Fairways Hit

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Fairways Hit

Kurz erklärt

Fairways Hit gibt an, bei wie viel Prozent der Abschläge auf Par-4- und Par-5-Löchern der Ball im Fairway liegen bleibt. Par-3-Löcher zählen nicht. Die Statistik heißt auch Driving Accuracy. Auf der PGA Tour liegt der Wert bei rund 60 Prozent, Amateure streben häufig mehr als 50 Prozent an.

Was bedeutet Fairways Hit im Golf?

Fairways Hit ist eine Golfstatistik. Sie gibt an, bei wie vielen Abschlägen auf Par-4- und Par-5-Löchern der Ball im Fairway liegen bleibt. Auf Deutsch sagt man Fairway-Treffer oder getroffene Fairways, ein anderer Name ist Driving Accuracy, also Abschlaggenauigkeit. Meist wird der Wert als Prozentzahl angegeben, zum Beispiel 57 Prozent.

Das Fairway ist die kurz gemähte Spielbahn zwischen Abschlag und Grün. Im Sinne der Golfregeln gehört es zum allgemeinen Gelände. Ein Ball im Fairway liegt gut: Das Gras ist kurz, die Lage meist sauber, und der nächste Schlag ist leichter als aus dem Rough. Die Statistik misst deshalb, wie zuverlässig Sie diese gute Ausgangslage schaffen.

So wird Fairways Hit gezählt und berechnet

Gezählt werden nur Abschläge auf Par-4- und Par-5-Löchern. Par-3-Löcher bleiben außen vor, weil der Abschlag dort meist direkt auf das Grün zielt. Auch ist es unerheblich, mit welchem Schläger Sie abschlagen. Wer auf einem engen Par 4 ein Holz 3 oder ein Eisen nimmt, erhält bei einem Treffer im Fairway ebenfalls einen Punkt.

Die Rechnung ist einfach: Anzahl der Fairway-Treffer geteilt durch Anzahl der möglichen Treffer, mal 100. Ein Beispiel: Auf einer 18-Loch-Runde mit vier Par-3-Löchern gibt es 14 Möglichkeiten. Treffen Sie 9 Fairways, ergibt das 9 geteilt durch 14, also rund 64 Prozent. Auf einer 9-Loch-Runde mit zwei Par-3-Löchern gibt es 7 Möglichkeiten, bei 4 Treffern sind es rund 57 Prozent.

Wie genau gezählt wird, kann je nach App oder Wettspiel leicht abweichen, etwa bei Bällen am Rand des Fairways. Wichtig ist, dass Sie immer gleich zählen, damit sich Ihre Werte über die Zeit vergleichen lassen.

Typische Werte: Tour und Amateure

Auf der PGA Tour liegt die Quote seit Jahren bei rund 60 Prozent, in einzelnen Spielzeiten etwas darunter oder darüber. Selbst die besten Spieler der Welt verfehlen also rund vier von zehn Fairways. Ein Grund sind enge Fairways auf Tour-Plätzen und lange Abschläge, bei denen schon kleine Fehler den Ball seitlich vom Fairway tragen.

Für Amateure wird häufig genannt, dass mehr als 50 Prozent ein gutes Ziel sind. Viele Amateure liegen darunter. Wie hoch der Wert bei Ihnen ausfällt, hängt stark vom Platz ab: Auf einem breiten, offenen Platz treffen Sie mehr Fairways als auf einem engen Waldplatz.

Eine feste Zahl, die für alle gilt, gibt es deshalb nicht. Aussagekräftig ist die Entwicklung Ihrer eigenen Werte über mehrere Runden und der Vergleich mit Ihrem Handicap-Niveau.

Beispiel aus der Praxis: Eine Runde auswerten

Sie spielen eine 18-Loch-Runde mit vier Par-3-Löchern und tragen auf der Scorekarte für jedes der 14 Par-4- und Par-5-Löcher ein, wo der Abschlag lag: Fairway, links, rechts oder kurz. Das Ergebnis: 8 Treffer im Fairway, 4 Bälle links, 1 Ball rechts, 1 Ball kurz. Das sind 8 geteilt durch 14, also 57 Prozent.

Die Auswertung zeigt zwei Dinge. Erstens: 57 Prozent sind ein ordentlicher Wert, der über der oft genannten Marke von 50 Prozent liegt. Zweitens: Vier von sechs Fehlschlägen liegen links. Das ist eine Tendenz, nicht Zufall. Sie können diese beim Zielen nutzen und das Ziel etwas weiter nach rechts in die Fairwaymitte legen oder die Ursache im Schwung suchen, etwa einen Pfad nach rechts mit geschlossener Schlagfläche.

Ergänzen Sie die Statistik mit den Greens in Regulation und den Putts. Erst im Zusammenspiel zeigt sich, ob die Fairway-Quote Ihr Spiel wirklich begrenzt oder ob die Schwäche woanders liegt.

Wie aussagekräftig ist die Fairway-Quote?

Fairways Hit ist nützlich, aber kein Maß für gutes Golf. Ein Ball im Fairway ist nicht automatisch ein gutes Ergebnis, und ein Ball im Rough nicht automatisch ein schlechtes. Ein Schlag ins leichte Rough kostet oft wenig, während ein Ball im Wasser, im Aus oder tief im Gebüsch Strafschläge und viele verlorene Schläge bedeutet. Auswertungen mit Strokes Gained zeigen, dass nicht jedes verfehlte Fairway gleich viel kostet.

Deshalb ist die Frage nicht nur, ob der Ball im Fairway liegt, sondern wo er liegt, wenn er es nicht tut. Wer beim Driver zu 45 Prozent das Fairway trifft, aber meist im leichten Rough landet, spielt unter Umständen besser als jemand mit 60 Prozent, der bei Fehlern im Wasser landet.

Auch die Schlägerwahl spielt hinein. Wer auf enge Löcher mit einem Holz 3 abschlägt, trifft mehr Fairways, hat aber einen längeren Anflug. Ob sich das lohnt, hängt vom Loch und von Ihrer Streuung ab. Sehen Sie die Zahl daher als Hinweis.

Fairways Hit verbessern: Strategie und Training

Beginnen Sie mit der Strategie. Wählen Sie auf engen Löchern einen sichereren Schläger, zielen Sie auf die breiteste Stelle des Fairways und halten Sie Abstand zu Gefahren. Zielen Sie nicht an die Kante, wenn dort Wasser oder Aus lauert. Kennen Sie Ihre Fehlrichtung, zielen Sie so, dass der typische Fehlschlag noch im Fairway oder im harmlosen Rough endet.

Im Training arbeiten Sie an der Streuung. Spielen Sie auf der Range mit einem festen Ziel und einer festen Routine. Prüfen Sie Ausrichtung und Ballposition, etwa mit Alignment Sticks. Schlagen Sie bewusst mit einem etwas kontrollierteren Tempo. Als Faustregel gilt: Ein Schwung mit etwa 85 Prozent Kraft trifft häufig mehr Fairways als einer mit vollem Einsatz. Messdaten zu Schwungbahn, Schlagfläche und Spin Axis zeigen die technische Ursache einer Fehlrichtung.

Führen Sie die Statistik regelmäßig. Notieren Sie neben den Treffern auch die Fehlrichtung. Nach etwa fünf Runden zeigt sich ein Muster, an dem Sie gezielt arbeiten können.

Abgrenzung: Fairways Hit, Greens in Regulation und andere Statistiken

Fairways Hit misst nur den Abschlag. Die Statistik Greens in Regulation, kurz GIR, misst dagegen, ob Sie das Grün in der vorgegebenen Schlagzahl erreichen: bei Par 3 in einem Schlag, bei Par 4 in zwei, bei Par 5 in drei, also in Par minus zwei Schlägen. Beide Werte ergänzen sich, denn ein getroffenes Fairway erleichtert den Weg zum Grün.

Up-and-down und Sand Save messen das kurze Spiel: Wie oft retten Sie das Par, wenn Sie das Grün verfehlen? Die Putts pro Runde messen das Spiel auf dem Grün. Zusammen ergeben diese Zahlen ein genaueres Bild als die Schlagzahl allein.

Verwechseln Sie Fairways Hit auch nicht mit der Streuung. Die Streuung beschreibt das Trefferbild beim Launch Monitor. Fairways Hit ist die entsprechende Wirkung auf dem Platz: Je enger die Streuung im Verhältnis zur Fairwaybreite, desto mehr Fairways treffen Sie.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Auf dem 9-Loch-Platz „Schwarz“ im Golf Lounge Resort Hamburg können Sie die Statistik selbst führen. Der Platz hat Par-3- und Par-4-Bahnen sowie Wasserhindernisse und Bunker und ist mit Platzreife (DGV) bespielbar. Er ist von April bis Dezember geöffnet, bis zu vier Spieler gehen pro Tee-Time gemeinsam auf die Runde. Tragen Sie nach jedem Abschlag auf Ihrer Scorekarte ein, ob der Ball im Fairway liegt. Samstags findet von Mai bis Oktober ein vorgabewirksames 9-Loch-Turnier statt.

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Häufige Fragen

Was bedeutet Fairways Hit beim Golf?

Fairways Hit gibt an, bei wie viel Prozent der Abschläge auf Par-4- und Par-5-Löchern der Ball im Fairway liegen bleibt. Par-3-Löcher zählen nicht. Die Statistik wird auch Driving Accuracy genannt und zeigt, wie zuverlässig Sie eine gute Ausgangslage für den nächsten Schlag schaffen.

Wie berechnet man Fairways Hit?

Teilen Sie die Zahl der getroffenen Fairways durch die Zahl der Par-4- und Par-5-Löcher und multiplizieren Sie mit 100. Bei 9 Treffern auf 14 Möglichkeiten ergeben sich rund 64 Prozent. Zählen Sie jede Runde nach derselben Regel, damit Ihre Werte vergleichbar bleiben.

Wie viele Fairways trifft ein Profi?

Auf der PGA Tour liegt die Quote seit Jahren bei rund 60 Prozent. Selbst die besten Spieler der Welt verfehlen also rund vier von zehn Fairways. Für Amateure wird häufig ein Wert von über 50 Prozent als gutes Ziel genannt, viele liegen darunter.

Zählt der Abschlag mit dem Eisen auch als Fairway Hit?

Ja. Es ist unerheblich, mit welchem Schläger Sie abschlagen. Entscheidend ist, dass der Ball auf einem Par-4- oder Par-5-Loch im Fairway liegen bleibt. Wer auf engen Bahnen bewusst ein Holz oder Eisen nimmt, erhöht oft seine Quote, verzichtet aber meist auf etwas Länge für den zweiten Schlag.

Was ist wichtiger, Fairways Hit oder Greens in Regulation?

Beide Werte ergänzen sich. Greens in Regulation steht näher am Ergebnis, weil es zeigt, ob Sie das Grün erreichen. Fairways Hit zeigt eine wichtige Ursache dafür. Ein verfehltes Fairway ins leichte Rough kostet oft wenig, ein Ball im Wasser dagegen viel.

Stand: Oktober 2026

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