Kanonenstart (Shotgun)

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Kanonenstart (Shotgun)

Kurz erklärt

Ein Kanonenstart, auf Englisch Shotgun Start, ist eine Startart für Golfturniere. Alle Gruppen beginnen zur selben Zeit, jede auf einem anderen Loch. Auf ein Signal hin schlagen alle ab. Die Runde endet für jede Gruppe auf dem Loch vor ihrem Startloch. So sind alle Teilnehmer ungefähr zur gleichen Zeit fertig.

Was ist ein Kanonenstart (Shotgun Start) im Golf?

Bei einem normalen Turnier starten die Gruppen nacheinander am ersten Abschlag, häufig im Abstand von etwa acht bis zehn Minuten. Das nennt man Startzeiten oder Tee-Times. Bei einem Kanonenstart ist das anders. Jede Gruppe bekommt ein eigenes Startloch zugeteilt. Wenn das Startsignal ertönt, schlagen alle Gruppen gleichzeitig ab.

Der Kanonenstart ist keine Spielform wie der Scramble oder das Stableford. Er sagt nur, wann und wo ein Turnier beginnt. Sie können ihn mit fast jeder Spielform verbinden, zum Beispiel mit einem Texas Scramble im Firmenturnier, mit Stableford oder mit einem Vierball-Bestball.

Der Begriff ist im Deutschen verbreitet und stammt aus dem Englischen. „Shotgun“ heißt Schrotflinte. Im Deutschen sagt man Kanonenstart. Beide Wörter spielen auf den Startschuss an und meinen das gleichzeitige Losschlagen der Gruppen. Ein Kanonenstart eignet sich vor allem für Turniere mit vielen Teilnehmern, weil sich die Wartezeit am ersten Abschlag spart.

So läuft ein Kanonenstart ab

Der Ablauf ist bei fast allen Turnieren ähnlich.

Bei 18 Löchern passen mit einem Startloch pro Gruppe also bis zu 18 Gruppen auf den Platz. Haben Sie mehr Gruppen, werden auf Par-5-Löchern oder langen Par-4-Löchern zwei Gruppen nacheinander gestartet, häufig als Gruppe A und Gruppe B bezeichnet. Gruppe B schlägt erst ab, wenn Gruppe A weit genug vorne und außer Reichweite ist.

Nach der Runde treffen sich alle Teilnehmer gemeinsam. Das macht den Kanonenstart zu einer beliebten Wahl für Turniere mit Siegerehrung und Abendessen.

Beispiel aus der Praxis: ein Firmenturnier mit 72 Spielern

Eine Firma lädt 72 Mitarbeiter und Gäste zu einem Turnier ein. Gespielt wird ein Texas Scramble in Viererteams, also 18 Teams. Die Spielleitung teilt jedem Team ein Loch von 1 bis 18 als Startloch zu.

Um 12 Uhr ertönt die Hupe. Team 1 schlägt auf Loch 1 ab, Team 2 auf Loch 2 und Team 12 auf Loch 12. Alle spielen gleichzeitig. Team 7 hat Loch 7 als Startloch. Es spielt die Löcher 7 bis 18 und danach die Löcher 1 bis 6.

Bei einem Scramble in Viererteams dauert eine 18-Loch-Runde meist etwa vier Stunden. Alle Teams sind also grob gegen 16 Uhr fertig. Die Siegerehrung kann direkt danach beginnen. Bei Startzeiten im Abstand von zehn Minuten hätte die erste Gruppe um 12 Uhr begonnen und die achtzehnte erst um 14:50 Uhr. Sie wäre bei gleichem Tempo erst gegen 19 Uhr fertig, und die Siegerehrung hätte entsprechend später begonnen.

Diese Zeitangabe ist ein Richtwert. Wie lange eine Runde dauert, hängt von der Spielform, vom Platz und vom Tempo der Teams ab.

Vorteile und Nachteile des Kanonenstarts

Die Vorteile liegen vor allem bei der Organisation.

Es gibt aber auch Nachteile.

Für kleine Turniere mit einer Handvoll Gruppen lohnt sich ein Kanonenstart meist nicht. Als grobe Orientierung wird er umso interessanter, je größer das Feld ist.

Herkunft: Woher kommt der Name Kanonenstart?

Der Name bezieht sich auf den Startschuss. Wie bei einem Rennen erhalten alle Gruppen zur gleichen Zeit das Startzeichen. Heute übernehmen meist Hupe, Sirene oder Funkdurchsage diese Rolle, der Name ist aber geblieben.

Das Verfahren hat sich vor allem im Turnier- und Eventgolf durchgesetzt, besonders bei Firmen- und Charity-Turnieren. Wann und wo der Kanonenstart erstmals gespielt wurde, ist nicht eindeutig belegt, deshalb verzichten wir hier auf eine Jahreszahl.

Im deutschen Sprachgebrauch sind „Kanonenstart“ und „Shotgun Start“ gleichwertig. Auf den Ausschreibungen finden Sie beide Begriffe. Gemeint ist immer das gleichzeitige Starten mehrerer Gruppen auf verschiedenen Löchern.

Tipps für Teilnehmer und Veranstalter

Für Teilnehmer:

Für Veranstalter:

Abgrenzung: Kanonenstart, Startzeiten, Gruppenstart und Spielform

Es gibt mehrere Begriffe, die Einsteiger verwechseln.

Ein Kanonenstart bedeutet auch nicht, dass die Runde kürzer ist. Sie spielen weiterhin 18 oder 9 Löcher. Der einzige Unterschied ist das Startloch.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Im Golf Lounge Resort Hamburg in Moorfleet gibt es neben dem Resort Cup auch Teamturniere, Spaßturniere und vorgabewirksame Ranglisten-Turniere auf Partnerplätzen. Wie ein Turnier gestartet wird und welche Spielform gilt, steht in der Ausschreibung des jeweiligen Wettspiels. Wer die Abläufe vorher üben möchte, bucht eine Tee-Time auf dem 9-Loch-Platz Schwarz (mit DGV-Platzreife, April bis Dezember) mit bis zu vier Spielern pro Buchung.

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Häufige Fragen

Was ist ein Kanonenstart beim Golf?

Ein Kanonenstart ist eine Startart für Turniere. Jede Gruppe bekommt ein eigenes Startloch, und auf ein Signal hin schlagen alle gleichzeitig ab. Jede Gruppe spielt die Runde bis zu dem Loch vor ihrem Startloch. Der Vorteil: Alle sind ungefähr gleichzeitig fertig. Er eignet sich vor allem für Firmen- und Charity-Turniere.

Wie läuft ein Shotgun Start ab?

Die Spielleitung teilt jeder Gruppe vorab ein Startloch zu. Die Gruppen fahren oft mit Carts dorthin. Zum Startzeitpunkt ertönt ein Signal, etwa eine Hupe oder Sirene. Dann schlagen alle gleichzeitig ab. Wer zum Beispiel auf Loch 7 beginnt, beendet die Runde auf Loch 6. Danach treffen sich alle zur Siegerehrung.

Wie viele Gruppen können bei einem Kanonenstart starten?

Mit einer Gruppe pro Loch starten bei 18 Löchern bis zu 18 Gruppen, bei Viererflights also bis zu 72 Spieler. Gibt es mehr Gruppen, starten auf Par-5-Löchern oft zwei Gruppen nacheinander, als Gruppe A und B. Bei einem 9-Loch-Platz gilt die gleiche Rechnung mit neun Startlöchern.

Gibt es Regeln für den Start beim Kanonenstart?

Ja. Nach den Golfregeln muss jeder Spieler zur festgesetzten Zeit am festgesetzten Startpunkt bereit sein (Regel 5.3a). Wer bis zu fünf Minuten zu spät beginnt, erhält die Grundstrafe auf dem ersten Loch, bei mehr Verspätung droht die Disqualifikation. Wichtig sind außerdem das vereinbarte Startsignal und das Startloch laut Startliste.

Stand: Oktober 2026

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