Golf-Lexikon
Golf: Ursprung & Grundidee
Kurz erklärt
Golf wurde nicht von einer einzelnen Person erfunden. Das moderne Spiel entwickelte sich im Mittelalter in Schottland, erste Verbote sind aus dem Jahr 1457 belegt. Die Grundidee ist einfach: Mit möglichst wenigen Schlägen spielen Sie einen Ball vom Abschlag über eine Bahn in ein Loch. Wer die Runde mit den wenigsten Schlägen beendet, gewinnt.
Wer hat Golf erfunden? Die kurze Antwort
Eine Erfinderin oder einen Erfinder des Golfspiels gibt es nicht. Golf entstand über viele Jahre aus Spielen, bei denen man einen Ball mit einem Stock auf ein Ziel schlägt. Solche Spiele sind aus mehreren Ländern bekannt. Wann genau aus ihnen das Golf wurde, das wir heute kennen, lässt sich nicht auf ein Datum festlegen.
Die Fachwelt ist sich in einem Punkt weitgehend einig: Das moderne Golf hat seine Wurzeln in Schottland. Dort wurde im Mittelalter an der Küste auf sandigen Flächen gespielt, den sogenannten Links. Dort entstanden auch die ersten Regeln, Clubs und Plätze, auf denen sich das heutige Spiel entwickelte.
Zu anderen Fragen gibt es Streit. Ob die Niederlande, China oder Schottland den Ursprung bilden, wird bis heute diskutiert. Wer die Frage „Wer hat Golf erfunden?“ beantworten will, sagt deshalb am besten: Das moderne Golf kommt aus Schottland, die Vorläufer sind vielfältig.
Wo und wann wurde Golf erfunden? Schottland im Mittelalter
Die ersten schriftlichen Belege für Golf stammen aus Schottland. Im Jahr 1457 verbot das schottische Parlament unter König Jakob II. das Golfspiel, weil es von den Bogenschießübungen ablenkte, die für die Landesverteidigung wichtig waren. Weitere Verbote folgten 1471 und 1491. Ein Verbot gibt es nur für etwas, das Menschen tatsächlich spielen. Das Golfspiel muss also schon damals weit verbreitet gewesen sein.
Später änderte sich die Haltung. Im Jahr 1502 kaufte König Jakob IV. Golfausrüstung. Im Jahr 1552 erhielten die Bürger von St Andrews durch den Erzbischof das Recht, auf den Links der Stadt zu spielen. St Andrews gilt bis heute als die Heimat des Golfs. Dort liegt der Old Course, einer der bekanntesten Golfplätze der Welt.
Wichtig ist: „Golf“ bedeutete im Mittelalter nicht dasselbe wie heute. Die Plätze hatten keine festen Bahnen, keine gemähten Fairways und keine einheitlichen Regeln. Gespielt wurde in der Natur, über Dünen, Gras und Sand, mit einfachen Schlägern und Bällen, die aus Holz oder Leder gefertigt waren.
Andere Theorien: Kolf in den Niederlanden und Chuiwan in China
Neben Schottland werden zwei weitere Ursprungstheorien genannt.
Niederlande: In den Niederlanden gab es im Mittelalter ein Spiel namens „Kolf“ oder „Colf“. Eine Handschrift aus dem Jahr 1261 erwähnt ein Ballspiel mit einem „Kolf“, also einem Schläger. Das Wort „Golf“ wird häufig vom niederländischen „Kolf“ abgeleitet. Sicher belegt ist aber auch diese Herleitung nicht. Ob Kolf wirklich eine frühe Form des Golfs war, ist unter Fachleuten umstritten. Es wird oft als Spiel auf dem Eis oder in einem festen Raum beschrieben, mit einem Pfosten als Ziel.
China: Aus China ist das Spiel „Chuiwan“ überliefert. Es wurde zur Zeit der Song-Dynastie gespielt und soll bis zu zehn Schläger und mehrere Löcher auf unterschiedlichem Gelände gekannt haben. Einige Forscher sehen darin einen Vorläufer. Ein direkter Weg nach Europa ist jedoch nicht belegt.
Fazit: Ballspiele mit Schlägern gab es an mehreren Orten. Das moderne Golf mit Loch, Platz und Regeln entstand aber in Schottland, und so wird es auch in den meisten Darstellungen beschrieben.
Vom Spiel zum Sport: Regeln, Clubs und 18 Bahnen
Im 18. Jahrhundert wurde aus dem Spiel ein Sport mit festen Regeln.
- 1744: Die Gentlemen Golfers of Leith bei Edinburgh schrieben 13 Regeln für ein Turnier nieder. Sie gelten als die ältesten erhaltenen Golfregeln. Aus der Gruppe wurde später die Honourable Company of Edinburgh Golfers.
- 1754: In St Andrews gründeten 22 Männer die Society of St Andrews Golfers. Sie entwickelte sich zum Royal and Ancient Golf Club, der später zum Regelhüter des Golfsports wurde.
- 1764: Der Old Course in St Andrews wurde von 22 auf 18 Bahnen verkürzt. Diese Änderung gilt als Ursprung der heute üblichen Runde mit 18 Löchern.
- 1860: In Prestwick fand die erste Open Championship statt. Sie gilt als das älteste der heutigen Major-Turniere.
Heute gelten weltweit gemeinsame Regeln. Sie werden von The R&A mit Sitz in St Andrews und der USGA gemeinsam herausgegeben. Golf war außerdem 1900 und 1904 olympisch und kehrte 2016 nach über hundert Jahren zu den Olympischen Spielen zurück.
Golf in Deutschland und Hamburg
Nach Deutschland kam das Spiel im späten 19. Jahrhundert. Als ältester Golfplatz Deutschlands gilt nach Angaben der Stadt der Platz im Kurpark von Bad Homburg. Dort begannen englische Kurgäste Ende des 19. Jahrhunderts zu spielen. Die genauen Jahresangaben unterscheiden sich je nach Quelle.
Der Deutsche Golf Verband (DGV) wurde am 26. Mai 1907 in Hamburg von acht der führenden Golfclubs gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zunächst aufgelöst und im Jahr 1949 neu gegründet. Heute ist der DGV der Dachverband der deutschen Golfclubs. Er legt die Voraussetzungen für die Platzreife fest und führt das Handicap-System in Deutschland.
Lange galt Golf in Deutschland als Sport für wenige. Das hat sich verändert. Heute gibt es Einsteigerkurse, kurze Plätze, Driving Ranges und Angebote ohne Clubmitgliedschaft. Wer Golf ausprobieren möchte, muss dafür kein Mitglied sein und keine eigene Ausrüstung kaufen. Für die großen Plätze brauchen Sie in Deutschland meist die Platzreife. Für den Einstieg sind kurze Plätze und Kurse der bessere Weg.
Was ist Golf? Die Grundidee einfach erklärt
Die Idee des Golfspiels lässt sich in einem Satz sagen: Sie spielen einen Ball mit möglichst wenigen Schlägen vom Abschlag über eine Bahn in ein Loch. Das Loch hat einen Durchmesser von etwa 108 Millimetern. Die Bahn hat ein Ziel, das Grün, auf dem das Loch liegt und das mit einer Fahne markiert ist.
Eine volle Runde besteht meist aus 18 Bahnen. Jede Bahn hat ein Par. Das Par ist die Zahl der Schläge, die ein sehr guter Spieler für die Bahn einplant. Üblich sind Par 3, Par 4 und Par 5. Wer weniger Schläge braucht, spielt ein Birdie oder besser. Wer mehr braucht, spielt ein Bogey oder schlechter.
Gespielt wird mit bis zu 14 Schlägern, die für unterschiedliche Entfernungen gebaut sind. Der Ball wird gespielt, wie er liegt. Das gilt auch dann, wenn er im Gras, im Sand oder in einer unangenehmen Lage liegt. Das ist eine der wichtigsten Grundregeln und macht den Reiz des Spiels aus: Sie müssen mit dem zurechtkommen, was der Platz Ihnen gibt.
Golf ist zudem ein Spiel der Fairness. Spieler zählen ihre Schläge selbst und beachten die Regeln, auch wenn niemand zusieht.
Wie spielt man Golf? Ein Beispiel für eine Bahn
Ein Par-4-Loch zeigt, wie das Spiel abläuft.
- Abschlag: Sie spielen von einem markierten Bereich, dem Abschlag, den ersten Schlag. Der Ball liegt dabei meist auf einem kleinen Stift aus Holz oder Kunststoff, dem Tee. Ziel ist meist das Fairway, ein gemähter Streifen Gras.
- Zweiter Schlag: Vom Fairway spielen Sie in Richtung Grün. Dafür wählen Sie einen Schläger, der zur Entfernung passt.
- Dritter Schlag: Liegt der Ball nahe am Grün, spielen Sie einen Chip oder Pitch auf das Grün.
- Putts: Auf dem Grün rollen Sie den Ball mit dem Putter ins Loch.
Brauchen Sie vier Schläge, haben Sie das Par gespielt. Drei Schläge sind ein Birdie, fünf ein Bogey. Auf der Scorekarte tragen Sie nach jeder Bahn Ihre Schläge ein.
Dazwischen gibt es Hindernisse wie Bunker, Wasser und Rough, also hohes Gras. Gerät der Ball in Wasser oder ins Aus, gibt es Strafschläge. Nach der Runde addieren Sie alle Bahnen. Mit einem Handicap lassen sich Spieler unterschiedlicher Stärke fair vergleichen.
Für Einsteiger gilt: Niemand beginnt auf dem großen Platz. Zuerst lernen Sie Griff, Stand und Schwung auf der Range, dann kurze Plätze, danach die Platzreife.
Ausprobieren in der Golf Lounge
Den ersten Eindruck vom Golfspiel bekommen Sie am besten selbst. In der Golf Lounge Resort Hamburg dauert der Schnupperkurs 90 Minuten mit Trainer, Bälle und Leihschläger sind dabei, Vorkenntnisse und eigene Ausrüstung brauchen Sie nicht. Es geht um erste Schläge, Stand, Griff, Haltung und Schwung, dazu gibt es einen kurzen Überblick über Ausrüstung und Regeln. Der Kurs findet auf der überdachten TrackMan-Range statt, also bei jedem Wetter. Mehrere Termine pro Woche, geeignet auch für Kinder ab 6 Jahren.
Häufige Fragen
Wann wurde Golf erfunden?
Ein genaues Datum gibt es nicht. Der erste schriftliche Beleg für Golf in Schottland stammt aus dem Jahr 1457, als das Parlament das Spiel verbot. Die ältesten erhaltenen Golfregeln stammen von 1744. Das Spiel ist also deutlich älter als die ersten Regeln und entwickelte sich über viele Jahre.
Wo wurde Golf erfunden?
Das moderne Golf wird meist Schottland zugeschrieben, wo an der Küste auf sogenannten Links gespielt wurde. St Andrews gilt als Heimat des Golfs. Daneben werden Kolf in den Niederlanden und Chuiwan in China als frühe Verwandte diskutiert. Ein direkter Ursprung dort ist umstritten.
Wer hat Golf erfunden?
Es gibt keinen einzelnen Erfinder. Golf entwickelte sich über Jahrhunderte aus Spielen, bei denen man einen Ball mit einem Stock auf ein Ziel schlägt. Die ersten schriftlichen Regeln verfassten 1744 die Gentlemen Golfers of Leith in Schottland. Daraus entstand das Regelwerk, das heute gilt.
Was ist Golf und wie funktioniert das Spiel?
Golf ist ein Spiel, bei dem Sie einen Ball mit möglichst wenigen Schlägen vom Abschlag in ein Loch spielen. Eine Runde hat meist 18 Bahnen. Jede Bahn hat ein Par als Richtwert für die Schlagzahl. Es gewinnt, wer insgesamt die wenigsten Schläge braucht. Gespielt wird mit bis zu 14 Schlägern.
Wie fange ich mit Golf an?
Am einfachsten mit einem Schnupperkurs, in dem ein Trainer erste Schläge zeigt und Ausrüstung gestellt wird. Danach folgen Grundlagenkurse und die Platzreife, die in Deutschland meist für große Golfplätze nötig ist. Kurze Plätze und Driving Ranges können Sie auch ohne Platzreife nutzen.
Stand: Oktober 2026