Fore

Golf-Lexikon

Fore

Kurz erklärt

Fore ist der Warnruf im Golf. Er wird gerufen, wenn ein Ball in Richtung anderer Menschen fliegt und jemand getroffen werden könnte. Wer Fore hört, schützt sofort den Kopf und blickt nicht nach oben. Das Wort ist kein Regelbegriff. Es gehört zur Golfetikette und dient der Sicherheit auf dem Platz.

Was bedeutet Fore beim Golf?

Auf die Frage, was Fore beim Golf heißt, gibt es eine einfache Antwort: Es heißt „Vorsicht, Ball“. Das Wort ist eine Warnung an alle, die sich in der Flugrichtung eines Balls befinden. Es wird laut und deutlich gerufen, sobald klar wird, dass ein Schlag gefährlich werden kann.

Die aktuellen Golfregeln enthalten keine Regel, die den Ruf vorschreibt. Bis 2018 hatten die Golfregeln einen eigenen Abschnitt zur Etikette. Dort hieß es sinngemäß, dass ein Spieler sofort eine Warnung rufen soll, wenn sein Ball in Richtung von Personen fliegt, die er treffen könnte. Das traditionelle Wort dafür sei „fore“. Seit 2019 behandeln die Regeln das Verhalten allgemein in Regel 1.2, etwa als Rücksicht auf andere. Der Ruf gehört damit zur Sicherheit und zum Respekt gegenüber anderen Menschen auf dem Platz.

Schreiben Sie das Wort „Fore“, nicht „Four“. Es hat mit der Zahl vier nichts zu tun. Gesprochen wird es wie das englische Wort „for“, also kurz und mit Nachdruck.

Wann rufen Sie Fore?

Rufen Sie Fore, sobald Sie merken, dass Ihr Ball in Richtung von Menschen unterwegs ist. Das kann Spieler auf dem Nachbarloch betreffen, die Gruppe vor Ihnen auf demselben Loch, Greenkeeper bei der Arbeit oder Zuschauer. Warten Sie nicht, bis Sie sicher sind. Ein Ruf zu viel kostet nichts, ein Ruf zu wenig kann einen Unfall bedeuten.

Typische Situationen sind:

Rufen Sie so laut, dass es auch auf größere Entfernung gehört wird, und rufen Sie mehrfach, wenn der Ball weiterfliegt. Schauen Sie dem Ball nach und entschuldigen Sie sich, wenn er in der Nähe einer anderen Gruppe landet.

Was tun, wenn jemand Fore ruft?

Wenn Sie Fore hören, gilt eine feste Regel: Suchen Sie Schutz. Drehen Sie sich nicht um und suchen Sie nicht nach dem Ball. Hocken Sie sich hin, drehen Sie dem Ruf den Rücken zu und legen Sie beide Arme und Hände schützend über den Kopf. Wer nach oben schaut, riskiert Verletzungen im Gesicht, denn ein Golfball ist hart und schnell. Ein Drive fliegt mit deutlich mehr als 100 Kilometern pro Stunde.

Bleiben Sie in dieser Haltung, bis der Ball gelandet ist oder Sie sicher sind, dass keine Gefahr mehr besteht. Hinter einem Baum oder einem Golfwagen zu stehen, kann zusätzlich helfen. Sprechen Sie Mitspieler an, die den Ruf nicht gehört haben, etwa mit „Achtung, Ball“.

Auch wenn Sie nicht sicher sind, ob der Ruf Ihnen gilt: Gehen Sie lieber in Deckung. Auf dem Platz gilt der Grundsatz, dass jeder Ruf ernst genommen wird.

Beispiel aus der Praxis: Par-4-Loch mit zwei Gruppen

Stellen Sie sich ein Par-4-Loch mit 310 Metern Länge vor. Ihre Gruppe wartet auf dem Abschlag. Die Spieler vor Ihnen stehen etwa 190 Meter entfernt auf dem Fairway und schlagen ihren zweiten Schlag. Sie sind sich nicht sicher, ob Ihr Drive diese Entfernung erreicht. Die sicherste Entscheidung ist, mit dem Abschlag zu warten, bis die Gruppe weiter ist.

Spielen Sie trotzdem zu früh, und der Ball fliegt schlecht und rechts in Richtung der Gruppe, rufen Sie sofort mehrfach laut „Fore“. Die Spieler hocken sich hin, der Ball landet zehn Meter daneben. Danach gehen Sie ein Stück vor und entschuldigen sich mit einem Handzeichen. So bleibt der Vorfall ohne Folgen und die Stimmung gut.

Das Beispiel zeigt die wichtigste Lehre: Fore ersetzt keine Vorsicht. Der Ruf ist die letzte Sicherung, nicht die erste. Zuerst gilt, nur dann zu schlagen, wenn die Spieler vor Ihnen sicher außer Reichweite sind.

Woher kommt das Wort Fore?

Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig geklärt. Weit verbreitet ist die Erklärung, „fore“ sei eine Kurzform des englischen „before“ oder von „look out before“. Es soll den Menschen vor dem Spieler gelten, also denen, die im Flug des Balls stehen. Eine andere Deutung führt den Ruf auf militärische Warnungen zurück. Belegt sind diese Geschichten nicht sicher, deshalb sollten Sie sie als mögliche Erklärungen verstehen und nicht als Tatsache.

Sicher ist, dass „fore“ im Englischen auch „vorn“ bedeutet und mit „vor“ verwandt ist. Das passt zum Sinn des Rufs: Er richtet sich an alle, die vor dem Ball sind. Im englischsprachigen Raum ist der Ruf seit langer Zeit fester Bestandteil der Golfkultur. Heute wird er weltweit verstanden, auch auf deutschen Plätzen.

Fore in der Etikette: Sicherheit steht vor allem

Der Warnruf ist nur ein Teil eines größeren Sicherheitsdenkens. Die Etikette verlangt, dass Sie vor einem Schlag und vor einem Probeschwung prüfen, ob jemand in der Nähe steht. Auch Steine, Zweige oder Erde können durch den Schwung wegfliegen und andere verletzen. Wer neben Ihnen steht, muss deshalb genug Abstand haben.

Weitere Grundsätze:

Diese Regeln gelten in jeder Situation, auch beim Üben auf der Range oder bei Probeschwüngen am Abschlag.

Typische Fehler und Tipps

Gerade Einsteiger machen beim Thema Fore wiederkehrende Fehler.

Ein guter Tipp für Anfänger lautet, bereits vor dem Schlag zu überlegen, ob jemand gefährdet sein könnte. Erfahrene Spieler warten lieber eine Minute länger. In der Platzreife lernen Sie diese Sicherheitsregeln gemeinsam mit den Regeln und der Etikette, damit sie Ihnen auf dem Platz selbstverständlich werden.

Ausprobieren in der Golf Lounge

Wie Sie sich auf dem Platz sicher verhalten, lernen Sie in der Golf Lounge Resort Hamburg im Platzreifekurs. Der Theorieteil umfasst Regeln, Etikette und Sicherheit auf dem Platz und wird mit der Praxis verzahnt, begleitet von PGA-Trainern. Die Gruppen sind klein, höchstens sechs Teilnehmende. In der Regel sind es vier bis fünf Trainingseinheiten à zwei Stunden, die Sie nach eigenem Zeitplan buchen. Die Prüfung findet jeden Samstag vor Ort in Moorfleet statt.

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Häufige Fragen

Was heißt Fore beim Golf?

Fore heißt sinngemäß „Vorsicht, Ball“. Es ist der traditionelle Warnruf, den ein Spieler ruft, wenn sein Ball in Richtung anderer Menschen fliegt. Wer ihn hört, hockt sich hin, wendet sich ab und schützt den Kopf mit den Armen. Die Golfetikette empfiehlt, den Ruf sofort und laut auszusprechen, ohne zu zögern.

Muss man beim Golf Fore rufen?

Die Golfregeln verlangen den Ruf nicht als Pflicht mit Strafe. Die Etikette fordert aber, dass ein Spieler sofort eine Warnung ruft, wenn sein Ball in Richtung von Personen fliegt. Wer das unterlässt, verstößt gegen die gute Sitte und gefährdet andere. Im Zweifel rufen Sie lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Was macht man, wenn jemand Fore ruft?

Gehen Sie sofort in Deckung. Drehen Sie sich vom Ruf weg, hocken Sie sich hin und decken Sie den Kopf mit beiden Armen und Händen ab. Schauen Sie nicht nach oben und nicht zum Ball. Bleiben Sie in dieser Haltung, bis der Ball gelandet ist. Auch wenn Sie nicht sicher sind, ob der Ruf Ihnen gilt, sollten Sie reagieren.

Woher kommt der Ruf Fore im Golf?

Die Herkunft ist nicht sicher belegt. Häufig wird „fore“ als Kurzform von „before“ erklärt, also als Warnung an die Menschen vor dem Spieler. Eine andere Deutung führt den Ruf auf militärische Warnungen zurück. Als gesichert gilt nur, dass das englische Wort „fore“ „vorn“ bedeutet und der Ruf seit langem fest zur Golfkultur gehört.

Muss ich auch auf der Driving Range Fore rufen?

Auch auf einer Driving Range gilt der Grundsatz, dass niemand gefährdet werden darf. Dort schlagen alle in dieselbe Richtung, weshalb ein Warnruf selten nötig ist. Wichtig sind der Blick vor dem Schlag und der Abstand zu den Nachbarn. Wird ein Schlag verzogen und gefährdet jemanden, ist der Ruf auch dort angebracht.

Stand: Oktober 2026

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