Annäherung (Approach)

Golf-Lexikon

Annäherung (Approach)

Kurz erklärt

Eine Annäherung, englisch Approach, ist der Schlag, der den Ball aufs Grün bringen soll. Sie spielen sie meist nach dem Abschlag mit einem Eisen oder Wedge, auf kurzen Bahnen auch direkt vom Tee. Ziel ist, dass der Ball auf dem Grün liegen bleibt und möglichst nah an der Fahne endet.

Was ist eine Annäherung beim Golf?

Eine Golfbahn besteht aus Abschlag, Weg zum Grün und Grün. Mit dem Abschlag bringen Sie den Ball in die Nähe des Grüns. Die Annäherung ist der Schlag, der ihn dann auf das Grün befördert. Auf einem Par 4 ist das meist der zweite Schlag, auf einem Par 5 oft der dritte und auf einem Par 3 der Abschlag selbst.

Der Begriff ist nicht scharf abgegrenzt. Im Deutschen spricht man von Annäherung oder Annäherungsschlag, im Englischen von Approach. Manche Trainer meinen damit nur Schläge aus mittlerer Entfernung mit Eisen, andere zählen auch kurze Schläge aus 50 Metern mit dem Wedge dazu. Schläge direkt am Grün heißen eher Chip oder Pitch und gehören zum kurzen Spiel.

Die Annäherung ist ein wichtiger Teil des Spiels. Wer sein Grün trifft, hat die Chance auf Par oder besser. Trifft er es nicht, bleibt ein schwieriger Schlag aus Rough, Bunker oder Hanglage. Im Statistikbegriff Greens in Regulation spiegelt sich das wider.

Die richtige Schlägerwahl bei der Annäherung

Welcher Schläger passt, hängt von der Entfernung zur Fahne ab, aber auch von weiteren Faktoren. Für die Wahl gelten diese Schritte:

Für die Entfernung gilt eine einfache Orientierung: Fliegt der Ball bei Ihnen im Schnitt weniger weit als gedacht, wählen Sie lieber einen Schläger mehr. Viele Freizeitgolfer enden zu kurz. Für Annäherungen mit dem Wedge aus kurzer Distanz lohnt sich eine Abstufung nach Loft. Mehr dazu auf der Themenseite Wedge.

Entfernung messen und Plan machen

Eine gute Annäherung beginnt vor dem Schlag. Auf vielen Plätzen helfen Entfernungsmarker, kleine Pfosten oder Markierungen am Wegrand mit der Distanz zur Mitte des Grüns. Viele Spieler nutzen zusätzlich ein Laser-Entfernungsmessgerät oder eine GPS-Uhr.

Nach den Golfregeln (Regel 4.3) dürfen Sie Entfernung und Richtung mit einem Gerät messen. Nicht erlaubt sind das Messen von Höhenunterschieden, Empfehlungen des Geräts zu Schläger oder Spiellinie sowie das Messen der Windgeschwindigkeit. Die Spielleitung kann Entfernungsmesser per Platzregel auch ganz verbieten. Im Zweifel fragen Sie vor der Runde im Sekretariat.

Häufig genannte Faustregel für Höhenunterschiede: Pro Meter Höhenunterschied zum Grün ändert sich die nötige Schlagweite etwa um einen Meter. Liegt das Grün 5 Meter höher, planen Sie also etwa 5 Meter mehr. Das ist eine Näherung, die vom Schläger und von der Flughöhe abhängt. Prüfen Sie Ihre eigenen Erfahrungswerte.

Beispiel aus der Praxis: Annäherung auf einem Par 4

Ein Par-4-Loch hat 370 Meter. Ihr Abschlag fliegt 200 Meter und bleibt auf dem Fairway. Bis zur Mitte des Grüns bleiben 170 Meter. Vor dem Grün liegt ein Bunker, der Beginn des Grüns ist bei 160 Metern, das Ende bei 180 Metern. Die Fahne steht hinten bei 176 Metern.

Aus Ihrer Schlagweiten-Tabelle wissen Sie, dass das Eisen 5 bei normalem Schwung etwa 165 Meter weit fliegt und das Eisen 4 etwa 175 Meter. Windstille herrscht, der Boden ist weich. Fehlschläge enden bei Ihnen meist kurz, und der Bunker liegt direkt vor dem Grün. Deshalb wählen Sie das Eisen 4 und zielen auf die Mitte des Grüns, obwohl die Fahne weiter hinten steht.

Landet der Ball in der Mitte, hat er Platz für einen kleinen Fehler nach links oder rechts. Selbst ein etwas zu kurzer Schlag landet noch hinter dem Bunker, weil Sie mit Reserve gewählt haben. Sie haben ein Grün in Regulation und im besten Fall einen langen Putt, im schlechteren Fall einen sauberen Zweiputt. Wären Sie mit dem Eisen 5 direkt auf die Fahne gegangen, wäre jeder kleine Fehler im Bunker gelandet. Der sichere Plan hat sich bezahlt gemacht.

Typische Fehler bei Annäherungen

Einige Muster erkennt jeder Trainer sofort:

Die Annäherung ist kein Kraftschlag. Wer ruhig schwingt und das Ziel kennt, trifft häufiger das Grün.

Training: So werden Ihre Annäherungen besser

Üben Sie Annäherungen mit festen Zielen und kleinen Aufgaben.

Messdaten helfen. Wenn Sie wissen, wie weit Carry und Streuung bei Ihnen wirklich sind, wählen Sie auf dem Platz sicherer. Ein Trainer zeigt, wie Sie Treffpunkt und Schlagflächenstellung verbessern.

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Häufige Fragen

Was ist eine Annäherung beim Golf?

Die Annäherung, englisch Approach, ist der Schlag, der den Ball aufs Grün bringen soll. Sie wird meist mit einem Eisen oder Wedge gespielt, auf einem Par 4 oft als zweiter Schlag. Das Ziel ist, auf dem Grün zu landen und möglichst nahe an die Fahne zu kommen.

Welcher Schläger passt für die Annäherung?

Das hängt von der Entfernung zur Mitte des Grüns ab. Als Orientierung dienen Eisen 7 bis 9, Pitching und Gap Wedge. Entscheidend ist Ihre eigene Schlagweite. Wind, Höhenunterschied und Lage verändern die Wahl. Bei Zweifeln nehmen Sie lieber einen Schläger mehr als einen weniger.

Wohin soll ich bei der Annäherung zielen?

Meist auf die Mitte des Grüns, nicht auf die Fahne. So haben Sie nach rechts und links, vorn und hinten Spielraum für kleine Fehler. Auf die Fahne zielen sollten Sie nur, wenn sie weit vom Rand entfernt steht und kein Hindernis wartet.

Was ist der Unterschied zwischen Approach, Pitch und Chip?

Die Begriffe überschneiden sich. Der Approach ist der Schlag aufs Grün aus mittlerer Entfernung. Ein Pitch ist ein kurzer, hoher Schlag aus meist weniger als 50 Metern. Ein Chip ist ein flacher Schlag mit viel Roll direkt vom Grünrand. Alle drei gehören zur Annäherung an das Loch.

Wie verbessere ich meine Annäherungen?

Messen Sie die Schlagweiten Ihrer Schläger, trainieren Sie mit Zielzonen und üben Sie feste Schwunglängen. Planen Sie auf dem Platz die Entfernung zur Grünmitte und notieren Sie, wo Ihre Bälle landen. Ein Trainer und Messdaten zeigen, ob Treffpunkt, Schlagflächenstellung oder Entfernungsgefühl den Fehler verursachen.

Stand: Oktober 2026

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