Draw

Golf-Lexikon

Draw

Kurz erklärt

Ein Draw ist im Golf ein Schlag, dessen Ball leicht von rechts nach links kurvt (bei Rechtshändern). Der Ball startet rechts vom Ziel oder auf der Zielline und biegt am Ende zur Mitte zurück. Ein Draw ist kontrolliert und gewollt, fliegt meist etwas flacher als ein Fade und rollt nach der Landung weiter.

Draw im Golf: Was bedeutet das?

Ein Draw ist eine leichte, kontrollierte Kurve des Balls. Bei Rechtshändern kurvt der Ball von rechts nach links, bei Linkshändern von links nach rechts. Im Folgenden gilt immer die Sicht eines Rechtshänders.

Der Ball startet in der Regel rechts von der Zielline oder genau darauf und kommt im Flug zurück zur Mitte. Eine stärkere, oft unerwünschte Kurve nach links nennt man Hook. Startet der Ball schon links und kurvt weiter nach links, spricht man von einem Pull-Hook.

Der Draw hat einen guten Ruf. Er fliegt häufig etwas flacher, weil er meist mit etwas weniger Rückwärtsdrall startet, und rollt nach der Landung weiter. Dadurch ist die Gesamtlänge meist größer als bei einem Fade. Viele Turnierspieler setzen ihn bewusst ein, wenn die Bahn nach links biegt oder der Wind von links kommt. Der Draw ist der Gegenspieler des Fade.

Warum kurvt der Ball? Die Ballflugregeln einfach erklärt

Zwei Dinge bestimmen, wie der Ball fliegt: die Richtung der Schlagfläche und die Richtung der Schwungbahn im Treffmoment.

Das ergibt das Rezept für den Draw: Die Schwungbahn läuft von innen nach außen, die Schlagfläche zeigt etwas weniger weit nach rechts als die Bahn. Dann startet der Ball rechts und kurvt zurück. Liegt der Wert Face to Path stark im negativen Bereich, wird aus dem Draw ein Hook. TrackMan beschreibt diese Zusammenhänge als Grundlage der heutigen Ballflugregeln.

So spielen Sie einen Draw Schritt für Schritt

Für den Draw ändern Sie nur wenige Dinge. Üben Sie die Schritte zuerst mit einem Eisen 7, dann mit dem Driver.

Der Schwung selbst fühlt sich kaum anders an als sonst. Das Gefühl ist ein Schwung entlang der Körperlinie nach rechts, bei dem die Hände ruhig bleiben und die Schlagfläche ihre Richtung hält.

Draw, Fade, Hook und Slice im Vergleich

Die Ballkurven gehören zusammen. Ein Überblick hilft bei der Einordnung.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Absicht und Zufall. Ein Draw ist ein Schlag, den Sie vorher planen. Entsteht dieselbe Kurve ohne Plan und viel zu stark, spricht man vom Hook. Ziel ist es, die Kurve zu steuern. Auch gute Spieler haben eine Lieblingskurve, die sie am sichersten spielen.

Typische Fehler beim Draw

Wer den Draw lernt, stößt auf wenige, aber typische Hürden.

Den besten Weg zum Draw zeigt die Messung. Schreiben Sie nach jedem Schlag die Startrichtung und die Kurve auf. Merken Sie sich, wann sich der Ball gut anfühlt, und wiederholen Sie diese Bedingungen.

Einsteiger sollten zuerst einen stabilen, geraden Ball lernen. Erst danach lohnt sich der gezielte Draw. Auch dann ist es besser, ihn mit einem Eisen zu üben als gleich mit dem Driver, weil die Kurve bei langen Schlägern schnell größer wird.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Ob Ihr Ball wirklich kurvt, sagt Ihnen das Radar. An der TrackMan Range und in den Simulator-Boxen der Golf Lounge messen TrackMan-Systeme jeden Schlag, ähnlich wie auf der Profi-Tour. Im Training sehen Sie Messwerte wie Startwinkel, Abfluggeschwindigkeit, Schlägerkopfgeschwindigkeit, Fluglänge und Spin. Die PGA-Trainer ergänzen das auf Wunsch mit V1 Pro Videoanalyse. So können Sie prüfen, ob aus Ihrem Draw ein Hook wird und wie sich Änderungen an Griff und Ausrichtung auswirken.

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Häufige Fragen

Was ist ein Draw im Golf?

Ein Draw ist ein kontrollierter Schlag, bei dem der Ball bei Rechtshändern leicht von rechts nach links kurvt. Er startet rechts vom Ziel oder auf der Zielline und kehrt im Flug zur Mitte zurück. Er fliegt meist etwas flacher als ein Fade und rollt nach der Landung weiter.

Wie schlägt man einen Draw?

Richten Sie Füße und Körper etwas nach rechts aus, lassen Sie die Schlagfläche aufs Ziel zeigen und schwingen Sie den Schläger von innen nach außen. Ein leicht stärkerer Griff hilft. Üben Sie zuerst mit einem Eisen 7. Der Ball startet rechts vom Ziel und kurvt zurück.

Was ist der Unterschied zwischen Draw und Fade?

Der Draw kurvt bei Rechtshändern von rechts nach links, der Fade von links nach rechts. Der Draw fliegt flacher und rollt weiter, der Fade fliegt höher und landet weicher. Beide sind gewollte Schläge. Ein Draw entsteht über eine Schwungbahn von innen nach außen, ein Fade meist über eine Bahn von außen nach innen relativ zum Ziel.

Was ist der Unterschied zwischen Draw und Hook?

Der Draw ist eine leichte, gewollte Kurve von rechts nach links. Der Hook ist eine starke, meist ungewollte Kurve in dieselbe Richtung. Entscheidend ist der Wert Face to Path: Ist er zu stark negativ, entsteht aus dem Draw ein Hook. Ein Hook landet oft weit links im Rough.

Ist ein Draw besser als ein Fade?

Keiner von beiden ist grundsätzlich besser. Der Draw bringt oft mehr Länge durch den Roll, der Fade mehr Kontrolle beim Landen. Viele Spieler fühlen sich mit einer Kurve sicherer. Wählen Sie die Form, die zu Ihrem Schwung passt, und nutzen Sie die andere nur bei Bedarf.

Stand: Oktober 2026

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