Minigolf (Putt Course)

Golf-Lexikon

Minigolf (Putt Course)

Kurz erklärt

Minigolf ist eine Golfvariante, bei der Sie mit einem Schläger, meist einem Putter, einen kleinen Ball über kurze Bahnen mit Hindernissen ins Loch spielen. Es gewinnt, wer die wenigsten Schläge braucht. Minigolf kommt ohne Vorkenntnisse aus, eignet sich für alle Altersgruppen und ist für viele Menschen der erste Kontakt mit dem Golfspiel.

Minigolf: Was ist das und wie funktioniert es?

Beim Minigolf spielen Sie eine Runde aus meist 18 Bahnen. Auf jeder Bahn liegt der Ball auf einer Abschlagfläche, und das Ziel ist ein Loch am anderen Ende. Die Bahn ist meist nur wenige Meter lang. Dazwischen liegen Hindernisse wie Hügel, Rampen, Tunnel, Röhren, Mauern oder drehende Windmühlen.

Sie spielen mit einem einzigen Schläger. Das ist in der Regel ein Putter, der an Freizeitanlagen meist am Eingang ausgegeben wird. Die Bälle bestehen meist aus Kunststoff oder Gummi und sind oft farbig, damit jeder Spieler seinen Ball erkennt.

Gespielt wird der Reihe nach. Wer das Loch erreicht hat, notiert die Zahl der Schläge auf der Scorekarte. Am Ende der Runde werden alle Bahnen addiert. Es gewinnt, wer die wenigsten Schläge hat. Ein „Ass“ bedeutet, dass der Ball mit dem ersten Schlag im Loch liegt. Das gelingt auf einfachen Bahnen häufiger als auf Bahnen mit Hindernissen.

Minigolf lässt sich für Anfänger in wenigen Minuten erklären. Genau das macht den Reiz aus: Alle können zusammen spielen, auch Kinder, Eltern und Großeltern.

Bahnsysteme: Beton, Eternit, Filz und Freizeitbahnen

Beim Minigolf unterscheidet man zwei Welten: Freizeitanlagen und Sportanlagen.

Auf Freizeitanlagen sind die Bahnen unterschiedlich gestaltet. Es gibt feste Hindernisse, Themenbahnen und Kunstrasen oder Beton als Untergrund. Die Regeln hängen vom Betreiber ab und stehen meist am Eingang oder auf der Scorekarte.

Der Sport hat genormte Bahnsysteme. Der Weltverband Minigolf (WMF) erkennt vier Typen an: Beton, Eternit, Filz und den „Minigolf Open Standard“. Die genormten Bahnen sind bei Turnieren an allen Orten gleich aufgebaut. Turnierspieler bringen dort oft eine ganze Auswahl an Bällen mit, die sich in Härte und Sprungverhalten unterscheiden. Nach gängigen Angaben sind Betonbahnen etwa zwölf Meter lang und gut einen Meter breit, mit einer festen Reihenfolge von Hindernissen.

Für Einsteiger ist der Unterschied wichtig, wenn sie sich zu einem Turnier anmelden. Für einen Nachmittag mit der Familie spielt er keine Rolle. Hier gilt: Lesen Sie die Regeln der Anlage, bevor Sie loslegen. Bälle und Schläger gehören dem Betreiber, und die Platzordnung kann Wartezeiten, Maximalschlagzahl und Wetterregeln enthalten.

Regeln und Zählweise beim Minigolf

Für die Zählung gibt es einige Grundregeln, die auf den meisten Anlagen ähnlich sind:

Bei Minigolf gilt ein Grundsatz der Etikette: Warten Sie, bis die Gruppe vor Ihnen die Bahn verlassen hat, und halten Sie den Spielfluss aufrecht. Auf vielen Anlagen warten die nächsten Spieler schon.

Herkunft: Von der Putting-Bahn zum Freizeitspaß

Die Geschichte des Minigolfs lässt sich nicht auf ein einziges Datum festlegen. Als Vorläufer wird gern die Putting-Anlage „The Himalayas“ in St Andrews genannt, die im Jahr 1867 für den dortigen Damenclub angelegt wurde. Dort wurde nur geputtet, es gab aber schon kleine Hügel auf dem Grün.

Als erste genormte Anlagen für den Massenmarkt gelten Anlagen in den USA im frühen 20. Jahrhundert. Genannt werden die Anlage „Thistle Dhu“ im Jahr 1916 in Pinehurst, North Carolina, und die Patentanmeldung für „Tom Thumb Golf“ von Garnet Carter aus dem Jahr 1927. Carter baute seine Bahnen mit Märchenfiguren und künstlichen Hindernissen. In den Jahren danach entstanden in den USA Tausende Anlagen.

In Europa entwickelte sich der Sport anders. Die erste genormte Anlage mit Betonbahnen entstand nach den üblichen Darstellungen im Jahr 1954 in Ascona in der Schweiz. Die erste deutsche Anlage folgte 1955 in Traben-Trarbach, die erste Europameisterschaft 1959. Seitdem ist Minigolf in Deutschland sowohl ein Freizeitvergnügen als auch ein organisierter Sport mit Turnieren.

Minigolf und Golf: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Minigolf und Golf teilen Idee und Zählweise: Ein Ball soll mit möglichst wenigen Schlägen ins Loch. Doch fast alles andere ist verschieden.

Minigolf ist deshalb ein guter erster Kontakt. Wer es spielt, übt unbewusst das Putten: Gefühl für die Länge, das Lesen einer Linie und eine ruhige Schlagbewegung. Das hilft später auf dem Grün. Für Einsteiger gilt jedoch: Minigolf ersetzt keinen Golfkurs. Der volle Schwung mit Eisen und Holz wird erst auf der Driving Range und im Training erlernt.

Tipps für bessere Minigolf-Runden

Mit wenigen Grundsätzen spielen Sie gleich besser:

Für Familien gilt: Lassen Sie Kinder mitzählen. So wird aus dem Spiel auch eine kleine Rechenaufgabe. Ein Ass wird zum Erfolgserlebnis, ein verpatzter Schlag zur Geschichte für den Abend.

Minigolf spielen: Ablauf, Etikette und Wetter

Ein Besuch auf einer Minigolfanlage folgt meist demselben Ablauf. Sie melden sich an, erhalten Schläger, Bälle und eine Scorekarte und gehen zur ersten Bahn. Gruppen von bis zu vier Personen sind üblich. Größere Gruppen teilen sich auf.

Zur Etikette gehören einige Punkte: Bleiben Sie hinter dem Spieler, der gerade schlägt. Betreten Sie die Bahn nicht, solange jemand spielt. Spielen Sie zügig, damit nachfolgende Gruppen nicht warten. Lassen Sie Schläger und Bälle nicht auf der Bahn liegen.

Das Wetter spielt eine Rolle. Nasse Bahnen verändern das Rollverhalten des Balls, und bei Gewitter sind Außenanlagen geschlossen. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten der Anlage.

Wer in Hamburg oder anderswo nach Minigolf in der Nähe sucht, sollte vor dem Besuch Öffnungszeiten, Wetterregeln und Gruppengrößen der Anlage prüfen. Das erspart Wartezeit vor verschlossenen Toren.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Minigolf spielen können Sie in der Golf Lounge Resort Hamburg in Hamburg-Moorfleet auf dem 9-Loch Putt Course, dem „Blauen Kurs“. Er bietet neun kurze Bahnen mit überschaubaren Distanzen und klaren Linien, für alle Altersgruppen und bis zu vier Personen pro Buchung. Schläger werden gestellt, Vorkenntnisse und Platzreife brauchen Sie nicht. Der Putt Course bleibt auch im Winter in Betrieb. Wer danach mehr Golf will: Der 6-Loch-Kurzplatz „Rot“ ist ohne Platzreife spielbar.

6-Loch-Kurzplatz ansehen

Häufige Fragen

Was ist Minigolf?

Minigolf ist eine Golfvariante mit kurzen Bahnen und künstlichen Hindernissen. Sie spielen mit einem Schläger, meist einem Putter, und wollen den Ball mit möglichst wenigen Schlägen ins Loch bringen. Eine Runde besteht meist aus 18 Bahnen. Es gewinnt, wer insgesamt die wenigsten Schläge braucht.

Wie viele Schläge darf man beim Minigolf pro Bahn machen?

Im Sportminigolf sind es höchstens sechs Schläge pro Bahn. Danach wird die Bahn mit sieben Punkten gewertet. Auf Freizeitanlagen legt der Betreiber die Höchstzahl fest, oft sind es ebenfalls sechs. Die Regel hängt am Eingang oder steht auf der Scorekarte.

Wie unterscheidet sich Minigolf von Golf?

Beim Minigolf spielen Sie mit einem Putter auf kurzen, festen Bahnen mit Hindernissen. Golf wird mit mehreren Schlägern auf einem großen Platz gespielt. Beim Minigolf zählt die Gesamtzahl der Schläge, beim Golf der Vergleich mit dem Par. Für Minigolf brauchen Sie keine Vorkenntnisse und keine Platzreife.

Was ist ein Putt Course?

Ein Putt Course ist eine Anlage zum Putten, also zum Spielen kurzer Bälle ins Loch. Der Begriff wird auch als Name für Minigolfanlagen verwendet. Typisch sind kurze Bahnen, überschaubare Distanzen und klare Linien. Er eignet sich für Einsteiger und alle Altersgruppen.

Ab welchem Alter kann man Minigolf spielen?

Dafür gibt es keine feste Altersgrenze. Kinder können spielen, sobald sie den Schläger sicher führen und den Ball in Richtung Loch bringen können. Kleine Kinder sollten von Erwachsenen begleitet werden. Auf manchen Anlagen helfen kürzere Schläger, die der Betreiber bereithält.

Stand: Oktober 2026

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