„Waaas? Schon wieder eine Besprechung? Hier geht ja gar nichts mehr voran! Der Umsatz ist rückläufig, die Mitarbeiter demotiviert und wenn ich ans Meeting mit dem Chef denke… und die Familie macht auch wieder Alarm… was ist eigentlich los mit mir?“
Das sind einige Fragen, die viele Menschen – und vielleicht auch Sie? – täglich begleiten und belasten. Auch auf dem Golfplatz hört das innere Geplapper nicht auf. Dabei sind Sie doch hergekommen, um abzuschalten und auf andere Gedanken zu kommen!
Und wenn dann Ihre Golfpartner auch noch von ihren Erfolgen berichten, privat wie beruflich, geht gar nichts mehr. Spätestens wenn Sie sich selbst fragen: „Warum klappt bei mir denn gerade gar nichts?“ sollten Sie an eine Prävention denken, um nicht in den Teufelskreis des Burnout zu geraten — und endlich wieder entspannt Ihrem Lieblingssport nachgehen zu können!
Die meisten Golfer spielen, um abzuschalten, zu entspannen und auf andere Gedanken zu kommen. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn Sie schon hier sind – auf dem Platz oder der Driving Range – sind Sie schon auf dem richtigen Weg. Um auch am Ziel anzukommen, brauchen Sie nur noch den richtigen Wegweiser.
Diesen Wegweiser biete ich Ihnen hier in einer Reihe von Artikeln. In jeder Folge lernen Sie eine weitere erfolgreiche Technik der Burnout-Prävention kennen und können sie sofort ausprobieren. Alle diese Übungen eignen sich besonders gut für den Golfplatz, denn sie sind leicht und mit wenig Zeitaufwand umzusetzen. Lassen Sie sich überraschen, wie effektiv diese Übungen sind!
Übung 1: Die Herzatmung
Die Herzatmung fördert Zusammenspiel zwischen Herz und Atmung und damit Ihre Gesundheit und gibt Ihnen ein Gefühl der inneren Zufriedenheit. Starke Gefühle wie Liebe und Dankbarkeit werden hierbei verstärkt, Gefühle wie Ärger und Frust abgeschwächt.
Hier eine Anleitung:
- Finden Sie einen Ort, an dem Sie für fünf Minuten ungestört sind.
- Schließen Sie die Augen.
- Entscheiden Sie: Welches aktuelle, unerwünschte Gefühl wollen Sie lösen und welches neue, angenehme Gefühl verstärken? Beispiel: Der Stress beim Gedanken ans nächste Meeting soll abgeschwächt werden und einer Zufriedenheit mit sich selbst weichen.
- Atmen Sie langsam und tief durch die Nase ein und aus und konzentrieren Sie sich auf die Atemzüge.
- Richten Sie jetzt die Aufmerksamkeit in Ihre Herzregion.
- Stellen Sie sich nun vor, durch Ihr Herz ein- und auszuatmen. Es weitet sich, es zieht sich wieder zusammen. Es nimmt viel Raum ein.
- Was immer Sie jetzt erleben – lassen Sie es zu und genießen Sie.
- Falls sich unangenehme Gefühle zeigen, lassen Sie sie zu und stellen Sie sich vor, dass Sie mit jedem Ausatmen das unangenehme Gefühl aus der Herzregion hinausatmen.
- Atmen Sie ruhig weiter ein und aus, bis Sie das unangenehme Gefühl nicht mehr oder kaum noch wahrnehmen können.
- Nehmen Sie jetzt wahr, wie das angenehme von Ihnen gewünschte Gefühl (z.B. Freude, Liebe, Zufriedenheit) wahrnehmen und mit jedem Einatmen weiter in sich und Ihr Herz aufnehmen, wie dieses Gefühl Ihren ganzen Körper durchdringt.
- Machen Sie solange weiter, bis Sie das positive Gefühl überall in Ihrem Körper spüren und genießen können.
- Erzwingen Sie nichts, lassen Sie Gedanken vorüberziehen und genießen nur noch das schöne Gefühl.
Die Anwendung:
Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit für sich (egal, wo Sie gerade sind – nur bitte nicht beim Autofahren!) und konzentrieren sich auf eines Ihrer aktuellen „Lebensthemen”. Dann führen Sie die Herzatmung wie oben beschrieben aus und beobachten nur:
- Wie verhält sich der Atem? Wird er ruhiger, tiefer?
- Wie verhält sich Ihr Herz? Schlägt es ruhiger, regelmäßiger?
- Was machen Ihre Gedanken? Sind sie noch da?
- Kommen Emotionen hoch? Kommen vielleicht sogar ein paar Tränen?
Bitte beobachten Sie nur und bewerten Sie nicht! Die Auswirkungen können sehr intensiv sein. Führen Sie die Übung auch nur dann durch, wenn Sie körperlich fit sind.
Falls es beim ersten Mal noch nicht klappt, werden Sie nicht ungeduldig, sondern atmen Sie ein paar Mal tief ein und wieder aus und versuchen die Übung später noch einmal.
Ich wünsche Ihnen dabei viel Entspannung – es hilft, versprochen!
Herzlichst Ihre
Marion Mueller-West
Burnout-Kompass
Burnout-Workshops und Coaching
P.S.: Hier geht´s zum Vortrag von Frau Mueller-West am 12. Juni 2013 in der Golf Lounge: http://bit.ly/14IyGvt