Flight

Golf-Lexikon

Flight

Kurz erklärt

Ein Flight ist die Gruppe von Golfern, die gemeinsam eine Runde spielt. Meist besteht ein Flight aus zwei bis vier Spielern, die zusammen zur gleichen Startzeit abschlagen. Die Mitspieler heißen Flightpartner. Flight bedeutet im Golf außerdem den Flug des Balls und in manchen Turnieren eine Wertungsklasse.

Was bedeutet Flight beim Golf?

Im Alltag auf dem Golfplatz bedeutet Flight: die Gruppe, mit der Sie eine Runde spielen. Sie starten gemeinsam am ersten Abschlag, gehen gemeinsam über den Platz und beenden die Runde gemeinsam am Grün des letzten Lochs. Die Mitspieler im Flight nennt man Flightpartner.

Das Wort kommt aus dem Englischen. Dort steht es für eine Gruppe, die zusammen unterwegs ist. Im deutschen Golf hat es sich als Begriff für die Spielgruppe eingebürgert. Wer in der Startliste eines Turniers nach dem eigenen Namen sucht, findet ihn immer in einer Flight-Zeile mit den anderen Spielern, die zur gleichen Zeit starten.

Ein Flight ist also kein Wettkampf und keine Spielform. Er bildet eine Einheit auf dem Platz. Sie bewegt sich gemeinsam, spielt im gleichen Tempo und teilt sich Abschläge und Grüns. Wie gut die Runde läuft, hängt oft davon ab, wie gut der Flight zusammenpasst.

Wie groß ist ein Flight? Startzeit und Startliste

Ein Flight besteht meist aus zwei bis vier Spielern. Im Turnier sind Dreier- und Vierer-Flights üblich. Wie viele Spieler zusammen starten, legt die Spielleitung fest. Bei privaten Runden entscheiden Sie selbst, mit wem und wie vielen Sie spielen.

Die Zusammensetzung steht in der Startliste. Sie nennt die Startzeit jedes Flights und die Namen der Spieler. Die Startzeiten liegen in einem festen Abstand von einigen Minuten, damit die Gruppen sich nicht gegenseitig behindern. Eine Alternative ist der Kanonenstart. Dabei starten alle Flights gleichzeitig, jeder an einem anderen Loch.

Die Startzeit gilt als exakte Uhrzeit. Nach den Golfregeln müssen Sie zur genauen Zeit an Ihrem ersten Abschlag spielbereit sein. Kommen Sie bis zu fünf Minuten zu spät, erhalten Sie in einem Turnier zwei Strafschläge auf dem ersten Loch. Später als fünf Minuten kann die Disqualifikation bedeuten. Planen Sie also vorher Zeit für Einspielen und Aufwärmen ein.

Der Flight auf dem Platz: Tempo und Rücksicht

In einem Flight tragen alle Spieler Verantwortung für das Tempo. Jede Gruppe soll mit der Gruppe vor ihr Schritt halten. Je mehr Spieler im Flight sind, desto länger dauert die Runde. Viererflights brauchen im Schnitt mehr Zeit als Zweierflights.

Die Golfregeln empfehlen, den Schlag nicht später als 40 Sekunden nach Spielbereitschaft auszuführen. Unnötig langes Zögern kann bestraft werden. Nach Regel 5.6a gibt es beim ersten Verstoß einen Strafschlag, beim zweiten die Grundstrafe, im Zählspiel also zwei Schläge, und beim dritten die Disqualifikation. Im Zählspiel dürfen Spieler außer der Reihe spielen, wenn es sicher ist. Das nennt man Ready Golf.

Dazu kommt die Etikette: Behalten Sie die Gruppe vor Ihnen im Blick. Ist sie ein ganzes Loch voraus, spielen Sie schneller. Wenn eine Gruppe hinter Ihnen sichtbar schneller ist, lassen Sie sie durchspielen. Das ist freundlich und bringt allen mehr Spielfluss. Die Rücksicht auf andere Flights gehört zu den Grundregeln, die Sie im Platzreifekurs lernen.

Flightpartner und Zähler

Die Mitspieler im Flight sind Ihre Flightpartner. Sie helfen sich gegenseitig: Sie schauen, wo ein Ball hinfliegt, helfen beim Suchen und achten auf die Einhaltung der Regeln.

In Turnieren hat der Flight noch eine weitere Aufgabe. Im Zählspiel schreibt ein Flightpartner Ihre Schläge auf der Scorekarte mit. Er heißt Zähler oder Marker. Meist führen Sie dafür auch die Karte eines anderen Spielers im Flight. Am Ende der Runde prüfen und unterschreiben beide die Karte. Der Zähler bestätigt, dass die Schlagzahl stimmt. Fehlt eine der beiden Unterschriften, droht die Disqualifikation.

Zudem sind Flightpartner bei Regelfragen Zeugen. Entsteht eine Frage, etwa nach einem möglichen Regelverstoß, beraten Sie sich gemeinsam. Bei Unsicherheit wenden Sie sich an die Spielleitung. Ein guter Flight sorgt dafür, dass jeder faire Bedingungen hat.

Weitere Bedeutungen: Ballflug und Turnier-Flight

Das Wort Flight hat im Golf noch zwei andere Bedeutungen.

Zum einen bezeichnet es den Flug des Balls, also seine Flugbahn. Man spricht von einem hohen oder niedrigen Ballflug. Wie der Ball fliegt, hängt unter anderem vom Abflugwinkel, von der Geschwindigkeit und vom Spin ab. Wer diese Werte kennt, versteht seinen Ballflug besser. Messgeräte wie TrackMan zeigen sie an.

Zum anderen wird Flight in englischsprachigen Ländern für eine Wertungsklasse in einem Turnier verwendet. Dabei werden Spieler ähnlicher Spielstärke zu Gruppen zusammengefasst und innerhalb der Gruppe gewertet. In Deutschland sagt man meist Wertungsklasse oder Netto-Klasse A, B oder C.

Bei der Frage nach der Bedeutung von Flight lohnt es sich daher, den Zusammenhang zu beachten. Auf dem Platz meint das Wort fast immer die Spielgruppe.

Beispiel aus der Praxis: Turnierstart mit Startliste

Sie sind für ein Turnier gemeldet. Die Startliste zeigt: Flight 3, Start um 9:20 Uhr am ersten Abschlag, mit Anna, Ben und Cem. Die Flights davor starten um 9:00 und 9:10 Uhr, der Abstand beträgt also zehn Minuten.

Sie sind um 9:00 Uhr am Platz, spielen sich ein und gehen um 9:15 Uhr zum Abschlag. Dort melden Sie sich beim Starter. Die Ehre am ersten Loch entscheidet die Startliste. Cem führt Ihre Scorekarte, Sie die von Anna. Nach dem ersten Loch ändert sich die Reihenfolge nach den Ergebnissen.

Auf Loch 6 stauen sich die Gruppen. Sie sehen, dass Ihr Flight eine Spielbahn hinter dem Flight vor Ihnen liegt. Sie schlagen zügig, suchen Bälle nicht länger als nötig und sparen Zeit. Am Ende der Runde unterschreiben Sie und Ihre Zähler die Scorekarten und geben sie ab.

Typische Fehler und Tipps

Beim Flight kommen immer wieder dieselben Fehler vor:

Ein Tipp: Wenn Sie als Einsteiger starten, buchen Sie lieber einen Zweier- oder Dreierflight. Sie spielen dann zügiger und können sich auf Technik und Regeln konzentrieren. Und bedenken Sie: Ein freundlicher Flight macht das Spiel angenehmer. Fragen Sie Ihre Flightpartner ruhig nach Tipps, die meisten freuen sich darüber.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Wer einen Flight selbst zusammenstellen möchte, kann auf dem 9-Loch-Platz „Schwarz“ der Golf Lounge Resort Hamburg eine Tee-Time buchen. Pro Buchung sind ein bis vier Spieler möglich, also genau ein Flight. Der Platz ist mit DGV-Platzreife von April bis Dezember bespielbar. Von Mai bis Oktober gibt es jeden Samstag um 9 Uhr ein vorgabewirksames 9-Loch-Turnier.

9-Loch-Platz ansehen

Häufige Fragen

Was ist ein Flight beim Golf?

Ein Flight ist die Gruppe von Golfern, die gemeinsam eine Runde spielt. Meist sind es zwei bis vier Spieler, die zur gleichen Startzeit abschlagen. Die Mitspieler heißen Flightpartner. In einem Turnier steht der Flight mit allen Namen und der Startzeit in der Startliste.

Wie viele Spieler gehören in einen Flight?

Meist zwei bis vier. In Turnieren sind Dreier- und Vierer-Flights üblich, bei privaten Runden entscheiden Sie selbst. Je größer der Flight, desto länger dauert die Runde. Auf dem 9-Loch-Platz der Golf Lounge sind pro Tee-Time ein bis vier Spieler möglich.

Was bedeutet Flightpartner?

Flightpartner sind die Mitspieler in Ihrer Gruppe. Im Zählspiel schreibt einer von ihnen als Zähler Ihre Schläge auf der Scorekarte mit. Sie beobachten sich gegenseitig, helfen bei der Ballsuche und achten auf die Regeln. Am Ende der Runde unterschreiben Zähler und Spieler die Karte.

Was ist der Unterschied zwischen Flight und Startzeit?

Die Startzeit ist die genaue Uhrzeit, zu der Ihre Gruppe am ersten Abschlag spielen muss. Der Flight ist die Gruppe selbst. In einer Startliste hat jeder Flight eine eigene Startzeit. Wer mehr als fünf Minuten zu spät kommt, kann disqualifiziert werden, bis fünf Minuten gibt es zwei Strafschläge.

Hat Flight im Golf noch eine andere Bedeutung?

Ja. Flight bezeichnet auch den Flug des Balls, also seine Flugbahn. In englischsprachigen Ländern ist Flight außerdem eine Wertungsklasse in Turnieren, in der Spieler ähnlicher Spielstärke gemeinsam gewertet werden. Auf dem Platz meint das Wort in der Regel die Spielgruppe.

Stand: Oktober 2026

Zurück zum Golf-Lexikon