Abschwung (Downswing)

Golf-Lexikon

Abschwung (Downswing)

Kurz erklärt

Der Abschwung, englisch Downswing, ist die Phase des Golfschwungs vom höchsten Punkt des Rückschwungs bis zum Treffmoment. In dieser kurzen Zeit beschleunigen Sie den Schläger und bringen die Schlagfläche zum Ball. Er beginnt mit dem Wechsel der Richtung, der Transition, und endet, wenn der Schläger den Ball trifft.

Was ist der Abschwung beim Golf?

Der Golfschwung besteht aus mehreren Phasen: Ansprechposition, Rückschwung, Abschwung, Treffmoment und Durchschwung. Der Abschwung ist die Phase, in der die Schwunggeschwindigkeit entsteht. Er beginnt am höchsten Punkt des Rückschwungs, wenn sich die Bewegungsrichtung umkehrt. Fachleute nennen diesen Moment die Transition. Er endet im Treffmoment, wenn der Schlägerkopf den Ball berührt.

Obwohl der Abschwung nur einen Bruchteil einer Sekunde dauert, entscheidet er über Länge und Richtung. Im Abschwung werden Schlägerkopfgeschwindigkeit, Schwungbahn und Schlagflächenstellung festgelegt. Das sind genau die Größen, die den Ballflug bestimmen.

Für Einsteiger heißt das: Die Fehler, die Sie im Ballflug sehen, entstehen meist im Abschwung oder davor. Ein Slice, ein Hook oder ein fetter Schlag haben oft ihren Ursprung in den ersten Bewegungen nach dem höchsten Punkt. Deshalb lohnt es sich, den Abschwung bewusst zu verstehen, statt nur dem Ball hinterherzuschauen.

Der Ablauf: Wie läuft der Downswing ab?

Ein guter Abschwung folgt einer Reihenfolge, die man von unten nach oben beschreibt. Biomechaniker sprechen von der kinematischen Sequenz: Zuerst bewegen sich die Hüften, dann der Oberkörper, danach die Arme und zuletzt der Schläger. Jedes Segment beschleunigt das nächste.

Im Alltag lässt sich der Ablauf so zusammenfassen:

Wichtig ist der Rhythmus. Es geht nicht darum, mit den Armen zu schlagen. Die Geschwindigkeit entsteht durch den Körper und überträgt sich in den Schläger.

Wie lange dauert der Abschwung? Tempo und Rhythmus

Der Abschwung ist viel kürzer als der Rückschwung. Messungen an Profis zeigen häufig, dass der Rückschwung etwa dreimal so lang dauert wie der Abschwung. Genannt wird oft ein Verhältnis von 3 zu 1. Ein typisches Beispiel wären rund 0,75 Sekunden Rückschwung und rund 0,25 Sekunden Abschwung. Die Spanne unter Spielern ist groß, und die Werte sind keine Vorschrift.

Was daraus folgt: Der Abschwung fühlt sich für gute Spieler nicht hektisch an. Sie nehmen sich im Rückschwung Zeit und beschleunigen dann gleichmäßig. Viele Freizeitgolfer machen das Gegenteil. Sie schwingen zurück und werfen dann sofort alle Kraft in den Ball. Das kostet Balance und Treffsicherheit.

Tempo ist Geschmackssache und hängt vom Körper ab. Ein ruhiger Rhythmus mit gleichbleibender Zählung, zum Beispiel „eins, zwei, drei“ im Rückschwung und „vier“ im Treffmoment, hilft, die Reihenfolge zu halten. Mehr dazu finden Sie unter Schwungtempo.

Beispiel aus der Praxis: Der Abschwung mit dem Eisen 7

Stellen Sie sich einen Schlag mit dem Eisen 7 auf ein Par-3-Loch von 140 Metern vor. Sie stehen mit schulterbreitem Stand zum Ball. Im Rückschwung drehen Sie die Schultern als Orientierung um etwa 80 bis 90 Grad. Am höchsten Punkt wechseln Sie ruhig die Richtung, ohne zu hetzen.

Dann beginnt der Abschwung. Sie verlagern das Gewicht auf den linken Fuß, wenn Sie Rechtshänder sind. Die linke Hüfte öffnet sich, die Arme fallen locker nach unten. Der Schläger kommt von innen an den Ball, die Handgelenke bleiben noch angewinkelt. Im Treffmoment steht die Schlagfläche gerade zum Ziel, die Hände liegen leicht vor dem Ball. Der Schlägerkopf trifft den Ball zuerst, dann den Boden.

Der Ball fliegt gerade oder mit leichter Kurve zum Grün. Wäre der Abschwung dagegen mit den Schultern begonnen worden, käme der Schläger häufig von außen. Der Ball würde dann links starten oder nach rechts wegkurven. Im Abschwung entstehen also Schlagflächenstellung und Schwungbahn. Die Schlagfläche legt vor allem die Startrichtung fest, ihr Verhältnis zur Bahn die Kurve.

Typische Fehler im Abschwung

Einige Fehler tauchen bei Einsteigern und Fortgeschrittenen immer wieder auf:

Den größten Fortschritt bringt meist, den Ablauf zu verlangsamen und die Reihenfolge Hüfte, Oberkörper, Arme, Schläger zu üben. Erst wenn die Reihenfolge sitzt, können Sie das Tempo steigern.

Übungen: So verbessern Sie Ihren Abschwung

Mit einfachen Übungen trainieren Sie das richtige Gefühl, ohne dass Sie die Technik im Kopf zerlegen müssen.

Beginnen Sie mit Wedges und kurzen Schwüngen und steigern Sie erst später die Länge. Ein Trainer erkennt in wenigen Schlägen, womit Ihr Abschwung beginnt.

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Häufige Fragen

Was ist der Abschwung beim Golf?

Der Abschwung, englisch Downswing, ist die Schwungphase vom höchsten Punkt des Rückschwungs bis zum Treffmoment. In dieser kurzen Zeit beschleunigt der Golfer den Schläger und bringt die Schlagfläche zum Ball. Hier entscheiden sich Schlägerkopfgeschwindigkeit, Schwungbahn und Schlagflächenstellung, also alles, was den Ballflug bestimmt.

Womit beginnt der Abschwung im Golf?

Er beginnt mit dem Gewicht und der Hüfte. Zuerst wandert das Gewicht nach vorn, die Hüfte dreht zum Ziel, danach folgen Oberkörper, Arme und Schläger. Diese Reihenfolge von unten nach oben erzeugt Geschwindigkeit, ohne dass die Arme allein schlagen müssen. Sie fühlt sich oft erst nach etwas Übung natürlich an.

Wie lange dauert ein Downswing?

Bei Profis oft nur etwa eine Viertelsekunde, der Rückschwung dauert häufig etwa dreimal so lang. Das Verhältnis 3 zu 1 gilt als Orientierung, nicht als Vorschrift. Bei Freizeitspielern sind die Zeiten oft länger und schwanken stärker. Wichtig ist ein gleichmäßiger, wiederholbarer Rhythmus, den Sie auch unter Druck halten können.

Was ist der häufigste Fehler im Abschwung?

Sehr häufig ist der Over the Top. Dabei starten die Schultern den Abschwung und der Schläger kommt von außen an den Ball. Folgen sind oft Slice oder Pull. Gegenmittel sind eine bewusste Gewichtsverlagerung nach vorn und ein ruhiger Beginn von der Hüfte aus, bevor die Schultern folgen.

Wie kann ich meinen Abschwung verbessern?

Üben Sie langsam und mit kurzen Schwüngen, zum Beispiel mit Pump-, Schritt- und Handtuch-Drill. Filmen Sie sich oder lassen Sie die Technik von einem Trainer prüfen. Wer die Reihenfolge Hüfte, Oberkörper, Arme, Schläger beherrscht, erhöht danach Schritt für Schritt das Tempo.

Stand: Oktober 2026

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