Skins

Golf-Lexikon

Skins

Kurz erklärt

Skins ist ein Punktespiel im Golf für zwei bis vier Spieler oder mehr. Jedes Loch ist ein Skin wert. Den Skin gewinnt der Spieler, der das Loch allein mit der niedrigsten Schlagzahl beendet. Bei Gleichstand bleibt der Skin liegen und wird auf das nächste Loch übertragen. Wer am Ende die meisten Skins hat, gewinnt.

Was ist Skins beim Golf?

Skins gehört zu den beliebtesten Spielen in privaten Golfrunden. Es ist eine Vereinbarung unter Mitspielern und steht nicht als Wettspielform im Regelbuch. Jeder spielt seinen eigenen Ball, und auf jedem Loch werden die Ergebnisse verglichen. Der Spieler, der das Loch allein mit der niedrigsten Schlagzahl beendet, gewinnt einen Skin. Der Begriff „Skin“ steht für den Gewinn, der auf einem Loch zu holen ist.

Das Besondere am Skins ist der Übertrag. Spielen zwei Spieler auf einem Loch dieselbe niedrigste Schlagzahl, gewinnt niemand den Skin. Er wird auf das nächste Loch übertragen, und dort sind dann zwei Skins zu holen. Je mehr Löcher unentschieden enden, desto wertvoller wird der Skin. Das macht das Spiel spannend und bringt oft ein dramatisches Ende.

Skins eignet sich für Gruppen von zwei bis vier Spielern, funktioniert aber auch mit größeren Gruppen. Weil jedes Loch einzeln zählt, können auch Spieler mit schlechter Gesamtrunde einzelne Skins gewinnen.

Skins Regeln: Wertung und Übertrag

Die Regeln sind schnell erklärt.

Offen ist, was mit Skins passiert, die nach dem letzten Loch nicht gewonnen sind. Das sollten Sie vor dem Start vereinbaren. Üblich sind drei Lösungen: Die Skins verfallen, es wird auf einem Zusatzloch weitergespielt, bis einer gewinnt, oder sie werden auf die Spieler aufgeteilt, die gleichauf waren.

Da Skins keine amtliche Spielform ist, gelten die Absprachen der Gruppe. Die Golfregeln für den normalen Spielablauf gelten aber wie immer.

Beispiel aus der Praxis: vier Spieler, vier Löcher

Anna, Ben, Clara und David spielen Skins um einen Punkt pro Skin.

Loch 1, Par 4: Anna spielt 4, Ben 5, Clara 5, David 4. Anna und David haben die niedrigste Schlagzahl. Es gibt keinen Sieger, der Skin wird auf Loch 2 übertragen. Dort sind jetzt zwei Skins im Spiel.

Loch 2, Par 3: Anna spielt 3, Ben 2, Clara 3, David 4. Ben hat allein die niedrigste Schlagzahl und gewinnt zwei Skins.

Loch 3, Par 5: Alle vier spielen 5. Es gibt keinen Sieger, der Skin von Loch 3 wird übertragen. Auf Loch 4 sind damit wieder zwei Skins im Spiel.

Loch 4, Par 4: Clara spielt 3, die anderen 4 oder 5. Clara gewinnt die zwei Skins von Loch 3 und Loch 4.

Nach vier Löchern hat Ben zwei Skins, Clara zwei Skins, Anna und David keinen. Dass Anna und David auf Loch 1 jeweils ein Par spielten, brachte ihnen nichts, weil sie sich gegenseitig neutralisiert haben. Genau das macht Skins so spannend: Ein starkes Ergebnis reicht nur, wenn es allein bleibt.

Vorgabe im Skins: Brutto- oder Nettowertung

Skins kann brutto gespielt werden. Dann zählen die tatsächlichen Schlagzahlen. Bei Gruppen mit sehr unterschiedlichen Spielstärken bevorzugt das den besten Spieler. Viele Gruppen spielen deshalb netto.

Im Netto-Skins erhält jeder Spieler Vorgabeschläge. Üblich ist, dass der Spieler mit der niedrigsten Vorgabe ohne Schläge spielt und die anderen die Differenz zu ihm erhalten. Die Schläge gibt es auf den Löchern mit den niedrigsten Vorgabewerten auf der Scorekarte, dem Stroke Index.

Beispiel: Anna hat Spielvorgabe 10, Ben hat 18. Die Differenz beträgt 8. Ben bekommt acht Vorgabeschläge auf den acht schwersten Löchern. Spielt er auf einem dieser Löcher mit Par 4 ein Bogey und Anna ein Par, haben beide netto 4. Der Skin wird übertragen.

Es gibt keine verbindliche Empfehlung des World Handicap Systems für Skins. Vereinbaren Sie deshalb vor der Runde, ob und wie die Vorgabe eingesetzt wird. Das Ergebnis eines Skins-Spiels zählt außerdem nicht für Ihr Handicap. Die Runde kann aber unabhängig vom Spiel als normale Handicap-Runde gewertet werden, wenn sie die Bedingungen dafür erfüllt.

Varianten und Tipps für Ihre Skins-Runde

Es gibt viele Varianten, und jede Gruppe hat eigene Hausregeln.

Tipps:

Herkunft: Vom Clubspiel zum Fernsehformat

Wer Skins erfunden hat, ist nicht belegt. Das Spiel wird seit langem in Clubs und Freundesrunden gespielt. Bekannt wurde der Name durch ein Fernsehturnier: Das erste Skins Game, ein Showturnier außerhalb der offiziellen Turnierwertung, fand 1983 in Desert Highlands in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona statt. Die Teilnehmer waren Jack Nicklaus, Arnold Palmer, Gary Player und Tom Watson. Gespielt wurde am Thanksgiving-Wochenende nach dem Ende der offiziellen Saison.

In diesem Turnier wurde jedes Loch einzeln bewertet, und bei Gleichstand wurde der Wert auf das nächste Loch übertragen. Die Fernsehübertragung machte das Format weltweit bekannt.

Heute spielen es Golfer in aller Welt als lockeres Gruppenspiel. Die Regeln sind einfach genug, dass man sie auf dem ersten Abschlag erklären kann.

Abgrenzung: Skins, Lochspiel, Nassau und Bingo Bango Bongo

Mehrere Spiele nutzen die Löcher als Wertungseinheit. Die Unterschiede:

Skins ist deshalb ein Spiel für Spieler, die Spannung auf jedem Loch mögen. Weil ein Übertrag den Wert erhöht, kann ein einziges Loch das Spiel entscheiden.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Skins lässt sich gut in den TrackMan-Simulatoren der Golf Lounge Resort Hamburg in Moorfleet spielen, denn dort stehen neben klassischen Runden auch Turnier- und Skill-Formate zur Wahl. Sie schlagen echte Bälle in die Leinwand, und die Software rechnet den Ballflug auf berühmte Plätze wie Pebble Beach oder St Andrews um. Die Simulatoren sind ganzjährig und wetterunabhängig nutzbar, pro Buchung können bis zu vier Personen spielen, buchbar sind eine bis vier Stunden. Die Skins-Wertung führen Sie selbst per Absprache.

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Häufige Fragen

Was ist Skins beim Golf?

Skins ist ein Punktespiel für Gruppen. Auf jedem Loch gewinnt der Spieler mit der niedrigsten Schlagzahl allein einen Skin. Haben zwei Spieler dieselbe niedrigste Schlagzahl, wird der Skin auf das nächste Loch übertragen. Wer am Ende die meisten Skins hat, gewinnt. Es ist eine Vereinbarung unter Mitspielern und keine offizielle Spielform.

Was passiert bei Gleichstand im Skins?

Bei Gleichstand gewinnt niemand den Skin. Er bleibt liegen und wird auf das nächste Loch übertragen, wo dann zwei Skins zu holen sind. Nach einem weiteren Gleichstand sind es drei und so weiter. Was mit Skins passiert, die nach dem letzten Loch offen sind, sollten Sie vor dem Start vereinbaren.

Wie funktioniert Skins mit Vorgabe?

Im Netto-Skins erhält jeder Spieler Vorgabeschläge auf den Löchern mit den niedrigsten Vorgabewerten. Üblich ist, dass der Spieler mit der niedrigsten Vorgabe ohne Schläge spielt und die anderen die Differenz bekommen. Eine verbindliche Empfehlung des World Handicap Systems gibt es nicht, deshalb sollten Sie es vorher vereinbaren.

Woher kommt Skins im Golf?

Wer das Spiel erfunden hat, ist nicht belegt, es wird seit langem in Clubs und Freundesrunden gespielt. Bekannt wurde es durch das erste im Fernsehen übertragene Skins Game 1983 in Desert Highlands in Arizona mit Nicklaus, Palmer, Player und Watson. Das Fernsehturnier verbreitete das Format weltweit.

Stand: Oktober 2026

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