Drive (Abschlag mit dem Driver)

Golf-Lexikon

Drive (Abschlag mit dem Driver)

Kurz erklärt

Ein Drive ist im Golf der erste Schlag auf einer Bahn, gespielt mit dem Driver vom Abschlag aus. Der Ball liegt dabei auf einem Tee. Ziel ist ein weiter Schlag auf das Fairway. Der Drive wird meist auf Par-4- und Par-5-Bahnen gespielt und legt fest, aus welcher Lage Sie den zweiten Schlag spielen.

Drive im Golf: Bedeutung und Aufgabe

Der Drive ist der Eröffnungsschlag einer Bahn. Er wird im Abschlagbereich gespielt, der auch Tee-Box genannt wird. Dort darf der Ball auf ein Tee gesetzt werden, einen kleinen Holz- oder Kunststoffstift. Das ist nur erlaubt, wenn Sie aus dem Abschlagbereich spielen, also beim ersten Schlag oder wenn Sie dort erneut einen Ball spielen, etwa einen provisorischen Ball.

Gespielt wird der Drive mit dem Driver, dem längsten Schläger im Bag. Er hat einen großen Kopf und wenig Loft, meist zwischen 9 und 12 Grad. Dadurch fliegt der Ball weit, ist aber auch anfälliger für Seitenabweichung. Ein Drive muss deshalb nicht der weiteste Schlag sein, sondern vor allem ein guter Start. Wichtig ist, dass der Ball auf dem Fairway oder zumindest im spielbaren Bereich landet.

Auf Par-3-Bahnen spricht man meist nicht vom Drive. Dort wird mit einem Eisen oder Hybrid abgeschlagen. Auf Par-4- und Par-5-Bahnen ist der Drive dagegen der Normalfall. Im Englischen heißt dieser Schlag auch „tee shot“. Das Wort „Drive“ meint also den langen Abschlag und nicht den Schwung allein.

Golf Abschlag Technik: So spielen Sie den Drive

Beim Driver gelten andere Grundlagen als bei Eisen, weil der Ball auf dem Tee liegt und im leichten Aufwärtsschwung getroffen wird.

Wer den Driver zu stark beschleunigt, verliert Kontrolle. Als Faustregel gilt ein Tempo, das sich nach 80 bis 90 Prozent der Maximalkraft anfühlt. Das Gleichgewicht im Finish zeigt, ob das Tempo passt.

Regeln zum Abschlag: Was ist erlaubt?

Die Golfregeln 2023 (Regel 6.2) legen fest, wo und wie Sie den ersten Schlag spielen.

Wer die Markierungen im Blick behält, macht hier keine Fehler. Die Reihenfolge am Abschlag bestimmt die Ehre. Wer das beste Ergebnis auf der vorherigen Bahn hatte, schlägt zuerst ab. Im Zählspiel erlauben und empfehlen die Regeln aber auch „Ready Golf“: Wer bereit ist, spielt, solange das sicher ist.

Beispiel aus der Praxis: Drive auf einer Par-4-Bahn

Stellen Sie sich eine Par-4-Bahn mit 380 Metern vor. Ein Fairwaybunker liegt nach 210 Metern rechts. Links ist Wasser, 230 Meter vom Abschlag entfernt. Sie schlagen den Driver normalerweise 200 Meter weit, mit leichtem Slice.

Die Überlegung: Mit dem Driver kommt der Ball 200 Meter weit und bleibt in der Fairwaymitte. Es bleiben 180 Meter bis zum Grün. Das ist für den zweiten Schlag mit einem Fairwayholz oder Hybrid gut zu erreichen. Würden Sie stattdessen mit dem Eisen 5 abschlagen und kämen 170 Meter weit, blieben 210 Meter. Die Chance, mit zwei Schlägen das Grün zu treffen, sinkt deutlich.

Fliegt ein Drive dagegen 230 Meter weit und zieht nach links, liegt der Ball im Wasser. Also gilt: Länge nur dann, wenn sie sicher ist. Weil Ihr Ball meist leicht nach rechts kurvt, zielen Sie mit einem kontrollierten Schwung auf die linke Fairwayhälfte. Der Ball kurvt zur Mitte zurück und bleibt vor dem Bunker rechts. Viele gute Spieler wählen auf engen Bahnen bewusst einen Schläger mit weniger Weite, um in der Spur zu bleiben.

Messwerte beim Drive: Was sagen die Zahlen?

Wer den Drive verbessern will, schaut auf wenige Zahlen. Moderne Messsysteme wie TrackMan zeigen sie nach jedem Schlag.

Für den Alltag gilt: Erst die Streuung verbessern, dann die Länge. Ein Drive mit 190 Metern auf dem Fairway ist wertvoller als einer mit 220 Metern im Rough. Notieren Sie sich nach einer Trainingsrunde Ihren Durchschnitt für Carry und Streuung und vergleichen Sie ihn von Woche zu Woche.

Typische Fehler beim Drive

Beim Drive treten bei Einsteigern und Fortgeschrittenen oft dieselben Fehler auf.

Als Gegenmittel helfen langsame Schwünge mit Blick auf den Ball und ein gehaltenes Finish. Wer Seitenabweichung hat, schaut sich außerdem Slice und Hook an. Beide lassen sich über Griff, Ausrichtung und Schwungbahn beheben. Ein Trainer erkennt die Ursache oft nach wenigen Schlägen.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Den Drive können Sie in der Golf Lounge ganzjährig üben. Die TrackMan Range hat 32 Abschlagplätze auf zwei Ebenen, überdacht und beheizbar, mit TrackMan an jeder Matte. Sie sehen Messwerte wie Carry, Total, Abflugwinkel und Ballgeschwindigkeit. Mit Spielen wie Longest Drive oder Nearest Pin lässt sich Länge und Genauigkeit spielerisch prüfen. Die TrackMan Range App zeigt Ihre Schläge auf dem Smartphone. Buchen Sie Ihre Matte online, ohne Check-in am Counter.

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Häufige Fragen

Was ist ein Drive beim Golf?

Ein Drive ist der erste Schlag auf einer Bahn, gespielt mit dem Driver vom Abschlag aus. Der Ball liegt auf einem Tee. Der Drive wird meist auf Par-4- und Par-5-Bahnen gespielt. Sein Ziel ist, den Ball weit und sicher aufs Fairway zu bringen. Im Englischen heißt er auch Tee Shot.

Wie hoch muss das Tee beim Drive sein?

Als Faustregel soll die Hälfte des Balls über der Oberkante des Driverkopfs herausragen. Dann trifft die Mitte der Schlagfläche den Ball. Ein zu niedriges Tee führt zu Schlägen auf den oberen Teil des Balls, ein zu hohes Tee zu Treffern an der Oberkante. Testen Sie die Höhe im Training.

Wo muss der Ball beim Abschlag liegen?

Der Ball muss im Abschlagbereich liegen. Er reicht von den Abschlagmarkierungen bis zu zwei Schlägerlängen nach hinten. Der Ball muss in dieser Zone liegen, die Füße dürfen außerhalb stehen. Wer von außerhalb abschlägt, bekommt im Zählspiel zwei Strafschläge und muss den Schlag wiederholen.

Wie weit schlägt man einen Drive?

Die Weite hängt von Schwunggeschwindigkeit, Treffqualität und Boden ab. Freizeitspieler schlagen häufig zwischen 150 und 220 Metern Total. Sinnvoller als eine feste Zahl ist der eigene Durchschnitt für Carry und Streuung. Wichtiger als Länge ist, dass der Ball auf dem Fairway liegt.

Muss man auf jeder Bahn mit dem Driver abschlagen?

Nein. Auf Par-3-Bahnen nehmen Spieler meist ein Eisen oder Hybrid. Auf engen oder kurzen Par-4-Bahnen ist ein Fairwayholz oder Eisen oft die bessere Wahl, weil es die Genauigkeit erhöht. Entscheidend ist, dass der Ball auf dem Fairway landet und der zweite Schlag gut spielbar bleibt.

Stand: Oktober 2026

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