Golf-Lexikon
TrackMan Combine
Kurz erklärt
Der TrackMan Combine ist ein standardisierter Test für das Ballspiel. Nach gängigen Beschreibungen schlagen Sie 60 Bälle auf feste Zielentfernungen und mit dem Driver, und jeder Schlag erhält 0 bis 100 Punkte. Ergebnis ist ein Gesamtscore, den Sie mit anderen Spielern vergleichen können, auch nach Handicap-Gruppen.
Was ist der TrackMan Combine?
Der TrackMan Combine ist ein standardisierter Test, mit dem Golfer ihre Fähigkeit messen, den Ball zu kontrollieren. Er läuft auf einem TrackMan Launch Monitor und besteht aus einer festen Abfolge von Schlägen auf verschiedene Ziele. Alle Spieler absolvieren denselben Test, deshalb lassen sich die Ergebnisse gut vergleichen, auch wenn sie an verschiedenen Orten entstehen.
Der Combine ist weder ein Turnier noch ein Handicap-Test. Er sagt nichts über Ihre Platzstrategie, Ihr Putten oder Ihre Nerven. Er zeigt, wie präzise Sie bei verschiedenen Entfernungen Weite und Richtung steuern. Der Test wird von Trainern gern genutzt, um Stärken und Schwächen im Ballspiel objektiv zu bestimmen, und von Spielern, um Fortschritte über Wochen und Monate zu verfolgen.
Ablauf: 60 Schläge auf feste Ziele
Nach den gängigen Beschreibungen von Golfverbänden und Trainern umfasst der Combine 60 Schläge. Dabei spielen Sie jeweils mehrere Bälle auf Zielentfernungen von 60, 70, 80, 90, 100, 120, 140, 160 und 180 Yards, das sind umgerechnet rund 55 bis 165 Meter, und zusätzlich mit dem Driver. Typischerweise schlagen Sie dreimal auf jedes Ziel und dreimal Driver, dann wiederholt sich der Durchgang. Trainer geben dafür etwa 30 bis 40 Minuten an, dazu kommen 10 bis 15 Minuten zum Aufwärmen.
Die genaue Ausgestaltung kann je nach Version, Gerät und Anbieter abweichen. Entscheidend ist, dass Entfernungen und Reihenfolge festgelegt sind. Dadurch sehen Sie Ihr Spiel über das gesamte Spektrum vom kurzen Annäherungsschlag bis zum Driver, auch bei Schlägen, die Sie seltener üben.
Wie der TrackMan Combine bewertet
Jeder Schlag erhält eine Punktzahl von 0 bis 100. Die Bewertung richtet sich danach, wie nah der Ball am Ziel landet, und beruht auf dem gemessenen Carry. Eine volle Punktzahl erhalten nur Schläge, die sehr dicht am Ziel enden. Aus den Schlägen auf dasselbe Ziel wird ein Durchschnitt gebildet, und aus allen Zielen ein Gesamtscore.
Zusätzlich bietet der TrackMan Combine Vergleichswerte: Sie sehen, wo Sie im Vergleich zu anderen Spielern mit ähnlichem Handicap stehen und wie sich Ihre Ergebnisse zu denen von Spielern auf höherem Niveau verhalten. Über das TrackMan-Portal lassen sich Ergebnisse außerdem in Bestenlisten vergleichen.
TrackMan berücksichtigt in der Bewertung Genauigkeit, Konstanz und Distanzkontrolle. Ein Spieler, der sein Carry zuverlässig steuert, schneidet gut ab, auch wenn er nicht besonders weit schlägt.
Beispiel aus der Praxis: Ergebnisse lesen
Ein Spieler absolviert den Combine und erhält diese Beispielwerte pro Ziel: 62 Punkte bei rund 91 Metern, 48 Punkte bei rund 128 Metern, 35 Punkte bei rund 165 Metern und 55 Punkte mit dem Driver. Die Zahlen sind erfundene Beispielwerte, sie dienen nur zur Veranschaulichung.
Das Bild ist klar. Bei kurzen Annäherungen ist der Spieler solide. Mit zunehmender Entfernung sinkt die Genauigkeit, und bei langen Eisen liegt die größte Schwäche. Der Trainer erkennt daran, dass nicht die Technik insgesamt, sondern vor allem die langen Eisen Arbeit brauchen, etwa durch mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit, bessere Ausrichtung oder einen anderen Schläger im Bag, zum Beispiel ein Hybrid.
Nach acht bis zwölf Wochen Training wird der Test wiederholt. Steigt der Wert bei 165 Metern von 35 auf 45, ist der Fortschritt messbar belegt. Genau dafür ist die feste Struktur des Tests gedacht: Er macht Entwicklung sichtbar, die man im normalen Spiel kaum erkennt.
Was der TrackMan Combine zeigt und was nicht
Der Combine zeigt, wie gut Sie Entfernung und Richtung kontrollieren, und er zeigt Lücken in Ihrer Schlägerwahl. Haben Sie bei 120 Metern gute Werte und bei 140 Metern schlechte, fehlt Ihnen vielleicht ein Schläger oder das Tempo ist ungleichmäßig. Auch die Streuung, also das Trefferbild, geht in die Bewertung ein.
Der Test misst aber nur den Ballflug unter Idealbedingungen. Wind, Gelände, Lage und Druck, die auf dem Platz zählen, fehlen. Ein guter Combine-Wert garantiert daher kein gutes Platzergebnis. Er sagt auch nichts über Ihr kurzes Spiel rund ums Grün und das Putten.
Rechnen Sie mit Schwankungen von Tag zu Tag: Tagesform, Schlafmangel und Ermüdung verändern die Werte spürbar. Vergleichen Sie darum nur gleichartige Bedingungen, etwa zur gleichen Tageszeit und mit denselben Schlägern. Behandeln Sie den Score als Werkzeug und nicht als Urteil. Er beantwortet die Frage, woran Sie arbeiten sollten, und nicht, wie gut Sie als Golfer sind.
Vorbereitung und Tipps
Gehen Sie ausgeruht in den Test und wärmen Sie sich 10 bis 15 Minuten auf. Der Combine dauert eine halbe bis dreiviertel Stunde, und mit zunehmender Müdigkeit verändert sich der Schwung. Nutzen Sie bei jedem Schlag dieselbe Routine, denn die Konstanz zählt mehr als einzelne Glanzschläge.
Kennen Sie Ihr Carry für jeden Schläger. Wer weiß, mit welchem Schläger er 128 Meter weit fliegt, wählt für ein Ziel den passenden Schläger und nimmt keinen Dreiviertelschwung als Notlösung. Eine Schlagweiten-Tabelle hilft dabei. Üben Sie vor dem Test auf feste Ziele und nicht ins Leere.
Wiederholen Sie den Test nicht zu oft. Nach vier Wochen ändert sich selten viel, nach acht bis zwölf Wochen sind Veränderungen sichtbar. Besprechen Sie das Ergebnis mit einem PGA Pro, der aus den Zahlen einen Trainingsplan ableiten kann.
Abgrenzung: Combine, Zielspiele und Handicap
Der Combine ist ein Test mit festen Regeln. Ein Zielspiel an der Range, wie Nearest Pin, ist dagegen ein Spiel, das Sie frei wählen und beliebig oft wiederholen. Es trainiert dieselbe Fähigkeit, ist aber nicht standardisiert und liefert keinen vergleichbaren Score.
Auch das Handicap ist etwas anderes. Es entsteht aus Ihren Runden auf dem Platz nach dem World Handicap System und bildet Ihr Spiel unter echten Bedingungen ab. Der Combine ersetzt kein Handicap, kann aber Hinweise geben, in welchem Bereich Ihr Ballspiel steht, da er Ihre Ergebnisse mit Handicap-Gruppen vergleicht.
Von Statistiken wie Strokes Gained unterscheidet sich der Combine ebenfalls. Strokes Gained misst Ihre Schläge im Spiel, der Combine misst einen definierten Test.
Ausprobieren in der Golf Lounge
An jeder Matte der TrackMan Range im Golf Lounge Resort Hamburg steht ein TrackMan-Monitor mit Zielspielen wie Driving Range, Nearest Pin, Longest Drive und Bullseye. Die Range hat 32 überdachte Abschlagplätze auf zwei Ebenen und ist ganzjährig nutzbar. Ein Zielspiel wie Nearest Pin eignet sich gut, um Entfernungskontrolle zu üben, wie sie auch im Combine gefragt ist. Die Messwerte wie Carry, Abflugwinkel und Ballgeschwindigkeit sehen Sie nach jedem Schlag.
Häufige Fragen
Was ist der TrackMan Combine?
Der TrackMan Combine ist ein standardisierter Test auf einem TrackMan Launch Monitor. Nach gängigen Beschreibungen schlagen Sie 60 Bälle auf feste Zielentfernungen und mit dem Driver. Jeder Schlag erhält 0 bis 100 Punkte. Aus den Ergebnissen entsteht ein Gesamtscore, den Sie mit anderen Spielern vergleichen können.
Wie viele Schläge hat der TrackMan Combine?
Üblicherweise sind es 60 Schläge, verteilt auf Zielentfernungen von 60 bis 180 Yards und den Driver. Je nach Version kann der Ablauf leicht abweichen. Trainer nennen für den Test rund 30 bis 40 Minuten, dazu kommt die Zeit zum Aufwärmen.
Wie wird der TrackMan Combine bewertet?
Jeder Schlag erhält einen Wert von 0 bis 100, je nachdem, wie nah das gemessene Carry am Ziel liegt. Die Werte pro Ziel werden gemittelt und zu einem Gesamtscore zusammengefasst. Zusätzlich vergleicht TrackMan Ihr Ergebnis mit anderen Spielern, auch nach Handicap-Gruppen.
Ersetzt der TrackMan Combine das Handicap?
Nein. Das Handicap entsteht aus gespielten Runden nach dem World Handicap System. Der Combine ist ein Test des Ballspiels unter festen Bedingungen und misst weder Putten noch Platzstrategie. Er kann aber zeigen, wo Ihr Ballspiel im Vergleich zu anderen Handicap-Gruppen steht.
Wie oft sollte ich den TrackMan Combine machen?
Alle acht bis zwölf Wochen ist ein sinnvoller Abstand, weil sich Veränderungen im Schwung dann in den Werten zeigen. Zu häufige Wiederholungen bringen wenig, da sich die Ergebnisse kaum verändern. Gehen Sie ausgeruht in den Test und nutzen Sie jedes Mal dieselbe Routine.
Stand: Oktober 2026