strafschläge und Fahnenstange

Für Einsteiger sorgen drei Punkte oft für Verwirrung.

Erstens das Vorgrün. Das ist der kurz gemähte Streifen rund um das Grün. Liegt der Ball nur dort und berührt die Puttfläche nicht, zählt das nicht als getroffenes Grün. Berührt auch nur ein kleiner Teil des Balls die Puttfläche, zählt das GIR. Manche Statistikanbieter führen zusätzlich eine eigene Zahl „Grün oder Vorgrün in Regulation“, damit man beide Werte vergleichen kann.

Zweitens die Strafschläge. In den üblichen Statistiken zählen sie als Schläge mit. Schlagen Sie auf einem Par 4 den Abschlag ins Wasser, haben Sie nach Strafschlag und Dropp bereits zwei Schläge verbraucht und liegen mit dem dritten Schlag im Spiel. Selbst ein perfekter dritter Schlag auf das Grün ist dann kein GIR mehr.

Drittens der Ball, der über das Grün hinausrollt. Er zählt nur, wenn er auf der Puttfläche liegen bleibt. Ein Ball, der kurz auf dem Grün aufschlägt und dahinter im Rough landet, ist kein GIR.

GIR-Quote: Wie viele Grüns treffen Profis und Amateure?

Die GIR-Quote ist der Anteil getroffener Grüns an allen gespielten Bahnen. Treffen Sie in einer 18-Loch-Runde zwölf Grüns in Regulation, liegt Ihre Quote bei rund 67 Prozent.

Für die Profis der PGA Tour nennt die Tour-Statistik einen Wert von etwas über 65 Prozent. Im Jahr 2019 lag der Durchschnitt bei rund 66 Prozent, das entspricht knapp zwölf Grüns pro Runde. Selbst die besten Spieler der Welt treffen also nicht jedes Grün, und Spitzenwerte liegen bei etwa 70 Prozent und etwas darüber.

Amateure liegen deutlich darunter. Je höher das Handicap, desto weniger Grüns werden in Regulation getroffen. Wer erst mit dem Golfspielen beginnt, trifft oft nur wenige Grüns pro Runde. Das ist völlig normal: Der Weg zum Grün verlangt zwei präzise Schläge, und dafür müssen Länge und Richtung stimmen.

Wichtig für die Einordnung: Die Quote hängt auch vom Platz ab. Auf einem kurzen Platz mit großen Grüns ist sie höher als auf einem langen Platz mit kleinen, gut verteidigten Grüns.

Warum GIR allein nicht reicht: Putts, Scrambling und Strokes Gained

Die Quote sagt viel über Ihre Annäherungsschläge aus, aber nicht alles über Ihr Ergebnis. Zwei Spieler können dieselbe GIR-Quote haben und völlig verschieden scoren. Der Grund ist die Länge des ersten Putts. Liegt der Ball bei drei Metern, ist ein Birdie realistisch. Liegt er bei zwanzig Metern, ist ein Par schon ein gutes Ergebnis.

Deshalb wird GIR meist mit zwei weiteren Zahlen gelesen:

Noch genauer ist die Kennzahl Strokes Gained. Sie bewertet jeden Schlag danach, wie viel er im Vergleich zu einem Durchschnittswert gebracht hat. Dort sehen Sie, ob ein Annäherungsschlag aus 150 Metern gut war, auch wenn der Ball knapp neben dem Grün lag. GIR ist dagegen eine einfache Ja-Nein-Zahl und deshalb leicht zu erfassen und leicht zu verstehen.

Für den Alltag gilt: GIR ist ein guter erster Messwert, weil er sich ohne Technik notieren lässt.

So verbessern Sie Ihre GIR-Quote

Mehr getroffene Grüns entstehen meist durch bessere Entfernungskontrolle, nicht durch mehr Länge. Einige Ansätze haben sich bewährt:

Messen Sie vor allem Ihre Streuung. Ein Ball, der immer fünf Meter links vom Ziel landet, ist leichter zu korrigieren als ein Ball, der mal rechts und mal links fliegt. Ein Trainer kann gemeinsam mit Ihnen klären, ob Schwung, Ausrichtung oder Schlägerwahl die Quote bremsen.

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Für mehr getroffene Grüns zählt, wie genau Sie die Länge Ihrer Annäherungsschläge kennen. In der Golf Lounge Resort Hamburg misst TrackMan III den Ballflug per Radar, an jedem Abschlagplatz der Range und in den Simulator-Boxen. Sie sehen Werte wie Fluglänge, Startwinkel, Abfluggeschwindigkeit und Spin und erkennen so, wie weit Ihr Eisen 7 tatsächlich fliegt. Die Range hat 32 Abschlagplätze auf zwei Ebenen. Ergänzend gibt es eine Videoanalyse mit V1 Pro.

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Häufige Fragen

Was bedeutet Greens in Regulation (GIR) beim Golf?

GIR bedeutet, dass Sie das Grün mit der vorgesehenen Schlagzahl treffen: Par minus zwei. Auf einem Par 3 ist das ein Schlag, auf einem Par 4 sind es zwei und auf einem Par 5 drei Schläge. Es reicht, wenn ein Teil des Balls die Puttfläche berührt. Der Wert zeigt, wie gut Ihre Annäherungsschläge sind.

Wie berechnet man die GIR-Quote?

Sie teilen die Zahl der getroffenen Grüns durch die Zahl der gespielten Bahnen. Bei zwölf getroffenen Grüns auf 18 Bahnen sind es etwa 67 Prozent. Manche Spieler führen die Quote pro Runde, andere über mehrere Runden. Für einen aussagekräftigen Wert lohnt sich der Schnitt aus mehreren Runden.

Zählt ein Ball auf dem Vorgrün als Green in Regulation?

Nein. Als getroffen gilt ein Grün nur, wenn der Ball die Puttfläche berührt. Liegt der Ball auf dem Vorgrün, zählt das nicht als GIR. Manche Statistiken weisen deshalb zusätzlich „Grün oder Vorgrün in Regulation“ aus, um knappe Versuche sichtbar zu machen.

Wie hoch ist eine gute GIR-Quote?

Profis der PGA Tour treffen im Schnitt etwas über 65 Prozent der Grüns, die Besten rund 70 Prozent. Für Amateure gilt: Jeder Anstieg ist ein Fortschritt. Wer von wenigen auf einige Grüns pro Runde kommt, spielt in der Regel deutlich bessere Ergebnisse. Die Quote hängt auch vom Platz ab.

Was ist wichtiger: GIR oder Putten?

Beides gehört zusammen. Wer häufig das Grün trifft, bekommt viele Chancen auf Par und Birdie. Wie oft daraus ein gutes Ergebnis wird, entscheidet das Putten. Für Einsteiger lohnt sich ein Blick auf beide Werte, weil dann sichtbar wird, ob Schläge eher auf dem Weg zum Grün oder auf dem Grün verloren gehen.

Stand: Oktober 2026

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