DGV-Ausweis

Golf-Lexikon

DGV-Ausweis

Kurz erklärt

Der DGV-Ausweis ist der einheitliche Nachweis, dass Sie Mitglied in einem Golfclub oder bei einer Golfanlage des Deutschen Golf Verbands sind und dort ein Spielrecht haben. Er trägt eine 15-stellige Nummer. Es gibt ihn als Plastikkarte und in digitaler Form, die Ihren Handicap-Index tagesaktuell anzeigt.

Was ist der DGV-Ausweis? Der Golfausweis einfach erklärt

Wer in Deutschland auf fremden Golfplätzen spielen möchte, wird oft nach seinem Ausweis gefragt. Gemeint ist der DGV-Ausweis, im Alltag auch Golfausweis genannt. Er ist eine Plastikkarte, die der Deutsche Golf Verband für seine angeschlossenen Clubs und Anlagen vorsieht.

Nach den Hinweisen des DGV-Serviceportals ist der Ausweis der einheitliche Nachweis für die Mitgliedschaft und die Spielberechtigung. Er belegt entweder die Mitgliedschaft in einem Golfclub oder die vertragliche Bindung an einen Betreiber einer Golfanlage. Er sagt also aus: Diese Person gehört zu einem Club oder einer Anlage im DGV.

Wichtig ist die Abgrenzung zur Platzreife. Die Platzreife ist ein Prüfungsergebnis, der Ausweis ist ein Mitgliedsnachweis. Beides hängt zusammen, ist aber nicht dasselbe. Sie können die Platzreife besitzen, ohne einen DGV-Ausweis zu haben. Den Ausweis erhalten Sie erst über eine Mitgliedschaft.

Was steht auf dem DGV-Ausweis?

Der Ausweis ist so aufgebaut, dass Clubs ihn schnell lesen und prüfen können. Nach den Angaben des DGV enthält er unter anderem:

Der Handicap-Index kann sich mit jeder Runde ändern. Verlässlich ist deshalb der Stand, der digital geführt wird. Er lässt sich über das Portal golf.de und die App abrufen. Laut DGV gilt die tagesaktuelle Anzeige im digitalen Ausweis als offizieller Handicap-Nachweis.

Der digitale DGV-Ausweis: Ausweis im Smartphone

Zusätzlich zur Plastikkarte gibt es eine digitale Version. Sie zeigt den aktuellen Handicap-Index tagesaktuell an. So haben Sie den Nachweis immer dabei, auch wenn die Karte zu Hause liegt.

So funktioniert die Nutzung nach den Angaben von golf.de:

Die digitale Version setzt also einen von der Golfanlage ausgegebenen Ausweis voraus. Sie lässt sich in der Wallet des Smartphones speichern und steht dann auch offline zur Verfügung. Über die Registrierung beim DGV lassen sich außerdem zertifizierte Apps nutzen, etwa für die qualifizierte elektronische Scorekarte.

Wer bekommt einen DGV-Ausweis?

Den DGV-Ausweis stellt nicht der Verband direkt aus, sondern Ihr Heimatclub oder Ihre Anlage. Er ist ein Teil der Mitgliedschaft. Nach den Hinweisen des DGV-Serviceportals gibt es ihn nur, wenn mit der Mitgliedschaft ein Nutzungsrecht am Golfplatz für mindestens zwölf Monate verbunden ist. Fernmitglieder ohne ein solches Nutzungsrecht erhalten keinen Ausweis. Im Übrigen gilt bei der Ausgabe das Hausrecht des jeweiligen Anlagenbetreibers.

Das hat Folgen für Ihre Planung. Ein Einsteiger mit bestandener Platzreife besitzt zunächst noch keinen Ausweis. Er braucht eine passende Mitgliedschaft, zum Beispiel als Vollmitglied in einem Club oder als Fernmitglied mit Spielrecht. Erst danach wird der Ausweis ausgestellt und das Handicap geführt.

Ein Hinweis zur Nutzung: Der Ausweis berechtigt nicht automatisch zum Spielen auf jeder anderen Anlage. Er belegt, dass Sie Mitglied sind. Ob Sie auf einem Platz spielen dürfen, entscheidet dessen Betreiber mit eigenen Bedingungen, zum Beispiel einem Handicap-Mindestwert oder einer Startzeit.

Beispiel aus der Praxis: Greenfee-Runde auf einer fremden Anlage

Sie sind im Urlaub und möchten eine Runde auf einem Platz in der Nähe spielen. Sie rufen vorher an und reservieren eine Startzeit. Am Tag selbst gehen Sie zum Sekretariat oder zum Pro Shop.

Dort zeigen Sie Ihren DGV-Ausweis, entweder als Karte oder digital auf dem Smartphone. Die Mitarbeiterin sieht daran, dass Sie Mitglied bei einem Club oder einer Anlage im DGV sind und welches Handicap Sie haben. Sie zahlen das Greenfee, bekommen eine Scorekarte und starten.

Vergessen Sie den Ausweis, hilft die digitale Version. Wer weder Karte noch App vorzeigen kann, wird auf manchen Plätzen nicht starten gelassen. Nach der Runde tragen Sie Ihr Ergebnis ein. Wenn die Runde für das Handicap zählt, fließt sie in Ihren Handicap-Index ein. So hängen Ausweis, Mitgliedschaft und Handicap zusammen.

DGV-Ausweis und Fernmitgliedschaft: Wie passt das zusammen?

Viele Einsteiger fragen, ob sie für den Ausweis einem klassischen Golfclub mit eigenem Platz beitreten müssen. Das ist nicht zwingend. Der Ausweis hängt am Spielrecht, nicht an der Art des Clubs. Es gibt Fernmitgliedschaften, bei denen Sie Mitglied einer angeschlossenen Anlage sind, ohne dort regelmäßig zu spielen. Wenn mit dieser Mitgliedschaft ein Spielrecht von mindestens zwölf Monaten verbunden ist, wird auch ein Ausweis ausgestellt.

So können Sie ein Handicap führen und auf fremden Plätzen als Gast mit Greenfee spielen, ohne einen Jahresbeitrag für einen Heimatplatz in der Nähe zu zahlen. Die genauen Bedingungen legt der jeweilige Anbieter fest. Lesen Sie vor dem Abschluss, ob ein Spielrecht enthalten ist und ob der Anbieter eine Mindestentfernung zwischen Wohnort und Anlage verlangt. Mehr dazu steht im Eintrag „Fernmitgliedschaft“.

Typische Fehler und Tipps rund um den Ausweis

Einige Punkte führen bei Einsteigern immer wieder zu Fragen:

Prüfen Sie vor einer Reise kurz die Hinweise der Zielanlage. Viele Plätze nennen auf der Website, welche Nachweise sie für Gäste verlangen.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Die Golf Lounge Resort Hamburg bietet mit Friend DGV eine vollwertige DGV-Fernmitgliedschaft an. Sie enthält einen DGV-Ausweis und die Handicap-Führung, ohne dass Sie Mitglied in einem klassischen Golfclub werden müssen. Friend DGV baut auf dem Friend-Status auf, einem Jahresstatus für 365 Tage mit Vorteilen auf der Range, im Simulator, auf dem 6- und 9-Loch-Platz und im Putt Course. Details zu beiden Varianten finden Sie auf der Friend-Seite.

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Häufige Fragen

Was ist ein DGV-Ausweis beim Golf?

Der DGV-Ausweis ist der einheitliche Nachweis über Ihre Mitgliedschaft und Ihr Spielrecht bei einem Golfclub oder einer Golfanlage im Deutschen Golf Verband. Er trägt eine 15-stellige Nummer, einen QR-Code und einen Magnetstreifen. Es gibt ihn als Karte und digital, die digitale Version zeigt Ihren Handicap-Index tagesaktuell an.

Wie bekomme ich einen DGV-Ausweis?

Sie bekommen den Ausweis über Ihren Heimatclub oder Ihre Anlage, nicht direkt beim Verband. Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft, mit der ein Nutzungsrecht von mindestens zwölf Monaten verbunden ist. Die Platzreife allein genügt nicht. Danach wird der Ausweis ausgestellt und Ihr Handicap geführt.

Gibt es den DGV-Ausweis auch digital?

Ja. Die digitale Version zeigt Ihren aktuellen Handicap-Index auf dem Smartphone. Dafür registrieren Sie sich einmal in „Mein Bereich“ auf golf.de und hinterlegen die 15-stellige Nummer Ihres Ausweises. Weil die Servicenummer mit jedem neuen Ausweis wechselt, hinterlegen Sie bei einem neuen Ausweis auch die neue Nummer.

Ist der DGV-Ausweis dasselbe wie die Platzreife?

Nein. Die Platzreife ist das Ergebnis einer Prüfung und zeigt, dass Sie bereit für den Golfplatz sind. Der DGV-Ausweis belegt dagegen Ihre Mitgliedschaft und Ihr Spielrecht. Viele Gastplätze verlangen beides: die Platzreife und einen Ausweis, manchmal zusätzlich ein bestimmtes Handicap.

Was mache ich, wenn ich meinen Golfausweis verloren habe?

Wenden Sie sich an das Sekretariat Ihres Heimatclubs oder Ihrer Anlage. Dort wird ein Ersatzausweis beantragt. Ersatzausweise sind laut DGV kostenpflichtig. Bis er ankommt, hilft oft die digitale Version auf dem Smartphone, falls Sie sie bereits in „Mein Bereich“ hinterlegt haben.

Stand: Oktober 2026

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