Launch Monitor

Golf-Lexikon

Launch Monitor

Kurz erklärt

Ein Launch Monitor ist ein Messgerät, das Golfschläge aufzeichnet und Daten zu Schläger und Ball liefert, zum Beispiel Schlägerkopfgeschwindigkeit, Ballgeschwindigkeit, Abflugwinkel, Spin und Carry. Die meisten Geräte arbeiten mit Radar oder mit Hochgeschwindigkeitskameras. Sie dienen Training, Schlägerfitting und Simulatoren. TrackMan ist ein bekanntes Beispiel für ein Radar-System.

Launch Monitor im Golf: Bedeutung einfach erklärt

Der Name sagt es schon: „Launch“ heißt Abschuss oder Start, ein „Monitor“ überwacht. Ein Launch Monitor beobachtet also den Start des Balls und seinen Flug. Das Gerät steht hinter oder neben dem Spieler und misst jeden Schlag in Sekundenbruchteilen.

Das Ergebnis ist eine Liste von Zahlen. Dazu gehören Daten zum Schläger, etwa Schlägerkopfgeschwindigkeit, Schwungbahn und Schlagflächenstellung, und Daten zum Ball, etwa Ballgeschwindigkeit, Abflugwinkel, Spin, Flughöhe, Carry und Gesamtweite. Moderne Geräte erfassen mehr als 20 solcher Werte.

Warum ist das nützlich? Das Auge sieht, wohin der Ball fliegt, aber nicht, warum. Ein Launch Monitor zeigt die Ursachen: ob der Schläger von außen kam, wie viel Spin der Ball hat oder wie mittig Sie getroffen haben. Dadurch wird Training gezielter und die Wahl von Schlägern sachlicher. Auch Fitter, Trainer und Hersteller nutzen die Geräte täglich.

Wie funktioniert ein Launch Monitor? Radar und Kamera

Es gibt zwei Haupttechniken.

Radar-Systeme senden Mikrowellen aus. Diese werden vom Ball und vom Schläger zurückgeworfen. Aus der Veränderung der Frequenz, dem Doppler-Effekt, berechnet das Gerät, wie sich beide bewegen. Der Effekt ist derselbe, mit dem die Polizei Geschwindigkeiten misst. TrackMan ist ein bekanntes Beispiel für ein Radar-Gerät. Radar verfolgt den Ball über einen längeren Teil seines Fluges. Das Gerät steht üblicherweise hinter dem Spieler und braucht etwas Platz.

Kamerasysteme, auch photometrische Systeme genannt, nehmen im Treffmoment sehr viele Bilder pro Sekunde auf. Aus den Bildern rechnen sie Geschwindigkeit, Winkel und Spin aus und berechnen den weiteren Flug. Sie stehen meist seitlich neben dem Ball und brauchen weniger Platz nach hinten. Mehrere Hersteller bieten solche Geräte an.

Beide Techniken liefern brauchbare Daten. Radar misst die Flugbahn eher direkt, Kameras zeigen besonders genau, was am Schläger im Treffmoment passiert.

Was ein Launch Monitor misst

Je nach Gerät liefert ein Launch Monitor diese Gruppen von Werten:

Nicht jedes Gerät zeigt alles. Einfache Modelle messen vor allem Ballwerte, hochwertige zusätzlich Schlägerwerte. Welche Zahlen auf dem Bildschirm erscheinen, lässt sich oft einstellen. Für die Einordnung der Werte hilft die Übersicht TrackMan-Werte.

Bei Rechtshändern gelten für Winkel meist feste Vorzeichen, etwa Plus für rechts oder oben. Prüfen Sie bei jedem Gerät, welche Einheiten (km/h oder mph, Meter oder Yards) eingestellt sind, bevor Sie Zahlen vergleichen.

Wofür man einen Launch Monitor nutzt

Die wichtigsten Einsatzbereiche:

Auch Trainer setzen die Geräte ein. Sie zeigen mit den Daten, was in der Bewegung passiert, und sparen langes Erklären. Auf den Übungsanlagen der Profi-Turniere sind Launch Monitore ein alltäglicher Anblick.

Beispiel aus der Praxis: Eisen 7 lesen

Ein Freizeitgolfer schlägt zehn Bälle mit dem Eisen 7 und liest nach den Schlägen die Mittelwerte ab: Schlägerkopfgeschwindigkeit 110 km/h, Ballgeschwindigkeit 145 km/h, Abflugwinkel 19 Grad, Spin 6.200 Umdrehungen pro Minute, Carry 120 Meter. Die Zahlen sind ein Beispiel für einen mittleren Amateur.

Aus den Zahlen ergeben sich Schlüsse. Der Smash Factor beträgt 145 geteilt durch 110, also etwa 1,32. Für ein Eisen 7 ist das ein guter Wert. Der Carry von 120 Metern geht in die Schlagweiten-Tabelle ein. Die Streuung zeigt, ob die Bälle im Mittel gerade fliegen.

Hätte derselbe Spieler nur auf das Ergebnis geschaut, wüsste er nur: „Der Ball ging ungefähr aufs Grün.“ Mit dem Launch Monitor sieht er, dass sein Tempo und sein Treffpunkt in Ordnung sind, und kann gezielt an der Richtung arbeiten, falls die Bälle nach rechts streuen.

Typische Fehler und Grenzen

Ein häufiger Fehler ist, einzelne Schläge zu bewerten. Aussagekräftig sind Durchschnitte aus fünf bis zehn Schlägen ohne klare Fehlschläge.

Ein zweiter Fehler: zu viele Werte auf einmal ändern wollen. Wählen Sie einen Wert und beobachten Sie, wie sich die anderen verändern.

Drittens hängt die Genauigkeit von Aufbau und Bedingungen ab. Ein falsch aufgestelltes oder nicht ausgerichtetes Gerät liefert schlechtere Zahlen. Auch Wetter, Licht, Ball und Untergrund beeinflussen die Daten. Indoor-Messungen sind in der Regel gut vergleichbar, zeigen aber nicht den Wind oder das Verhalten des Balls auf Rasen.

Viertens: Zahlen ersetzen kein Auge. Ein Launch Monitor sagt, was passiert, nicht, wie Sie es ändern. Dafür brauchen Sie Bewegungsgefühl, Videoanalyse oder einen Trainer. Die besten Ergebnisse entstehen, wenn Daten und Beobachtung zusammenkommen.

Abgrenzung: Launch Monitor, Entfernungsmesser und Simulator

Launch Monitor und Entfernungsmesser: Ein Entfernungsmesser misst die Distanz vom Spieler zur Fahne. Ein Launch Monitor misst, was der Schlag macht. Beide Geräte lösen verschiedene Aufgaben.

Launch Monitor und Simulator: Ein Simulator besteht aus Launch Monitor, Software, Leinwand und Beamer. Das Messgerät liefert die Daten, die Software erzeugt daraus den virtuellen Ballflug auf einem Golfplatz.

Launch Monitor und Videoanalyse: Videoanalyse zeigt die Bewegung des Spielers. Der Launch Monitor zeigt das Ergebnis am Schläger und am Ball. Beides ergänzt sich.

Launch Monitor und Golf-App: Manche Apps schätzen Werte aus Sensoren oder Handy-Kamera. Das ist praktisch, aber meist weniger genau als ein spezielles Messgerät.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Im Golf Lounge Resort Hamburg arbeitet an jedem Abschlagplatz und in den Indoor-Simulator-Boxen ein TrackMan III, ein Radar-System, das den Ballflug wie auf der Profi-Tour misst. Es erfasst unter anderem Startwinkel, Abfluggeschwindigkeit, Schlägerkopfgeschwindigkeit, Fluglänge und Spin, in den Simulator-Boxen insgesamt über 20 Messwerte. Ergänzend gibt es V1 Pro Videoanalyse, die Ihre Bewegung im Bild zeigt. Nach eigener Darstellung führte die Golf Lounge 2017 als erste Anlage weltweit die TrackMan-Range-Technologie ein.

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Häufige Fragen

Was ist ein Launch Monitor beim Golf?

Ein Launch Monitor ist ein Messgerät, das jeden Golfschlag aufzeichnet und Daten zu Schläger und Ball ausgibt, zum Beispiel Schlägerkopfgeschwindigkeit, Ballgeschwindigkeit, Abflugwinkel, Spin und Carry. Er zeigt, warum ein Ball so fliegt, wie er fliegt, und macht Training und Schlägerwahl genauer.

Wie funktioniert ein Launch Monitor?

Es gibt Radar- und Kamerasysteme. Radar sendet Mikrowellen aus und berechnet aus den zurückkommenden Signalen die Bewegung von Ball und Schläger. Kameras machen im Treffmoment sehr viele Bilder pro Sekunde und rechnen daraus Geschwindigkeit, Winkel und Spin aus. TrackMan arbeitet mit Radar.

Was ist besser: Radar oder Kamera?

Keines ist grundsätzlich besser. Radar verfolgt den Ball über einen längeren Flugabschnitt und eignet sich für Weiten und Flugbahnen, Kameras liefern besonders genaue Daten zum Treffmoment und kommen mit weniger Platz aus. Die Wahl hängt vom Einsatz ab, etwa Range, Fitting oder Simulator.

Was misst ein Launch Monitor alles?

Je nach Gerät über 20 Werte. Dazu zählen Schlägerkopfgeschwindigkeit, Anstellwinkel, Schwungbahn, Schlagflächenstellung, Ballgeschwindigkeit, Abflugwinkel, Spin, Flughöhe, Landewinkel, Carry und Gesamtweite. Einfache Geräte messen vor allem den Ball, hochwertige Systeme zusätzlich den Schläger. Welche Zahlen Sie sehen, lässt sich oft einstellen.

Wie genau ist ein Launch Monitor?

Das hängt vom Gerät, vom Aufbau und von den Bedingungen ab. Hochwertige Systeme liefern sehr brauchbare Werte, wenn sie korrekt aufgestellt und ausgerichtet sind. Einzelne Schläge schwanken immer. Bewerten Sie deshalb Mittelwerte aus mehreren Schlägen und vergleichen Sie unter ähnlichen Bedingungen.

Stand: Oktober 2026

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