Golf-Lexikon
Greenfee
Kurz erklärt
Das Greenfee ist die Gebühr, die Sie zahlen, um einen Golfplatz als Gast zu bespielen. Es gilt meist für eine Runde über 9 oder 18 Löcher. Mitglieder zahlen auf ihrem Heimatplatz in der Regel kein Greenfee, weil das Spielrecht dort zur Mitgliedschaft gehört. Wer als Gast spielt, wird Greenfee-Spieler genannt.
Was bedeutet Greenfee?
Das Wort Greenfee kommt aus dem Englischen. „Fee“ heißt Gebühr. „Green“ meint hier nicht nur das kurz gemähte Grün rund um das Loch. Im älteren englischen Sprachgebrauch stand „green“ für den ganzen Golfplatz. Davon zeugt noch der frühere Regelbegriff „through the green“, der bis 2018 das Gelände zwischen Abschlag und Grün beschrieb.
Das Greenfee ist also die Gebühr für die Nutzung des Platzes. Sie zahlen damit für das Recht, eine Runde zu spielen. Golfplätze sind teuer in der Pflege. Rasen, Bunker, Grüns und Wasserflächen brauchen täglich Arbeit von Greenkeepern. Mitglieder tragen diese Kosten über ihren Beitrag. Gäste tragen ihren Anteil über das Greenfee.
Im Deutschen wird der Begriff meist zusammengeschrieben. Sie finden aber auch die Schreibweise Green Fee. Gemeint ist immer dasselbe.
Wer zahlt Greenfee? Der Greenfee-Spieler
Ein Greenfee-Spieler ist jeder Golfer, der auf einem Platz spielt, auf dem er kein eigenes Spielrecht hat. Das können sehr unterschiedliche Menschen sein:
- Mitglieder anderer Golfclubs, die auswärts spielen, etwa im Urlaub oder bei einem Ausflug
- Golfer mit einer Fernmitgliedschaft, die keinen festen Heimatplatz haben
- Einsteiger, die nach der Platzreife auf öffentlichen Anlagen spielen
- Gäste, die mit einem Mitglied zusammen eine Runde drehen
Mitglieder des Heimatclubs zahlen dort in der Regel kein Greenfee. Viele Clubs haben außerdem Vereinbarungen mit Partnerclubs. Mitglieder dieser Clubs erhalten dann besondere Konditionen.
Es gibt auch öffentliche Golfanlagen, die ganz ohne Mitgliedschaftspflicht arbeiten. Dort spielen viele Golfer regelmäßig als Greenfee-Spieler. Für Einsteiger ist das ein bequemer Weg, um ohne lange Bindung Erfahrung zu sammeln.
Wovon hängt die Höhe des Greenfees ab?
Wie hoch ein Greenfee ist, legt jede Golfanlage selbst fest. Die Unterschiede können groß sein. Ein paar Faktoren spielen fast überall eine Rolle:
- Wochentag: Am Wochenende und an Feiertagen ist das Greenfee oft höher als unter der Woche.
- Tageszeit: Manche Anlagen bieten günstigere Tarife für späte Startzeiten am Abend an.
- Saison: Im Winter, wenn Grüns und Fairways geschont werden, gelten häufig andere Tarife.
- Anzahl der Löcher: Eine 9-Loch-Runde kostet meist weniger als eine Runde über 18 Löcher.
- Platz: Ein bekannter Turnierplatz verlangt in der Regel mehr als ein kleiner Platz.
- Status: Jugendliche, Studierende, Mitglieder von Partnerclubs oder Gäste in Begleitung eines Mitglieds zahlen oft weniger.
Die aktuellen Konditionen stehen meist auf der Website der Anlage. Prüfen Sie dort auch, ob Sie vorab eine Startzeit buchen müssen.
Was ist im Greenfee enthalten?
Das Greenfee deckt in erster Linie das Recht, eine Runde auf dem Platz zu spielen. Was darüber hinaus enthalten ist, unterscheidet sich von Anlage zu Anlage.
Oft extra bezahlt werden:
- Rangebälle zum Einspielen vor der Runde
- Leihschläger, falls Sie keine eigenen dabeihaben
- ein Golfcart oder ein Elektrotrolley
- Speisen und Getränke im Clubhaus
Manche Anlagen bieten Pakete an, in denen zum Beispiel Rangebälle oder ein Cart enthalten sind. Für die Nutzung der Übungsanlagen ohne Platzrunde gibt es auf vielen Plätzen eine eigene Gebühr, das Rangefee.
Fragen Sie bei der Buchung nach, was genau dazugehört. Das erspart Überraschungen an der Rezeption.
Voraussetzungen für Greenfee-Spieler
Auf den meisten regulären Golfplätzen dürfen Sie nicht einfach ohne Nachweis spielen. Üblich sind diese Voraussetzungen:
- Platzreife: Sie zeigen, dass Sie sicher und regelgerecht spielen können.
- Mitgliedschaft: Viele Clubs verlangen die Mitgliedschaft in einem anderen Golfclub. Diese weisen Sie in Deutschland mit dem DGV-Ausweis nach.
- Handicap: Einige Plätze legen besonders am Wochenende eine Handicap-Grenze fest.
- Startzeit: Häufig müssen Sie vorab eine Startzeit buchen, auch Tee Time genannt.
Dazu kommen die Hausregeln der Anlage, zum Beispiel ein Dresscode oder Vorgaben zu Trolleys im Winter. Achten Sie außerdem auf die Stornobedingungen. Wer eine gebuchte Startzeit nicht rechtzeitig absagt, muss das Greenfee oft trotzdem zahlen.
Kurzplätze, Pitch-and-Putt-Anlagen und Übungsplätze sind oft auch ohne Platzreife zugänglich. Sie sind ideal für die ersten Runden.
Platzreife und Greenfee: kein automatisches Spielrecht
Viele Einsteiger gehen davon aus, dass sie mit der bestandenen Platzreife überall als Greenfee-Spieler starten dürfen. Das stimmt so nicht. Jede Golfanlage entscheidet im Rahmen ihres Hausrechts selbst, wen sie auf ihren Platz lässt. Der DGV stellt ausdrücklich klar, dass Anlagen einen Golfer mit DGV-Platzreife nicht als Greenfee-Spieler akzeptieren müssen.
Die Platzreife ist aus Sicht des Verbands ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einer Mitgliedschaft oder einem Spielrecht. Wer regelmäßig auf fremden Plätzen spielen möchte, braucht deshalb meist eine Mitgliedschaft in einem Club oder bei einer Golfanlage im DGV, etwa als Fernmitgliedschaft. Den Nachweis bringen Sie mit dem DGV-Ausweis mit.
Öffentliche Anlagen und Kurzplätze sind oft großzügiger. Dort reicht für das Greenfee häufig die Platzreife, manchmal nicht einmal das.
Beispiel: So läuft eine Greenfee-Runde ab
Stellen Sie sich vor, Sie möchten an einem Samstag auf einem fremden 18-Loch-Platz spielen. So läuft das in der Regel ab:
- Sie buchen einige Tage vorher online eine Startzeit, zum Beispiel 10:30 Uhr für eine Gruppe von drei Personen.
- Am Spieltag kommen Sie etwa 30 bis 45 Minuten vor dem Start an. Im Sekretariat oder im Pro Shop zeigen Sie Ihren DGV-Ausweis und zahlen das Greenfee.
- Sie bekommen eine Scorekarte und oft ein Anhängeschild für Ihr Golfbag. So sieht das Platzpersonal, dass Sie bezahlt haben.
- Sie spielen sich auf der Range ein und putten ein paar Bälle auf dem Übungsgrün.
- Wenige Minuten vor 10:30 Uhr stehen Sie am ersten Abschlag bereit. Auf manchen Plätzen ruft ein Starter die Gruppen auf.
Nach der Runde geben Sie bei Bedarf die Scorekarte ab. Halten Sie sich unterwegs an das Tempo der Gruppe vor Ihnen.
Typische Fehler und Tipps für Greenfee-Spieler
Die meisten Ärgernisse bei Gastrunden lassen sich mit etwas Vorbereitung vermeiden:
- Voraussetzungen nicht geprüft: Lesen Sie vorab, ob die Anlage eine Mitgliedschaft, eine Handicap-Grenze oder eine Startzeit verlangt.
- DGV-Ausweis vergessen: Ohne Nachweis kann das Sekretariat Sie unter Umständen nicht starten lassen.
- Zu knapp angereist: Wer erst zur Startzeit ankommt, verpasst das Einspielen und bringt die Gruppen dahinter aus dem Takt.
- Platzregeln übersehen: Fremde Plätze haben eigene Platzregeln, etwa zu Sperrzonen oder Aus-Grenzen. Sie stehen meist auf der Scorekarte.
Ein Tipp für alle mit Handicap: Auch eine Greenfee-Runde kann vorgabewirksam sein. Melden Sie dafür vor dem ersten Abschlag eine registrierte Privatrunde bei der gastgebenden Anlage an und spielen Sie mit einem Zähler.
Ausprobieren in der Golf Lounge
Auf dem 9-Loch-Platz „Schwarz“ der Golf Lounge Resort Hamburg sind Gäste ohne Mitgliedschaft willkommen. Voraussetzung ist die Platzreife (DGV). Der Platz hat Par 33 und ist von April bis Dezember bespielbar. Tee-Times buchen Sie online für ein bis vier Spieler. Ohne Platzreife können Sie auf dem 6-Loch-Kurzplatz „Rot“ spielen, eine Runde dauert dort typischerweise unter einer Stunde. Alle Konditionen für Ihre Runde finden Sie auf der Seite zum 9-Loch-Platz.
Häufige Fragen
Was bedeutet Greenfee beim Golf?
Greenfee ist die Gebühr für eine Runde auf einem Golfplatz, auf dem Sie kein eigenes Spielrecht haben. Der Begriff kommt aus dem Englischen. „Green“ stand früher für den ganzen Golfplatz, „fee“ heißt Gebühr. Mit dem Greenfee beteiligen sich Gäste an den Kosten für Pflege und Betrieb des Platzes.
Was ist ein Greenfee-Spieler?
Ein Greenfee-Spieler ist ein Golfer, der als Gast auf einem Platz spielt und dafür das Greenfee zahlt. Das kann ein Mitglied eines anderen Clubs sein, ein Golfer mit Fernmitgliedschaft oder ein Einsteiger auf einer öffentlichen Anlage. Mitglieder des Heimatclubs sind dort keine Greenfee-Spieler, weil ihr Spielrecht zur Mitgliedschaft gehört.
Brauche ich für das Greenfee eine Platzreife?
Auf den meisten regulären 9- und 18-Loch-Plätzen ja. Viele Clubs verlangen zusätzlich eine Mitgliedschaft in einem Golfclub, nachgewiesen über den DGV-Ausweis, und manchmal ein bestimmtes Handicap. Kurzplätze und Pitch-and-Putt-Anlagen sind dagegen oft ohne Platzreife spielbar. Die genauen Regeln nennt die jeweilige Anlage auf ihrer Website.
Was ist der Unterschied zwischen Greenfee und Rangefee?
Das Greenfee zahlen Sie für eine Runde auf dem Golfplatz. Das Rangefee zahlen Sie für die Nutzung der Übungsanlagen, etwa der Driving Range, ohne auf den Platz zu gehen. Rangebälle sind darin oft nicht enthalten. Manche Anlagen schließen die Range-Nutzung am Spieltag im Greenfee ein, andere berechnen sie extra.
Stand: Oktober 2026