Vierball-Bestball (Fourball)

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Vierball-Bestball (Fourball)

Kurz erklärt

Vierball-Bestball, kurz Vierball oder Fourball, ist eine Spielform für Zweierteams. Jeder Partner spielt seinen eigenen Ball bis ins Loch. Für das Team zählt auf jedem Loch nur das bessere der beiden Ergebnisse. Geregelt ist der Vierball in Regel 23 der Golfregeln. Er wird im Lochspiel und im Zählspiel gespielt, oft auch nach Stableford.

Was ist Vierball-Bestball?

Beim Vierball-Bestball bilden zwei Spieler eine Partei, in den Golfregeln Seite genannt. Anders als beim Vierer spielt hier jeder Partner seinen eigenen Ball, und zwar vom Abschlag bis ins Loch. Am Ende des Lochs vergleicht die Seite die beiden Ergebnisse. Das bessere zählt, das schlechtere wird gestrichen.

Der Name erklärt sich so: Bei einem Match treten zwei Seiten mit je zwei Spielern an. Es sind also vier Bälle im Spiel. Bestball heißt die Form, weil der beste Ball der Seite zählt. Im Englischen sagt man Four-Ball oder Better Ball.

Diese Spielform ist sehr beliebt, weil sie zwei Dinge verbindet. Jeder spielt wie in einer normalen Einzelrunde. Gleichzeitig gibt der Partner Rückhalt. Wenn Ihnen ein Loch misslingt, kann Ihr Partner es retten. Für Einsteiger ist das entlastend, für geübte Spieler ist es eine Einladung, mutiger zu spielen.

Regel 23: so funktioniert der Vierball

Regel 23 der Golfregeln beschreibt den Vierball. Die wichtigsten Punkte:

Im Zählspiel muss auf der Scorekarte klar erkennbar sein, welcher Partner welches Ergebnis gespielt hat. Welches Ergebnis für die Seite zählt, ermittelt die Spielleitung. Ein Spieler, dessen Ergebnis auf dem Loch nicht mehr zählen kann, darf aufnehmen. Das hält das Spieltempo hoch.

Vierball im Lochspiel, Zählspiel und nach Stableford

Der Vierball lässt sich mit allen gängigen Wertungen kombinieren.

Im Profigolf kennen viele den Vierball aus dem Ryder Cup und dem Solheim Cup. Dort gibt es an den ersten beiden Tagen eigene Fourball-Runden im Lochspiel. Zwei Spieler eines Teams treten dabei gegen zwei Spieler des anderen Teams an.

Beispiel aus der Praxis: Vierball nach Stableford

Julia und Max spielen einen Vierball-Bestball nach Stableford. Julia hat auf diesem Par 4 einen Vorgabeschlag, Max hat keinen.

Am nächsten Loch, einem Par 3, dreht sich das Bild. Julia hat wieder einen Vorgabeschlag und trifft das Grün. Sie locht mit 3 Schlägen ein, ein Netto-Birdie mit 3 Punkten. Max hat seinen Abschlag ins Wasser gespielt. Weil er Julias Ergebnis nicht mehr übertreffen kann, nimmt er auf.

Nach zwei Löchern hat die Seite 5 Punkte. Jeder hat einmal das Ergebnis geliefert. So funktioniert ein gutes Vierball-Team: Mal trägt der eine, mal der andere.

Vorgabe beim Vierball-Bestball

Im Vierball spielt jeder seinen eigenen Ball, deshalb bekommt jeder Spieler eine eigene Vorgabe. Weil aber nur das bessere Ergebnis zählt, ist ein Team mit voller Vorgabe im Vorteil. Darum wird die Vorgabe meist reduziert. Wie genau, legt die Ausschreibung des Turniers fest.

Das World Handicap System empfiehlt in Anhang C:

Beispiel Zählspiel: Julia hat eine Spielvorgabe von 24, Max von 10. Mit 85 Prozent spielt Julia mit 20,4, also 20, und Max mit 8,5, also 9 Schlägen.

Ob eine Vierball-Runde für das persönliche Handicap zählt, hängt von der Ausschreibung und den Vorgaben des nationalen Verbands ab. Fragen Sie im Zweifel die Spielleitung.

Tipps für Ihr Vierball-Team

Im Vierball zahlt sich eine gute Arbeitsteilung aus.

Achten Sie außerdem darauf, keinen Ball des Partners zu spielen. Im Vierball hat jeder seinen eigenen Ball. Ein Schlag mit dem falschen Ball wird wie im Einzel bestraft.

Abgrenzung: Vierball, Vierer und Scramble

Die Teamspielformen im Golf unterscheiden sich vor allem darin, wie viele Bälle gespielt werden und wann ausgewählt wird.

Auch der Begriff Bestball wird nicht immer gleich verwendet. In älteren Fassungen der Golfregeln gab es eine Spielform, bei der ein einzelner Spieler gegen den besten Ball von zwei oder drei anderen antrat. Diese Form steht seit 2019 nicht mehr im Regelbuch. Wenn heute von Bestball die Rede ist, ist fast immer der Vierball-Bestball gemeint.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Ein Vierball-Match zwei gegen zwei passt genau in eine Tee-Time auf dem 9-Loch-Platz der Golf Lounge Resort Hamburg in Moorfleet, denn pro Buchung sind bis zu vier Spieler möglich. Der Schwarze Kurs hat Par 33 mit Par-3- und Par-4-Bahnen, Wasserhindernissen und Bunkern. Gespielt wird mit Platzreife (DGV) von April bis Dezember. Ihre Tee-Time buchen Sie online, auch als Gast ohne Mitgliedschaft.

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Häufige Fragen

Was ist Vierball-Bestball beim Golf?

Beim Vierball-Bestball spielen zwei Partner als Team, aber jeder mit seinem eigenen Ball bis ins Loch. Auf jedem Loch zählt nur das bessere der beiden Ergebnisse für die Seite. Gespielt wird im Lochspiel gegen ein anderes Team, im Zählspiel oder nach Stableford. Die Regeln stehen in Regel 23 der Golfregeln.

Was ist der Unterschied zwischen Vierball und Vierer?

Beim Vierball spielt jeder Partner seinen eigenen Ball, und das bessere Ergebnis zählt. Beim Vierer spielen beide Partner zusammen einen Ball und schlagen abwechselnd. Der Vierer verlangt mehr Abstimmung, denn jeder Fehler trifft sofort beide. Der Vierball ist näher am normalen Einzelspiel und verzeiht einzelne schlechte Löcher.

Welche Vorgabe gilt beim Vierball-Bestball?

Das World Handicap System empfiehlt im Zählspiel und nach Stableford 85 Prozent der Spielvorgabe jedes Spielers. Im Lochspiel sind es 90 Prozent, danach spielt der beste Spieler ohne Vorgabeschläge und die anderen erhalten den Unterschied. Verbindlich ist immer die Ausschreibung des jeweiligen Turniers.

Was bedeutet Fourball im Golf?

Fourball ist der englische Name für den Vierball-Bestball. Der Begriff kommt daher, dass im Match zwei Teams mit je zwei Spielern antreten und damit vier Bälle im Spiel sind. Für jedes Team zählt auf jedem Loch der bessere Ball. Im Ryder Cup ist Fourball eine der beiden Teamspielformen.

Stand: Oktober 2026

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