Fernmitgliedschaft

Golf-Lexikon

Fernmitgliedschaft

Kurz erklärt

Eine Fernmitgliedschaft ist eine Mitgliedschaft bei einem Golfclub oder einer Golfanlage im Deutschen Golf Verband, die für Golfer gedacht ist, die nicht regelmäßig dort spielen. Sie bietet in der Regel einen DGV-Ausweis und die Handicap-Führung. Auf anderen Plätzen spielen Fernmitglieder dann als Gäste und zahlen dort das Greenfee.

Was ist eine Fernmitgliedschaft im Golf?

Klassisch sind Golfer Mitglied in dem Club, in dem sie am häufigsten spielen. Das ist der Heimatclub. Er stellt den DGV-Ausweis aus, führt das Handicap und gewährt das Spielrecht auf dem eigenen Platz. Die Fernmitgliedschaft ist eine abgespeckte Variante davon. Sie richtet sich an alle, die zwar offiziell im Golfsystem sein möchten, aber keinen Heimatplatz in der Nähe brauchen oder nutzen.

Das Wort „Fern“ meint die Entfernung. Fernmitglieder wohnen meist weiter von der Anlage entfernt und sind deshalb nur gelegentlich dort. Viele Anbieter verlangen deshalb eine Mindestentfernung zwischen Wohnort und Anlage. Als grobe Orientierung nennen Vergleiche oft Werte zwischen etwa 100 und 200 Kilometern, die genaue Zahl legt jeder Anbieter selbst fest. Es gibt aber auch Anbieter ohne solche Bedingung. Lesen Sie die Bedingungen, bevor Sie abschließen.

Auf dem DGV-Ausweis selbst zeigt sich die Entfernung ebenfalls. Wohnt ein Mitglied höchstens 70 Kilometer von seiner Golfanlage entfernt, gilt die Mitgliedschaft laut DGV als regional, und der Ausweis trägt ein goldenes „R“. Fernmitglieder haben dieses Kennzeichen in der Regel nicht. Ob das für die Gastbedingungen einer Anlage eine Rolle spielt, erfahren Sie dort.

Wichtig ist der Unterschied zum bloßen Greenfee-Spielen. Wer nur als Gast auf einem Platz spielt, hat keinen Ausweis und kein Handicap, das für ihn geführt wird. Die Fernmitgliedschaft schafft die Voraussetzung dafür, dass Ihre Runden dokumentiert werden und Ihr Handicap mit der Zeit zu Ihrer Spielstärke passt. Mit „Fernmitglied“ ist die Person gemeint, mit „Fernmitgliedschaft“ das Modell.

Was bietet eine Fernmitgliedschaft?

Der Kern der Fernmitgliedschaft ist der Zugang zum Golfsystem ohne feste Bindung an einen Heimatplatz. Typische Bausteine sind:

Was die Fernmitgliedschaft normalerweise nicht enthält: ein Spielrecht, bei dem alle Runden auf einem eigenen Heimatplatz inklusive sind. Manche Anbieter kombinieren das Modell aber mit einzelnen inkludierten Runden oder Vorteilen. Diese Zusatzleistungen unterscheiden sich stark und gehören in den Vergleich.

Fernmitgliedschaft und Vollmitgliedschaft im Vergleich

Der größte Unterschied zwischen beiden Modellen liegt im Spielrecht. Bei einer Vollmitgliedschaft spielen Sie auf dem Heimatplatz so oft Sie möchten, ohne zusätzlich Greenfee zu zahlen. Dafür fällt in vielen Clubs eine einmalige Aufnahmegebühr an, dazu kommt jedes Jahr der Mitgliedsbeitrag. In manchen Clubs sind außerdem Anteile oder Aktien zu erwerben. Nach Erhebungen zum deutschen Golfmarkt ist die Vollmitgliedschaft die beliebteste Form der Mitgliedschaft.

Bei der Fernmitgliedschaft ist der Beitrag niedriger, dafür bezahlen Sie jede Runde einzeln. Beide Modelle haben Vor- und Nachteile:

Vergleichsportale nennen als grobe Faustregel eine Grenze von etwa 15 bis 20 Runden im Jahr. Das ist keine feste Regel, sondern nur ein Anhaltspunkt für die Rechnung, die Sie selbst anstellen sollten.

Beispiel aus der Praxis: So rechnen Sie nach

Stellen Sie sich zwei Golfer vor. Beide haben die Platzreife bestanden.

Die erste Person wohnt in einer Großstadt, spielt zwölf Runden im Jahr und probiert gern neue Plätze aus. Sie wählt eine Fernmitgliedschaft. Ihre Kosten setzen sich zusammen aus dem Jahresbeitrag und zwölf Greenfees auf wechselnden Anlagen. Sie braucht keinen Heimatplatz in der Nähe und muss keine Aufnahmegebühr einkalkulieren.

Die zweite Person wohnt direkt neben einem Golfclub und spielt rund vierzig Runden im Jahr, meist auf demselben Platz. Bei dieser Häufigkeit summieren sich die Greenfees stark. Hier lohnt sich die Vollmitgliedschaft, weil das Spielrecht die Kosten je Runde senkt.

So rechnen Sie selbst: Jahresbeitrag der Fernmitgliedschaft plus Greenfee mal Rundenzahl, danach der Vergleich mit Jahresbeitrag und Aufnahmegebühr eines Clubs in Ihrer Nähe. Wo die Summe niedriger ist, liegt das passende Modell. Tragen Sie Ihre geplanten Runden realistisch ein, nicht die gewünschten.

Worauf Sie vor dem Abschluss achten sollten

Fernmitgliedschaften unterscheiden sich in den Bedingungen. Prüfen Sie vorab diese Punkte:

Wer erst am Anfang steht, sollte zuerst die Platzreife machen. Ohne Platzreife nützt auch eine Mitgliedschaft auf den meisten Plätzen wenig, weil die Anlagen sie als Voraussetzung verlangen.

Abgrenzung: Fernmitgliedschaft, Zweitmitgliedschaft und Gastspieler

Mehrere Begriffe klingen ähnlich, bedeuten aber Verschiedenes:

Im Zweifel hilft ein kurzer Blick auf die Webseite der Anlage. Dort steht meist, welche Gäste und welche Nachweise erlaubt sind. Rufen Sie im Zweifel an, bevor Sie anreisen. Mehr zu den Begriffen finden Sie im Eintrag „Golfmitgliedschaft und Spielrecht“.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Mit Friend DGV bietet die Golf Lounge Resort Hamburg eine vollwertige DGV-Fernmitgliedschaft an. Sie enthält einen DGV-Ausweis und die Handicap-Führung, ohne dass Sie Mitglied in einem klassischen Golfclub werden müssen. Grundlage ist der Friend-Status, ein Jahresstatus für 365 Tage mit Vorteilen auf der Range, im Simulator, auf dem 6- und 9-Loch-Platz und im Putt Course. So verbinden Sie ein offiziell geführtes Handicap mit einer Anlage in Hamburg-Moorfleet, auf der Sie trainieren und spielen können.

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Häufige Fragen

Was ist eine Fernmitgliedschaft im Golf?

Eine Fernmitgliedschaft ist eine Mitgliedschaft bei einem Golfclub oder einer Golfanlage im DGV für Golfer ohne regelmäßigen Heimatplatz. Sie bietet in der Regel einen DGV-Ausweis und die Führung des Handicaps. Auf anderen Anlagen spielen Sie als Gast und zahlen dort jeweils das Greenfee.

Bekomme ich mit einer Fernmitgliedschaft einen DGV-Ausweis?

Meist ja, aber nur, wenn mit der Mitgliedschaft ein Nutzungsrecht von mindestens zwölf Monaten verbunden ist. Nach den Hinweisen des DGV erhalten Fernmitglieder ohne ein solches Nutzungsrecht keinen Ausweis. Prüfen Sie deshalb vor dem Abschluss, ob der Anbieter einen Ausweis und die Handicap-Führung ausdrücklich nennt.

Gibt es für eine Fernmitgliedschaft eine Mindestentfernung?

Viele Anbieter verlangen einen Mindestabstand zwischen Wohnort und Anlage, als grobe Orientierung oft zwischen 100 und 200 Kilometern. Es gibt aber auch Modelle ohne diese Bedingung. Die Regelung legt der jeweilige Anbieter fest, deshalb sollten Sie die Bedingungen genau lesen, bevor Sie sich entscheiden.

Für wen lohnt sich eine Fernmitgliedschaft?

Sie passt zu Golfern, die nur gelegentlich spielen, viel reisen oder verschiedene Plätze ausprobieren möchten. Wer mehrmals pro Woche auf demselben Platz spielt, fährt mit einer Vollmitgliedschaft meist besser. Rechnen Sie Beitrag plus Greenfees für Ihre geplanten Runden gegen den Club in Ihrer Nähe.

Brauche ich die Platzreife für eine Fernmitgliedschaft?

Die Mitgliedschaft selbst setzt nicht immer eine Platzreife voraus. Beim Spielen auf fremden Anlagen verlangen die meisten Plätze aber die Platzreife als Nachweis. Wer neu im Golf ist, macht deshalb zuerst die Platzreife und schließt danach die Mitgliedschaft ab. Das gilt auch für Anbieter mit Fernmitgliedschaft.

Stand: Oktober 2026

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