Dormie

Golf-Lexikon

Dormie

Kurz erklärt

Dormie heißt im Lochspiel, dass eine Seite genauso viele Löcher vorn liegt, wie noch zu spielen sind. Wer dormie ist, kann das Match nicht mehr verlieren. Im ungünstigsten Fall steht es am Ende all square. Der Begriff stammt aus dem Matchplay und kommt im Zählspiel nicht vor.

Dormie im Golf: Bedeutung einfach erklärt

Dormie ist ein Begriff aus dem Lochspiel, das auch Matchplay genannt wird. Dort spielen zwei Spieler oder zwei Teams gegeneinander, und jedes Loch zählt einzeln. Ein Match endet, sobald eine Seite mehr Löcher vorn liegt, als noch zu spielen sind. Bis dahin gibt es eine wichtige Zwischenstufe: Liegt eine Seite genau so viele Löcher vorn, wie noch zu spielen sind, ist sie dormie.

Das klingt zunächst kompliziert, lässt sich aber mit einer kurzen Rechnung prüfen. Zählen Sie Ihren Vorsprung in Löchern und die Zahl der noch nicht gespielten Löcher. Sind beide Zahlen gleich, sind Sie dormie.

Wichtig ist die Folge. Wer dormie ist, kann das Match nicht mehr verlieren. Der Gegner müsste alle restlichen Löcher gewinnen, und dann stünde es am Ende nur all square. Dormie heißt deshalb nicht, dass das Match schon gewonnen ist. Die führende Seite muss noch ein Loch gewinnen oder ein Loch teilen, damit der Vorsprung größer ist als die Zahl der verbleibenden Löcher.

Beispiele: Dormie Two, Dormie Three und was danach passiert

Golfer nennen den Stand meist mit der Zahl der Löcher, die vor dem Ende noch zu spielen sind. Auf einem 18-Loch-Platz sehen typische Fälle so aus:

Nehmen wir das zweite Beispiel. Lea führt nach 16 Löchern mit zwei Löchern, und Tom muss beide verbleibenden Löcher gewinnen. Auf Loch 17 gibt es zwei Möglichkeiten. Teilen beide das Loch, führt Lea nach 17 Löchern weiter mit zwei Löchern, und es bleibt nur noch ein Loch. Das Match ist vorbei, Lea hat „2 und 1“ gewonnen. Gewinnt Lea das Loch, siegt sie sogar „3 und 1“. Gewinnt Tom das Loch, führt Lea nur noch mit einem Loch und ist wieder dormie. Sie muss auf Loch 18 mindestens teilen, um zu gewinnen.

Beim Stand Dormie Three gilt dasselbe. Teilen beide das nächste Loch, endet das Match mit „3 und 2“. Gewinnt Lea das nächste Loch, endet es mit „4 und 2“. Das Endergebnis nennt immer den Vorsprung und die Zahl der übrig gebliebenen Löcher.

Was Dormie für die Strategie bedeutet

Auf dem Platz verändert der Begriff die Spielweise beider Seiten. Die dormie liegende Seite darf vorsichtiger spielen. Ein sicheres Par auf dem Fairway und auf dem Grün genügt oft, denn ein einziges geteiltes Loch kann das Match entscheiden. Riskante Schläge über Wasser oder an eine schwierige Fahne sind nicht nötig. Wer dormie ist, sollte aber nicht nachlässig werden. Zwei verlorene Löcher in Folge führen im Beispiel Dormie Two zum Stand all square.

Die zurückliegende Seite ist zu Angriffen gezwungen. Sie muss jedes verbleibende Loch gewinnen und kann es sich nicht leisten, ein Loch zu teilen. Das erhöht das Risiko, aber auch die Chance auf einen spektakulären Schlag. Deshalb endet so manches Match, das schon dormie stand, doch noch all square, wenn die führende Seite zu defensiv spielt.

Ein weiterer Gedanke: Der Druck wirkt auf beide Seiten. Der Führende will den Sieg nicht mehr verschenken, der Zurückliegende hat nichts zu verlieren. Für viele Spieler ist das eine besonders anspruchsvolle Lage.

Dormie, All Square und der Stand nach Löchern im Vergleich

Im Lochspiel gibt es eine feste Folge von Begriffen für den Spielstand. Das Wichtigste im Überblick:

Dormie ist also keine eigene Wertung wie ein Birdie oder ein Bogey. Es beschreibt nur den Zwischenstand und wird nicht auf der Scorekarte vermerkt. Zudem hat der Begriff nichts mit dem Handicap zu tun. Wird mit Vorgabe gespielt, gilt der Stand nach Abzug der Vorgabeschläge.

Im Zählspiel, bei dem alle Schläge der Runde addiert werden, gibt es kein Dormie. Dort entscheidet erst die Gesamtschlagzahl am Ende. Im Stableford oder im Bogey-Wettspiel zählen ebenfalls Punkte oder Löcher gegen eine feste Vorgabe und nicht gegen einen Gegner.

Herkunft und Stellung in den Golfregeln

Woher das Wort Dormie kommt, ist nicht abschließend geklärt. Viele Wörterbücher führen die Herkunft als unbekannt. Häufig wird eine Erklärung genannt, die auf das französische Wort „dormir“ für „schlafen“ zurückgeht. Wer dormie ist, kann nicht mehr verlieren und könnte sich gewissermaßen zurücklehnen. Auch das USGA-Museum nennt diese Deutung. Es gibt weitere Erklärungen und Legenden, zum Beispiel über Maria Stuart oder die Haselmaus (englisch „dormouse“), doch belegt ist keine davon.

In älteren Fassungen des Regelbuchs war Dormie ein eigener Begriff. Mit der Regelreform 2019 von R&A und USGA verschwand er aus dem Regeltext, der insgesamt einfacher formuliert wurde. In der aktuellen Regel 3.2 zum Lochspiel steht deshalb nur, dass eine Seite das Match gewinnt, wenn sie mehr Löcher vorn liegt, als noch zu spielen sind.

In der Spielsprache lebt der Begriff weiter. Kommentatoren im Fernsehen, Spieler im Clubhaus und Ausschreibungen für Matchplay-Turniere verwenden Dormie nach wie vor ganz selbstverständlich. Auch die englische Schreibweise „dormy“ ist in Großbritannien zu finden.

Tipps: So gehen Sie mit dem Stand Dormie um

Der Stand Dormie entsteht vor allem auf den letzten Löchern eines Matches. Mit einigen Gewohnheiten gehen Sie souverän damit um.

Ein Match mit Dormie ist ein guter Anlass, Konzentration zu üben. Atmen Sie vor jedem Schlag ruhig durch und folgen Sie Ihrer gewohnten Routine, egal wie der Stand ist.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Ein Match mit Dormie lässt sich auf dem 6-Loch-Kurzplatz „Rot“ der Golf Lounge Resort Hamburg schnell erleben. Für diesen Platz ist keine Platzreife nötig, und eine Runde dauert in der Regel unter einer Stunde. Pro Buchung sind bis zu vier Spieler möglich, also ein Duell oder zwei gegen zwei. Von Januar bis März wird der Platz zu einem 9-Loch-Winterkurs umgebaut. Wie Sie Ihr Match zählen, vereinbaren Sie vorher untereinander.

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Häufige Fragen

Was heißt Dormie beim Golf?

Dormie heißt, dass eine Seite im Lochspiel genau so viele Löcher vorn liegt, wie noch zu spielen sind. Zum Beispiel führt sie nach 16 Löchern mit zwei Löchern. Die dormie liegende Seite kann das Match nicht mehr verlieren. Im ungünstigsten Fall steht es am Ende all square.

Ist man bei Dormie schon Sieger?

Noch nicht. Dormie ist nur ein Zwischenstand. Die führende Seite muss ein weiteres Loch gewinnen oder teilen, damit ihr Vorsprung größer ist als die Zahl der verbleibenden Löcher. Verliert sie alle restlichen Löcher, steht es am Ende all square, und es folgt je nach Wettspielbedingungen eine Verlängerung oder die Teilung.

Woher kommt das Wort Dormie?

Die Herkunft ist nicht abschließend geklärt. Häufig wird das französische „dormir“ für „schlafen“ genannt, weil die führende Seite nicht mehr verlieren kann. Auch die USGA erwähnt diese Deutung. Weitere Erklärungen sind Legenden. Viele Wörterbücher geben die Herkunft als unbekannt an.

Gibt es Dormie auch im Zählspiel?

Nein. Dormie gehört zum Lochspiel, in dem zwei Seiten Loch für Loch gegeneinander spielen. Im Zählspiel werden alle Schläge der Runde addiert, und erst die Gesamtschlagzahl entscheidet. Ein Zwischenstand wie Dormie, bei dem man nicht mehr verlieren kann, entsteht dort nicht.

Steht Dormie noch in den Golfregeln?

Nein. In älteren Regelbüchern war Dormie ein eigener Begriff. Mit der Regelreform 2019 wurde er gestrichen. Regel 3.2 sagt nur, dass eine Seite das Match gewinnt, wenn sie mehr Löcher vorn liegt, als noch zu spielen sind. In der Spielsprache wird Dormie weiter verwendet.

Stand: Oktober 2026

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