Bogey-Wettspiel

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Bogey-Wettspiel

Kurz erklärt

Ein Bogey-Wettspiel ist eine Spielform, bei der Sie auf jedem Loch gegen ein festes Ziel spielen, meist das Par oder das Netto-Par. Sie gewinnen das Loch mit weniger Schlägen, teilen es bei gleicher Schlagzahl und verlieren es mit mehr Schlägen. Am Ende zählt, wie viele Löcher mehr Sie gewonnen als verloren haben.

Bogey-Wettspiel im Golf: Bedeutung einfach erklärt

Das Bogey-Wettspiel ist eine Form des Zählspiels, die wie ein Lochspiel gezählt wird. Sie spielen aber nicht gegen einen Gegner, sondern auf jedem Loch gegen ein festes Ziel. Dieses Ziel legt die Spielleitung fest. Meist ist es das Par des Lochs. Wird mit Handicap gespielt, ist es das Netto-Par, also das Par plus Ihre Vorgabeschläge auf diesem Loch.

Auf jedem Loch gibt es drei Möglichkeiten:

Am Ende der Runde zählen Sie alle gewonnenen Löcher zusammen und ziehen die verlorenen ab. Wer die höchste Summe hat, gewinnt den Wettbewerb. Die Wertung heißt in den Golfregeln Par/Bogey und steht in Regel 21.3.

Wird das Ziel auf das Par festgelegt, spricht man oft von einem Par-Wettspiel. Inhaltlich unterscheiden sich beide Namen nicht. Wichtig ist, dass die Ausschreibung klar nennt, gegen welches Ziel gespielt wird.

Die Wertung: gewonnen, geteilt, verloren

Die Rechnung ist einfach. Jedes gewonnene Loch zählt plus eins, jedes geteilte Loch null, jedes verlorene Loch minus eins. Die Summe ergibt das Ergebnis.

Ein Beispiel auf sechs Löchern ohne Vorgabeschläge:

Das Ergebnis nach sechs Löchern lautet 0. Zwei Löcher wurden gewonnen, zwei verloren, zwei geteilt. Beim Stableford hätte dieselbe Runde 12 Punkte gebracht, also genau den Wert von sechs Pars. Hier zählt nur das Verhältnis von Siegen zu Niederlagen.

Ein wichtiger Punkt ist die Obergrenze. Ein Eagle bringt auf einem Loch ebenfalls nur plus eins, genauso wie ein Birdie. Ein sehr schlechtes Loch kostet höchstens minus eins, egal ob Sie zwei oder zehn Schläge zu viel brauchen. Einzelne Katastrophen verderben die Runde also nicht, aber auch einzelne Glanzlöcher bringen nicht mehr als einen Punkt.

Mit Handicap spielen: das Netto-Par als Ziel

In Turnieren mit Handicap gilt für jeden Spieler ein eigenes Ziel. Es ergibt sich aus dem Par des Lochs und den Vorgabeschlägen, die dem Spieler auf diesem Loch zustehen. Das Verfahren ist dasselbe wie beim Stableford.

Beispiel: Ein Spieler hat eine Spielvorgabe von 18. Auf einem 18-Loch-Platz erhält er auf jedem Loch einen Vorgabeschlag. Auf einem Par-4-Loch ist sein Ziel deshalb 5 Schläge. Spielt er das Loch mit 5 Schlägen, ist es geteilt. Mit 4 Schlägen gewinnt er das Loch, mit 6 Schlägen verliert er es.

Die Spielleitung wertet danach jedes Loch einzeln. Legt die Ausschreibung einen Vorgabenanteil fest, wird er vorher angewendet. Das World Handicap System empfiehlt für das Einzel 95 Prozent. Im World Handicap System ist Par/Bogey eine anerkannte Spielform. Eine Runde, die in dieser Form gespielt wurde, kann also für das persönliche Handicap zählen. Voraussetzung ist, dass die Runde als vorgabewirksame Runde gespielt und eingetragen wird.

Wer nur zum Spaß spielt, kann auch brutto gegen das Par antreten. Dann zählt jedes Loch ohne Vorgabeschläge.

Regeln: Aufnehmen, Strafen und Besonderheiten

Das Bogey-Wettspiel hat einige Regeln, die es vom normalen Zählspiel unterscheiden. Sie erleichtern das Spiel und sparen Zeit.

Wie in anderen Zählspielformen gibt es auch hier Regeln, die bei Verstoß weiterhin zur Disqualifikation führen können. Dazu zählt etwa eine nicht abgegebene Scorekarte. Lesen Sie vor dem Turnier die Ausschreibung genau. Sie nennt die gewählte Spielform und das Ziel auf jedem Loch.

Herkunft: Colonel Bogey und die Geschichte des Begriffs

Der Name Bogey hat eine lange Geschichte. Im Jahr 1890 entwickelte Hugh Rotherham, Sekretär des Coventry Golf Club in England, eine Art Standardergebnis für jede Bahn. Er nannte es „ground score“. Der Great Yarmouth Golf Club übernahm die Idee. Dort führte Clubsekretär Dr. Thomas Browne den Standard ein. Ein Mitglied, Major Charles Wellman, soll das unsichtbare Gegenüber, gegen das er dabei spielte, einen regelrechten „Bogey Man“ genannt haben. Das bezog sich auf ein damals bekanntes Varieté-Lied über den schwer zu fassenden „Bogey Man“. Seither spielten Golfer gegen „Mr. Bogey“.

1892 übertrug ein Offizier des United Services Club in Gosport die Idee auf seinen Platz. Weil alle Clubmitglieder einen militärischen Rang hatten, erhielt auch das Ergebnis einen Rang. So entstand „Colonel Bogey“. Das Wort wurde zur Bezeichnung für das Standardergebnis einer Bahn.

Im Laufe der Zeit änderte sich die Bedeutung. Als die Spieler besser wurden, setzte sich das Par als Standard durch. Das Wort Bogey bekam in den USA die heutige Bedeutung „ein Schlag über Par“. Das Bogey-Wettspiel erinnert noch an die ursprüngliche Bedeutung, auch wenn das Ziel heute meistens das Par ist.

Bogey-Wettspiel, Stableford und Zählspiel im Vergleich

Drei Spielformen werden im Clubleben besonders häufig gespielt. Sie unterscheiden sich in der Art, wie gezählt wird.

Alle drei Formen gehören zu den Einzelwettbewerben, bei denen jeder mit dem eigenen Ball spielt. Im Bogey-Wettspiel ist der Einfluss einzelner Ausreißer am kleinsten. Dafür belohnt es besonders gute Löcher nicht stärker als normale Siege. Die Form passt deshalb gut zu Spielern, die konstant spielen und sich nicht über ein einzelnes Loch ärgern wollen.

Beim Lochspiel dagegen spielen Sie gegen einen Gegner. Das Bogey-Wettspiel verwendet zwar dieselbe Zählweise, aber das Ziel ist ein festes Ergebnis und kein Mitspieler.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Ein Spiel gegen das Par können Sie auf dem 9-Loch-Platz „Schwarz“ der Golf Lounge Resort Hamburg in Moorfleet selbst ausprobieren. Der Platz hat Par 33 mit Par-3- und Par-4-Bahnen, Wasserhindernissen und Bunkern. Gespielt wird mit Platzreife (DGV) von April bis Dezember, mit bis zu vier Spielern pro Tee-Time, die Sie online buchen. Von Mai bis Oktober gibt es außerdem jeden Samstag ein vorgabewirksames 9-Loch-Turnier. Die Spielform nennt die jeweilige Ausschreibung.

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Häufige Fragen

Was ist ein Bogey-Wettspiel beim Golf?

Ein Bogey-Wettspiel ist eine Spielform, bei der Sie auf jedem Loch gegen ein festes Ziel spielen, meist das Par oder Netto-Par. Sie gewinnen das Loch mit weniger Schlägen, teilen es bei gleicher Schlagzahl und verlieren es mit mehr Schlägen. Am Ende zählen die gewonnenen Löcher abzüglich der verlorenen. Die Regeln stehen in Regel 21.3.

Wie unterscheidet sich ein Bogey-Wettspiel von Stableford?

Beide vergleichen Ihr Ergebnis auf jedem Loch mit dem Netto-Par. Beim Stableford erhalten Sie dafür Punkte, ein Eagle mehr als ein Birdie. Beim Bogey-Wettspiel gibt es nur gewonnen, geteilt oder verloren, also plus eins, null oder minus eins. Gute Löcher zählen deshalb nicht stärker als normale Siege.

Darf ich beim Bogey-Wettspiel den Ball aufnehmen?

Ja. Sobald Sie auf einem Loch mehr Schläge gebraucht haben als das Ziel, ist das Loch verloren, und Sie dürfen den Ball aufnehmen. Ein Weiterspielen bringt keinen Vorteil mehr. Das spart Zeit und hilft dem Spielfluss, vor allem bei Turnieren mit vielen Teilnehmern.

Woher kommt der Begriff Bogey?

Der Begriff geht auf den „ground score“ zurück, den Hugh Rotherham 1890 im Coventry Golf Club entwickelte. Im Great Yarmouth Golf Club nannte ein Spieler den unsichtbaren Gegner, gegen den er spielte, nach einem Varieté-Lied einen „Bogey Man“. 1892 entstand daraus „Colonel Bogey“. Später wurde Bogey zum Begriff für ein Ergebnis von einem Schlag über Par.

Zählt ein Bogey-Wettspiel für das Handicap?

Ja, grundsätzlich schon. Par/Bogey gehört im World Handicap System zu den anerkannten Spielformen. Voraussetzung ist, dass die Runde als vorgabewirksame Runde gespielt und eingetragen wird. Ob ein Turnier vorgabewirksam ist, steht in der Ausschreibung. Ein Spiel nur für sich allein oder ein Spaßturnier zählt dagegen nicht automatisch.

Stand: Oktober 2026

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