Ball markieren

Golf-Lexikon

Ball markieren

Kurz erklärt

Ball markieren heißt, die Stelle eines Balls mit einem Ballmarker, einer Münze oder einem Schläger zu kennzeichnen, bevor Sie ihn aufnehmen. Nach Regel 14.1 setzen Sie den Marker direkt hinter oder neben den Ball. Wer ohne Markieren aufhebt, erhält einen Strafschlag. Auf dem Grün dürfen Sie den Ball danach reinigen und exakt an derselben Stelle zurücklegen.

Was heißt Ball markieren?

Beim Markieren halten Sie fest, wo Ihr Ball liegt, damit Sie ihn aufnehmen und später wieder an genau derselben Stelle zurücklegen können. Dafür gibt es den Ballmarker, eine kleine flache Scheibe, die auf vielen Golfplätzen zum Standard gehört. Eine Münze oder ein Tee sind ebenfalls erlaubt. Auch ein Schläger kann als Markierung dienen, wenn Sie ihn direkt hinter oder neben dem Ball auf den Boden halten.

Die Regel dahinter ist einfach und steht in Regel 14.1. Sie verlangt, dass die Stelle markiert wird, bevor der Ball aufgenommen wird. Danach ersetzen Sie den Ball an derselben Stelle. Der Gedanke ist gerecht: Niemand soll durch das Aufnehmen eine bessere Lage bekommen. Markieren ist deshalb eine der ersten Regeln, die Einsteiger lernen, und sie gehört auf dem Grün zum Alltag jeder Runde.

Wann dürfen Sie den Ball aufnehmen?

Auf dem Grün dürfen Sie den Ball jederzeit markieren, aufnehmen und reinigen (Regel 13.1b). Das ist beliebt, um Sand, Gras oder Schmutz abzuwischen oder um die Puttlinie freizugeben. Außerhalb des Grüns ist die Lage anders. Dort dürfen Sie den Ball nur aufnehmen, wenn eine Regel das ausdrücklich erlaubt.

Typische Fälle sind:

Auch dann müssen Sie vorher markieren, wenn der Ball später zurückgelegt werden muss. Außerhalb des Grüns dürfen Sie den Ball dabei meistens nicht reinigen, es sei denn, Sie nehmen anschließend Erleichterung. Zum Identifizieren dürfen Sie ihn nur so weit säubern, wie es dafür nötig ist.

So markieren Sie richtig: Schritt für Schritt

Der Ablauf ist immer gleich:

Wichtig ist, dass Sie denselben Ball verwenden. Nur in besonderen Fällen dürfen Sie einen anderen Ball einsetzen, etwa wenn der Ball eingeschnitten oder gesprungen ist. Gibt es Zweifel an der exakten Stelle, schätzen Sie sie und legen den Ball dorthin.

Ballmarker versetzen: üblich und regelkonform

Liegt Ihr Marker auf der Puttlinie eines Mitspielers, bitten Sie ihn oder sie oft, ihn zur Seite zu versetzen. Das ist üblich. Man legt den Putterkopf neben den Marker und verschiebt ihn um ein oder zwei Putterkopflängen. Danach legt man ihn vor dem Putt wieder an die ursprüngliche Stelle zurück.

Hier passiert oft der Fehler: Wer vergisst, den Marker wieder zurückzusetzen, legt den Ball an der falschen Stelle ab. Das kostet im Zählspiel zwei Strafschläge, die Grundstrafe nach Regel 14.7a, wenn Sie von dort spielen. Merken Sie sich deshalb die Richtung und die Entfernung. Eine Orientierung wie „zwei Putterlängen Richtung Wald“ hilft. Bei einem Turnier fragen Sie lieber einmal zu oft, bevor Sie versetzen.

Beispiel aus der Praxis: Par 3 mit Marker

Sie spielen ein Par-3-Loch und treffen das Grün mit dem Abschlag, das ist Schlag 1. Ihr Ball liegt etwa acht Meter vom Loch entfernt. Er ist vom feuchten Boden verschmutzt. Sie legen den Marker hinter den Ball, nehmen ihn auf und reinigen ihn.

Ihr Mitspieler hat denselben Weg zum Loch. Er bittet Sie, den Marker um eine Putterkopflänge zu versetzen. Sie tun das und merken sich die Richtung. Als Sie dran sind, setzen Sie den Marker an die ursprüngliche Stelle zurück, legen den Ball dort ab und entfernen den Marker. Zwei Putts später notieren Sie drei Schläge, also Par.

Hätten Sie den Ball dagegen ohne Marker aufgehoben, wäre ein Strafschlag fällig gewesen. Mit vier Schlägen hätte das ein Bogey bedeutet. Ein Marker ist sehr günstig und schützt vor diesem Fehler.

Typische Fehler und Tipps

Beim Markieren passieren immer wieder dieselben Fehler:

Rutscht der Marker beim Setzen, Aufnehmen oder Zurücklegen versehentlich, gibt es keine Strafe. Legen Sie den Ball oder den Marker einfach an die alte Stelle. Bewegt der Wind Ihren Ball auf dem Grün, bevor Sie ihn aufgenommen haben, spielen Sie ihn von der neuen Stelle. Hatten Sie ihn schon einmal aufgenommen und zurückgelegt, legen Sie ihn wieder auf die ursprüngliche Stelle.

Abgrenzung: markieren, aufnehmen und droppen

Drei Handlungen werden oft vermischt. Markieren bedeutet, die Stelle zu kennzeichnen. Aufnehmen bedeutet, den Ball zu heben. Beides gehört zusammen, wenn der Ball später an die gleiche Stelle zurückkehrt. Droppen ist etwas anderes. Dabei lassen Sie den Ball aus Kniehöhe fallen, um ihn nach einer Erleichterung oder einem Strafschlag neu ins Spiel zu bringen. Dafür gilt Regel 14.3, und Sie markieren dabei nicht die Stelle des Balls, sondern bestimmen einen Erleichterungsbereich.

Auch die Pitchmarke gehört nicht dazu. Sie ist die Delle, die ein Ball im Grün hinterlässt. Sie reparieren sie mit einer Pitchgabel, das hat mit dem Ballmarker nichts zu tun. Beides sind aber Teil guter Etikette auf dem Grün.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Das Markieren üben Sie am besten auf einem richtigen Platz. In der Golf Lounge Resort Hamburg gibt es dafür den 9-Loch-Platz „Schwarz“ mit Par 33. Er hat geschützte Grüns, Bunker und Wasserhindernisse, und er ist mit DGV-Platzreife von April bis Dezember bespielbar. Pro Tee-Time sind ein bis vier Spieler möglich. Von Mai bis Oktober gibt es zudem jeden Samstag ein vorgabewirksames 9-Loch-Turnier.

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Häufige Fragen

Muss ich den Ball auf dem Grün markieren?

Ja, wenn Sie ihn aufnehmen wollen. Nach Regel 14.1 müssen Sie die Stelle vor dem Aufnehmen markieren, indem Sie einen Ballmarker direkt hinter oder neben den Ball legen. Heben Sie ohne Markierung auf, erhalten Sie einen Strafschlag. Putten Sie ohne Aufnehmen, brauchen Sie keinen Marker.

Womit darf ich einen Golfball markieren?

Mit einem Ballmarker, einer Münze, einem Tee oder einem anderen kleinen künstlichen Gegenstand. Sie dürfen auch einen Schläger direkt hinter oder neben dem Ball auf den Boden halten. Der Marker sollte gut erkennbar sein und nicht verrutschen, damit die Stelle eindeutig bleibt. Wichtig ist nur, dass der Gegenstand die Stelle klar kennzeichnet und nicht weit vom Ball entfernt liegt.

Was passiert, wenn ich meinen Ball ohne Markierung aufhebe?

Sie erhalten einen Strafschlag nach Regel 14.1. Sie müssen den Ball trotzdem an die ursprüngliche Stelle zurücklegen. Wissen Sie die Stelle nicht mehr genau, schätzen Sie sie so gut wie möglich. Ein Marker ist deshalb ein sehr günstiger Schutz.

Darf ich meinen Ballmarker versetzen, wenn er stört?

Ja, das ist üblich. Sie verschieben ihn auf Bitte des Mitspielers um ein oder zwei Putterkopflängen und setzen ihn vor Ihrem Putt wieder zurück. Vergessen Sie das, legen Sie den Ball an die falsche Stelle, und es drohen im Zählspiel zwei Strafschläge.

Darf ich den Ball nach dem Markieren immer reinigen?

Auf dem Grün ja, jederzeit. Außerhalb des Grüns nur in bestimmten Fällen, zum Beispiel wenn Sie anschließend Erleichterung nehmen. Zum Identifizieren dürfen Sie den Ball nur so weit säubern, wie es dafür nötig ist. Sonst droht ein Strafschlag. Fragen Sie im Zweifel vor dem Aufnehmen Ihren Mitspieler oder die Spielleitung.

Stand: Oktober 2026

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