Low Point

Golf-Lexikon

Low Point

Kurz erklärt

Der Low Point ist der tiefste Punkt des Schwungbogens im Verhältnis zum Ball. TrackMan gibt an, ob dieser Punkt vor oder nach dem Treffmoment liegt und wie weit. Bei Eisen sollte der Low Point leicht nach dem Ball liegen, also in Zielrichtung, damit zuerst der Ball und dann der Rasen getroffen wird. Beim Driver liegt er meist vor dem Ball.

Low Point im Golf: Bedeutung einfach erklärt

Der Schläger bewegt sich im Schwung auf einem Bogen, ähnlich wie ein Pendel. Dieser Bogen hat einen tiefsten Punkt. Das ist der Low Point, auf Deutsch Tiefpunkt. Wo er liegt, entscheidet darüber, wie Sie den Ball treffen.

TrackMan definiert den Wert als den Abstand vom geometrischen Zentrum des Schlägerkopfes zum tiefsten Punkt des Schwungbogens, bezogen auf den Zeitpunkt der größten Kompression. Das Gerät zeigt also an, ob der Schläger seinen Tiefpunkt vor dem Ball oder nach dem Ball erreicht. Die Ausgabe erfolgt als Abstand mit Buchstaben, häufig in Zoll. „3,1 A“ bedeutet zum Beispiel, dass der Tiefpunkt 3,1 Zoll nach dem Treffmoment lag (A für after). „1,2 B“ bedeutet 1,2 Zoll davor (B für before).

TrackMan beschreibt den Low Point als eine andere Art, den Anstellwinkel zu beschreiben. Wer abwärts trifft, hat den Tiefpunkt nach dem Ball. Wer aufwärts trifft, hat ihn davor.

Wo der Low Point liegen sollte

Die Antwort hängt vom Schläger ab.

Eisen und Wedges: Der Low Point soll nach dem Ball liegen, also in Richtung Ziel. Dann trifft der Schläger zuerst den Ball und danach den Rasen. Es entsteht ein Divot, also ein Rasenstück, das nach dem Ball beginnt. Der Ball wird sauber komprimiert und bekommt den gewünschten Spin.

Driver: Hier liegt der Ball auf dem Tee, und der Schläger soll beim Treffen leicht aufwärts schwingen. Der Low Point liegt daher vor dem Ball. Ein aufwärts geführter Schlag erhöht den Abflugwinkel und senkt den Spin. Das bringt Weite.

Fairwayhölzer und Hybride: Sie liegen dazwischen. Der Ball liegt auf dem Boden, der Tiefpunkt liegt meist nahe am Ball oder leicht danach.

Eine einheitliche Zahl gibt es nicht. Entscheidend ist, dass der Wert zum Schläger passt und von Schlag zu Schlag möglichst gleich bleibt.

Zahlen: Was Tour-Spieler und Amateure zeigen

In Fachmedien wurden Auswertungen von TrackMan-Messungen mit dem Eisen 6 veröffentlicht. In einer solchen Auswertung lag der Low Point bei Spielern der PGA Tour im Mittel bei etwa 4,5 Zoll nach dem Ball, das sind rund 11,5 Zentimeter. Beim Scratch-Spieler lag der Mittelwert etwas darüber, beim Spieler mit Handicap 30 bei rund 6,5 Zoll, etwa 16,5 Zentimeter. Je höher das Handicap, desto weiter wanderte der Tiefpunkt in Zielrichtung.

Wichtig ist auch die Streuung. In derselben Auswertung lagen die Werte der Tour-Spieler etwa zwischen 4,0 und 5,1 Zoll, beim Spieler mit Handicap 30 zwischen etwa 4,9 und 7,2 Zoll. Bei vielen Freizeitgolfern schwankt der Tiefpunkt im Alltag noch stärker. Genau diese Schwankung erzeugt Fettschläge und getoppte Bälle.

Die Zahlen zeigen: Es geht weniger darum, einen bestimmten Wert zu erreichen. Es geht darum, den Tiefpunkt konstant zu halten. Wer ihn kontrolliert, trifft den Ball verlässlich, und Weite und Richtung werden berechenbar.

Beispiel aus der Praxis: Fettschlag und Toppschlag

Ein Spieler schlägt zehn Bälle mit dem Eisen 7. Bei fünf Schlägen zeigt der Launch Monitor einen Low Point von 1 B bis 2 B, also einen Tiefpunkt vor dem Ball. Der Schläger trifft erst den Boden, dann den Ball, oder er steigt am Ball schon wieder an. Das Ergebnis sind Fettschläge, bei denen der Ball kurz fliegt, oder dünn getroffene Bälle.

Bei zwei anderen Schlägen liegt der Wert bei 7 A bis 8 A. Der Schläger kommt sehr steil, gräbt sich tief ein und hinterlässt ein großes Divot. Der Ball fliegt oft flach und unkontrolliert.

Die übrigen drei Schläge liegen bei 3 A bis 4 A. Das sind die guten Treffer. Die Zahlen sind ein Beispiel. Sie zeigen, wie ein Launch Monitor das Problem sichtbar macht: Entscheidend ist, wie weit die Werte auseinanderliegen. Das Ziel der Übung ist, alle Schläge in den Bereich 3 A bis 4 A zu bringen.

Wie Sie den Low Point verbessern

Der Low Point wird von mehreren Dingen bestimmt: von der Ballposition, von der Gewichtsverlagerung, vom Schwungzentrum und von der Schaftneigung. Mit diesen Übungen arbeiten viele Trainer:

Achten Sie bei Matten darauf: Der Schläger rutscht dort bei Fettschlägen oft noch unter den Ball. Fehler wirken dadurch harmloser als auf Rasen.

Typische Fehler und Abgrenzung

Ein häufiger Fehler ist, den Ball „heben“ zu wollen. Wer den Ball aktiv nach oben schaufelt, verlagert das Gewicht nach hinten, und der Tiefpunkt wandert vor den Ball, also auf Ihre Seite. Das Ergebnis sind Fettschläge. Der Loft des Schlägers hebt den Ball von selbst.

Ein zweiter Fehler ist das Gegenteil: den Schlag zu steil abwärts zu führen. Dann zeigt der Low Point zwar nach dem Ball, aber sehr weit. Der Schläger gräbt tief, das Divot fällt zu groß aus.

Zur Abgrenzung: Der Anstellwinkel beschreibt, ob sich der Kopf im Treffmoment aufwärts oder abwärts bewegt. Der Low Point beschreibt, wo der tiefste Punkt liegt. Beide hängen zusammen. Der Treffmoment ist der Augenblick des Kontakts. Das Divot ist das sichtbare Ergebnis. Der Low Point macht diesen Zusammenhang in Zahlen messbar und ist damit ein gutes Mittel, um die Qualität Ihres Kontakts zu prüfen.

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Eine Einzelstunde mit einem PGA Pro dauert 60 Minuten und lässt sich online buchen, täglich nach Terminvereinbarung. Die Trainer analysieren Ihren Schwung mit TrackMan-Daten. So lässt sich prüfen, wie konstant Ihr Kontakt ist, und der Trainer zeigt Ihnen, wie Sie ihn verbessern. Die Stunde findet auf der überdachten Range statt, ganzjährig. Paar-Training und Gruppentraining sind ebenfalls möglich.

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Häufige Fragen

Was ist der Low Point beim Golf?

Der Low Point ist der tiefste Punkt des Schwungbogens im Verhältnis zum Ball. TrackMan zeigt, ob der Schläger seinen Tiefpunkt vor oder nach dem Treffmoment erreicht und wie weit. Bei Eisen sollte er nach dem Ball liegen, beim Driver meist davor.

Was bedeutet A und B beim Low Point?

Der Buchstabe zeigt die Lage des Tiefpunkts zum Treffmoment. A steht für after, der Tiefpunkt liegt nach dem Ball, also in Zielrichtung. B steht für before, der Tiefpunkt liegt vor dem Ball. Ein Wert von 3,1 A heißt zum Beispiel: 3,1 Zoll nach dem Treffmoment.

Wo sollte der Low Point bei Eisen liegen?

Leicht nach dem Ball, in Richtung Ziel. Eine veröffentlichte Auswertung nennt für Tour-Spieler mit dem Eisen 6 im Mittel etwa 4,5 Zoll, rund 11,5 Zentimeter nach dem Ball. Wichtiger als eine feste Zahl ist, dass der Wert von Schlag zu Schlag wenig schwankt.

Was ist der Unterschied zwischen Low Point und Anstellwinkel?

Der Anstellwinkel zeigt, ob sich der Schlägerkopf im Treffmoment auf- oder abwärts bewegt. Der Low Point zeigt, wo der tiefste Punkt des Schwungbogens liegt. Wer abwärts trifft, hat den Low Point nach dem Ball, wer aufwärts trifft, davor. Beide beschreiben denselben Zusammenhang aus zwei Blickwinkeln.

Wie verbessere ich meinen Low Point?

Prüfen Sie Ballposition, Gewichtsverlagerung zum Ziel und leichte Schaftneigung. Eine einfache Übung ist die Linie auf dem Boden: Das Divot soll nach dem Ball beginnen. Messen Sie Durchschnittswerte und arbeiten Sie an gleichbleibenden Werten. Ein Trainer kann die Ursache in Ihrer Bewegung zeigen.

Stand: Oktober 2026

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