Hook

Golf-Lexikon

Hook

Kurz erklärt

Ein Hook ist ein Golfschlag, bei dem der Ball in einer starken Kurve von rechts nach links fliegt (für Rechtshänder, bei Linkshändern spiegelverkehrt). Er entsteht, wenn die Schlagfläche im Treffmoment zur Schwungbahn geschlossen ist. Ein leichter Hook heißt Draw und wird oft bewusst gespielt. Ein zu starker Hook kostet Weite und Kontrolle.

Was ist ein Hook beim Golf?

Beim Hook krümmt sich die Flugbahn des Balls stark zur Seite. Für Rechtshänder wandert der Ball nach links, für Linkshänder nach rechts. Wenn in diesem Text von „links“ die Rede ist, gilt das für Rechtshänder. Der Name beschreibt die hakenförmige Flugkurve: Der Ball startet geradeaus oder rechts vom Ziel und biegt dann scharf nach links ab.

Ein Hook ist ein Flugfehler, ähnlich wie sein Gegenteil, der Slice. Für viele Spieler ist er unangenehm, weil der Ball weit links vom Fairway landet, oft im Rough, im Wasser oder im Aus. Der besonders harte Fall heißt „Duck Hook“: Der Ball fliegt dabei flach und biegt abrupt nach links ab, rollt danach weit. Ein Hook hat eine stark nach links geneigte Spinachse, umgangssprachlich Seitenspin genannt, und kommt meist aus einer Kombination aus Schlagflächenstellung und Schwungbahn.

Wie ein Hook entsteht: Schlagfläche und Schwungbahn

Zwei Größen entscheiden über den Ballflug: die Richtung der Schlagfläche im Treffmoment (Face Angle) und die Bewegungsrichtung des Schlägerkopfs (Club Path). Der Ball startet überwiegend in die Richtung, in die die Schlagfläche zeigt. Wie stark er krümmt, hängt vom Unterschied beider Werte ab. Dieser Unterschied heißt „Face to Path“.

Beim Hook ist die Schlagfläche relativ zur Schwungbahn geschlossen, sie zeigt also weiter links als die Bahn. TrackMan zeigt das als negativen Face-to-Path-Wert. Ein Beispiel: Die Schlagfläche zeigt genau zum Ziel (0 Grad), die Schwungbahn läuft aber mit plus 6 Grad von innen nach außen. Der Face-to-Path-Wert beträgt minus 6 Grad. Der Ball startet dann fast geradeaus, eher leicht rechts, und biegt nach links ab. Schon kleine Werte haben Wirkung: Laut TrackMan erzeugen bei Tour-Spielern mit dem Driver bereits etwa minus 2 Grad rund 17 Meter Kurve nach links.

Hook, Draw, Pull und Pull Hook: Die Abgrenzung

Mehrere Begriffe werden oft verwechselt:

Also gilt: Der Unterschied zwischen Draw und Hook ist vor allem die Stärke der Kurve. Ein Draw ist ein kontrollierter Hook im Rahmen des Fairways. Wer ungewollt hookt, hat zu viel Kurve.

Ursachen: Warum hooken Golfer?

Die häufigsten Gründe für einen Hook sind:

Eine Ursache allein reicht oft aus. Meist kommen mehrere zusammen, deshalb lohnt sich der Blick auf die Daten.

Beispiel aus der Praxis: Hook auf einem Par 4

Ein Par-4-Loch ist 360 Meter lang, links vom Fairway liegt ein Teich, der als rote Penalty Area markiert ist. Sie zielen mit dem Driver auf die Mitte. Der Ball startet geradeaus, krümmt dann stark nach links und landet im Teich. Das ist der Hook.

Da der Ball in einer Penalty Area liegt, haben Sie Erleichterung gegen einen Strafschlag. Bei roten Pfählen gibt es als zusätzliche Möglichkeit die seitliche Erleichterung (Regel 17). Sie droppen dann einen Ball innerhalb von zwei Schlägerlängen von dem Punkt, an dem der Ball zuletzt die Grenze gekreuzt hat, nicht näher zur Fahne. Ihr erster Schlag war der Abschlag, der zweite der Strafschlag, der dritte kommt aus dem Drop.

Im besten Fall erreichen Sie mit dem dritten Schlag aus dem Drop das Grün. Mit zwei Putts steht dann eine 5 auf der Karte, ein Bogey. Landet der dritte Schlag neben dem Grün, wird schnell ein Doppelbogey daraus. Ein Hook in die Penalty Area kostet also mindestens einen Strafschlag. Das ist der Grund, warum viele Spieler vor allem den Hook loswerden möchten.

Hook korrigieren: Tipps für einen kontrollierten Ballflug

Beim Korrigieren geht es meistens um Griff, Ausrichtung und Hände. Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

Wichtig: Ändern Sie nicht alles auf einmal, sondern eine Sache pro Trainingseinheit. Dann sehen Sie, was wirkt.

Hook messen: Was TrackMan Ihnen zeigt

Am deutlichsten sehen Sie die Ursache eines Hooks in den Messwerten. TrackMan misst unter anderem diese Werte:

So erkennen Sie schnell, ob die Schlagfläche zu geschlossen ist oder die Schwungbahn zu stark von innen kommt. Der Vorteil: Sie arbeiten gezielt an einem Wert statt an allem gleichzeitig.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Ob Ihr Hook eher an der Schlagfläche oder an der Schwungbahn liegt, dafür liefert die Messung wichtige Hinweise. In der Golf Lounge Resort Hamburg arbeitet TrackMan III mit Radar-Ballflugmessung an jedem Abschlagplatz und in den Simulator-Boxen. Gemessen werden unter anderem Startwinkel, Abfluggeschwindigkeit, Schlägerkopfgeschwindigkeit, Fluglänge und Spin. Ergänzend gibt es V1 Pro Videoanalyse. Die Boxen sind ganzjährig und wetterunabhängig nutzbar, bis zu vier Personen spielen pro Buchung zusammen.

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Häufige Fragen

Was ist ein Hook beim Golf?

Ein Hook ist ein Schlag mit starker Linkskurve des Balls (für Rechtshänder, bei Linkshändern spiegelverkehrt). Er entsteht, wenn die Schlagfläche im Treffmoment relativ zur Schwungbahn geschlossen ist. Der Ball startet geradeaus oder rechts vom Ziel und biegt dann stark ab. Ein leichter Hook heißt Draw.

Was ist der Unterschied zwischen Hook und Draw?

Beide sind Kurven nach links. Der Draw ist eine leichte, kontrollierte Kurve, die viele Spieler bewusst nutzen, um mehr Rollweite zu bekommen. Der Hook ist eine starke Kurve, die den Ball weit vom Ziel wegführt. Der Unterschied liegt also vor allem in der Stärke der Kurve.

Was sind die häufigsten Ursachen für einen Hook?

Typische Ursachen sind ein zu starker Griff, Hände, die vor dem Treffmoment zu früh überrollen, eine zu stark von innen kommende Schwungbahn, ein zu weit hinten liegender Ball und eine Ausrichtung nach rechts. Meist wirken mehrere Ursachen zusammen. Auch ein Ball über den Füßen am Hang neigt zum Hook.

Wie korrigiert man einen Hook?

Beginnen Sie mit dem Griff: Drehen Sie beide Hände in eine neutrale Position, bei der linken Hand sind etwa zwei Knöchel zu sehen. Prüfen Sie dann Ausrichtung und Ballposition. Schwingen Sie mit dem Körper statt mit den Händen und halten Sie die Schlagfläche länger zum Ziel. Ändern Sie nur eine Sache pro Einheit.

Was ist ein Duck Hook?

Der Duck Hook ist ein besonders harter Hook. Der Ball fliegt flach, biegt abrupt nach links ab und rollt danach weit. Er entsteht meist, wenn die Schlagfläche sehr stark zur Schwungbahn geschlossen ist. Für viele Spieler ist er der unangenehmste Fehlschlag, weil der Ball weit links endet.

Stand: Oktober 2026

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